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International Guest Researcher Day

Von links nach rechts: Prof. Hubert Roth, Prof. Thomas Seeger, Gerrit Pursch, Prof.in Raphaela Averkorn, Prof. Christoph Strünck, Prof. Erwin Pesch, Prof.in Hanna Schramm-Klein, Prof. Peter Krebs, Dr. Susanne Padberg, Dr. Nina Fenn

Gelebte Internationalisierung: Welcome und Würdigung

„International Guest Researcher Day“ stand im Zeichen des Austausches und der Forschung

Erstmalig fand am 12. Juni der erste International Guest Researcher Day an der Universität Siegen statt, zu dem das Programm Forscher-Alumni in Kooperation mit dem International Welcome Center sowie dem Alumniverbund der Universität Siegen geladen hatte. Im Mittelpunkt standen der Austausch und die Forschung der internationalen Gastwissenschaftler/innen und deren Siegener Gastgeber/innen aus allen Fakultäten.

Der International Guest Researcher Day bildete den Rahmen für den inzwischen dritten Jahresempfang des Welcome Centers für internationale Gastwissenschaftler/innen und einer Würdigung ausgewählter Siegener Wissenschaftler/innen für ihr Engagement für internationale Zusammenarbeit sowie deren Forschungskooperationen mit internationalen Wissenschaftler/innen sowie einer Konferenz zum Thema Wissenschaftskommunikation.

"International Scientific Communication - Trends and Challenges": Konferenz mit internationalem und interdisziplinärem Austausch

Vor dem abendlichen Jahresempfang regte die Konferenz zum Leitthema "International Scientific Communication - Trends and Challenges" internationale Wissenschaftlicher/innen an, sich interdisziplinär über die Herausforderungen und Entwicklungen bei Veröffentlichung von wissenschaftlichen Ergebnissen auszutauschen.

„Wir brauchen internationale Beiträge: Interkulturelle Vielfalt hilft uns die unterschiedlichen Methoden, Arbeitsweisen und Ansichten zu verstehen, um nicht nur voneinander zu lernen und unsere Arbeitsmethoden zu verbessern, sondern dadurch zudem tiefgreifende Erkenntnisse zu erhalten“. Die internationale Zusammenarbeit sowie der internationale Austausch seien wichtig, um die Ausrichtung und Positionierung der Universität zu festigen“ so Prof.in Hanna Schramm-Klein Prorektorin für Kooperationen, Internationales und Marketing.

Die aus der Konferenz gewonnenen Kenntnisse und Erfahrungen zum Thema Wissenschaftskommunikation sollen den Wissenschaftler/Innen für ihre Forschungsarbeit zugutekommen, wie Koordinator des Programm Forscher-Alumni, Gerrit Pursch, im gemeinsamen Willkommensgruß mit Dr. Nina Fenn vom International Office und Leiterin des Welcome Centers erklärte. Mit den vielfältigen Forschungshintergründen und unterschiedlichen Herkunftsländern, wie z.B. Kamerun, der Türkei und dem Iran, war eine optimale Grundlage für einen regen Austausch geschaffen: Während ein mit dem Alexander von Humboldt Stipendium geförderter Gastwissenschaftler seit 1,5 Jahren in Siegen in der politischen Philosophie forscht, verorten sich die anderen in der Experimentalphysik, der Biochemie und Archäologie, der Germanistik sowie der Medienwissenschaft. Den Kontakt und den Austausch mit der Uni Siegen schätzen sie, weshalb einige Forscher/innen, die aktuell nicht an der Universität Siegen als Gastwissenschaftler/in zu Gast sind, trotzdem regelmäßig hier zu Besuch sind.

Wie wichtig der internationale Aspekt auch innerhalb von Wissenschaftskommunikation ist, machte Ben Wrigley vom Programm Forscher-Alumni in seiner einführenden Präsentation zu den Trends in der Wissenschaftskommunikation deutlich: Allein die unterschiedlichen Perspektiven und Forschungshintergründe der Forschenden bereichern den Austausch – so wie auch bei dieser Konferenz.

Bevor die Teilnehmenden sich über ihre jeweiligen aktuellen Herausforderungen hinsichtlich Wissenschaftskommunikation austauschten, gab Sibel Kocatepe, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sonderforschungsbereich 1187 "Medien der Kooperation" der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der Universität Siegen, Einblicke in wichtige legale Parameter der internen wissenschaftlichen Kommunikation. Um das Thema besser diskutieren zu können und sich untereinander besser kennenzulernen, stellten die einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre jeweiligen Forschungsinteressen sowie Anliegen und Probleme aus deren Arbeit zunächst in der Runde vor. Dabei konnten sich die Teilnehmer/innen untereinander helfen und den ein oder anderen Tipp für ihre Forschungsarbeit mitnehmen.

Abschließend stellten Gerrit Pursch und Ben Wrigley die neue "Forscher-Alumni App" vor, die Forscher-Alumni in Zukunft nicht nur eine mobile Plattform zur Information, sondern auch zum Austausch untereinander bietet. Das soll den Aufenthalt an der Universität als Forscher-Alumni deutlich erleichtern. Selbstverständlich hatten die Organisatoren auch ein offenes Ohr für Wünsche und Anliegen bezüglich des Gastaufenthalts an der Uni Siegen. Hier wünschen sich einige z.B. Coachings und Workshops dazu, wie man aus deutscher Perspektive Workshops gibt oder anstelle von langweiligen Trainings attraktivere Workshops wie diesen am "International Guest Researcher Day", die Gelegenheit für "open space"-Methoden geben. Ein anderer sprach das Thema Unterstützung an. Er ist davon überzeugt, dass mit etwas mehr finanzieller Unterstützung noch mehr Wissenschaftler/innen an Seminaren teilnehmen würden. Als Beispiel nennt er die "Alumni Akademie", an welche er sich gerne erinnert: "Es war wirklich fantastisch", so die Begeisterung des Alumnus für den mehrtägigen Projekt-Workshop 2015.

Besonderes Engagement internationaler Zusammenarbeit verdient besondere Würdigung

Am International Guest Researcher Day standen neben den Gastwissenschaftler/innen auch die gastgebenden Wissenschaftler/innen der Universität im Fokus, die für ihre Verdienste in der internationalen Zusammenarbeit gewürdigt wurden. Wie wichtig das Engagement für internationale Forschungskooperationen für die Universität ist, betonte Prof.in Hanna Schramm-Klein zu Beginn des Jahresempfangs: "Ich möchte ausdrücklich betonen, dass dieses Engagement weit mehr als bereichernd für unsere Universität ist, und daher besondere Beachtung bedarf.“

Eine solche besondere Würdigung erhielten je eine bzw. ein Wissenschaftler/in pro Fakultät: Raphaela Averkorn (Professorin für Mittlere und Neuere Geschichte), Johannes Schädler (Professor für Sozialpädagogik und Sozialarbeit), Erwin Pesch (Professor für betriebliche Anwendungs- und Entscheidungsunterstützungssysteme) und Professor Hubert Roth (Lehrstuhl für Regelungs- und Steuerungstechnik).

Die jeweiligen Prodekane der Fakultäten für Internationales, bzw. für Forschung als Laudatoren des Festaktes machten klar, warum die ausgezeichneten Wissenschaftler/innen aus ihren Fakultäten die Würdigungen verdient haben: Averkorn aus der Philosophischen Fakultät sei nicht nur die treibende Kraft hinter dem fakultären Erasmus-Programm und diverser International Summer Schools an der Universität Siegen, sondern auch die Gründerin des Studiengangs „Roads to Democracy(ies)“. Sie sei schlechthin als „ambassador of networking“ die Repräsentantin für internationales Netzwerken. Pesch aus der Fakultät III (Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsrecht) habe sich als herausragender Wissenschaftler der Fakultät und einer der weltweit führenden Forscher in seinem Feld der Wirtschaftsinformatik insbesondere durch langjährige und intensive Kooperationen mit Polen und Weißrussland einen Namen gemacht und sich dabei nicht nur auf den Austausch in der Wissenschaftssprache Englisch beschränkt, sondern die Landessprache seiner Kooperationspartner in Polen gelernt. Pesch persönlich liegt die Förderung der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung, so mit einem Projekt in Südafrika, besonders am Herzen. Roth aus der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät und Verantwortlicher des internationalen Master-Studiengang Mechatronics sei in zahlreichen internationalen Projekten tätig, die u.a. von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert werden, und Gastgeber von mehreren dutzenden internationalen Kooperationspartnern. Laos, Pakistan und Sambia (sind nur einige der Länder und Gebiete, in welchen der Professor Kooperationen aufgebaut hat. Darüber hinaus leite Roth als Mitgründer das Zentrum für Entwicklungsländerforschung und Wissenstransfer (ZEW) der Universität. Professor Schädler aus der Fakultät II (Bildung - Architektur – Künste) konnte nicht vor Ort sein. Seine Ehrung wird im Sommer nachgeholt.

Der Internationale Austausch macht die Uni zu dem, was sie heute ist

Nach der Ehrung tauschten sich die Forschenden und Gäste bei einem sommerlichen Steh-Empfang aus. Auch ihre Familien waren herzlich willkommen. Der Ukrainer Alex Boyko war mit seiner Ehefrau gekommen, auch um andere Wissenschaftler/innen kennenzulernen. Boyko forscht im Bereich Hydrologie und Hochwasser. „In diesem sehr speziellen Forschungsfeld hat die Uni Siegen einen überragend guten Ruf“, berichtete er. Boyko und seine Frau sind seit eineinhalb Jahren in Deutschland. Sie kommen aus der Großstadt Kiew, deshalb kommt ihnen Siegen angenehm klein, grün und ruhig vor. Die beiden schätzen auch die Lage der Stadt innerhalb Europas. „Wir reisen sehr gern. Siegen liegt so zentral, dass wir super schnell mit dem Zug in anderen europäischen Städten sind. Das ist genial“, sagte Boyko.

Die erste Anlaufstelle für alle internationalen Gastwissenschaftler/innen, Professor/innen und Post-Doktorand/innen, die einen Forschungsaufenthalt an der Universität Siegen verbringen möchten, ist das Welcome Center: „Wir bieten ein ausgewogenes Programm, das unsere Gäste unterstützt, sich in Siegen einzuleben“, erklärte Dr. Nina Fenn vom Welcome Center. Diese Kontakte zu den Gastwissenschaftler/innen und deren Gastgebern werden mit der Unterstützung durch das Forscher-Alumni-Programm intensiviert und nachhaltig gefördert, so Programmkoordinator Gerrit Pursch. „Unsere Forscher-Alumni-Strategie zielt auf die aktive Einbindung der Gastforschenden in das Siegener Forschungsnetzwerk.“ Alle internationalen Forschenden der Universität sind wichtige Multiplikatoren für die Universität, ohne die ein solcher Austausch nicht denkbar wäre.