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Prof. Dr. Daniel Stein

Nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft, Seminar für Anglistik (Fakultät I)


Kontakt:
stein@anglistik.uni-siegen.de

 

Forschungsschwerpunkte

  • US-amerikanische Populärkultur seit dem 19. Jahrhundert
  • Afroamerikanische Literatur und Kultur
  • Comics & Grafische Literatur
  • frühe Kriminalliteratur, Serialität
  • transnationale und intermediale Beziehungen

 

Bezüge zur Kriminalität

  • City Mystery-Romane als populäres Genre der frühen Kriminalliteratur im 19. Jahrhundert
  • Verbrechen, Gewalt, Verschwörungsnarrative in Superheld*innencomics
  • Lynchjustiz, Sklaverei und Verbrechen an der afroamerikanischen Bevölkerung (grafische Literatur, Kulturgeschichte)

 

Aktuelle Publikationen

  • "Lynching und grafische Literatur: Zur Intersektionalität von Rachel Marie-Crane Williams‘ Elegy for Mary Turner (2021)." Race, Class, Gender & Beyond: Intersektionale Ansätze der Comicforschung. Hg. Anna Beckmann, Kalina Kupczynska, Marie Schröer und Véronique Sina. Berlin: De Gruyter. Im Druck.
  • "Prekäre Erinnerung: Superhelden und Verschwörungstheorien im Superheldencomic Captain America." Verschwörung Denken. Hg. Noyan Dinçkal, Bärbel Kuhn, Matthias Weipert. Zeitschrift für Kulturwissenschaften 1 (2023): Im Druck.
  • "‘Holes Swarming with Human Beings’: Racing the Urban Underclass in the Antebellum City Mystery Novel." The Aliens Within: Danger, Disease, and Displacement in Representations of the Racialized Poor. Ed. Geoffroy de Laforcade, Daniel Stein, and Cathy C. Waegner. Berlin: De Gryuter, 2022. 45-65.
  • "Black Bodies Swinging: Superheroes and the Shadow Archive of Lynching." Themenheft Comic – Kunst – Körper. Hg. Irmela Fürhoff-Krüger und Nina Schmidt. Closure: Kieler e-Journal für Comicforschung 7.5 (2021): 54-78. http://www.closure.uni-kiel.de/closure7.5/stein.
  • "Conflicting Counternarratives of Crime and Justice in US Superhero Comics." Conflicting Narratives of Crime and Punishment. Ed. Martina Althoff, Bernd Dollinger, and Holger Schmidt. Cham: Palgrave Macmillan, 2020. 139-60.
  • "Slavery as Racial Dis/order in Antebellum American: The Case of the City Mystery Novel." Nineteenth-Century Serial Narrative in Transnational Perspective, 1830s-1860s: Popular Culture – Serial Culture. Ed. Daniel Stein and Lisanna Wiele. Cham: Palgrave Macmillan, 2019. 287-309.
  • "Serial Politics in Antebellum America: On the Cultural Work of the City-Mystery Genre." Media of Serial Narrative. Ed. Frank Kelleter. Columbus: Ohio State University Press, 2017. 53-73.
  • "Transatlantic Politics as Serial Networks in the German-American City Mystery Novel, 1850-1855." Traveling Traditions: Nineteenth-Century Cultural Concepts and Transatlantic Intellectual Networks. Ed. Erik Redling. Berlin: De Gruyter. 2016. 249-267.

 

Forschungsprojekte

Serienzirkulation: Der deutsch-amerikanische Geheimnisroman und die Anfänge transatlantischer Modernität (1850-1855)
(DFG-Einzelprojekt, PI, 2022-2024)

Das Projekt untersucht deutschsprachige, zwischen 1850 und 1855 in den USA zunächst in Zeitungen serialisierte und später in Buchform publizierte populäre Geheimnisromane von August Gläser, Heinrich Börnstein, Emil Klauprecht, Rudolph Lexow und Ludwig von Reizenstein. Es verortet diese Romane innerhalb der auf den Sensationserfolg von Eugène Sues Feuilletonroman Les Mystères de Paris (1842-43) folgenden internationalen „mysterymania“, die in den USA englischsprachige Bestseller wie George Lippards The Quaker City; or the Monks of Monk Hall (1844-45) und George Thompsons City Crimes; or, Life in New York and Boston (1849), aber auch deutschsprachige Werke wie Die Geheimnisse von St. Louis (Börnstein, 1854-55) und Die Geheimnisse von New Orleans (von Reizenstein, 1854-55) inspiriert. Das Projekt analysiert die deutsch-amerikanischen Geheimnisromane erstmals umfassend und systematisch als Vertreter einer lokal situierten, transregional vernetzten und transnational ausgerichteten populären Serienliteratur nach 1848, mittels derer sich rapide wachsende und zunehmend heterogene deutschsprachige Leserschaften innerhalb einzelner Regionen der USA (Nordosten, Mittlerer Westen, Süden) wie auch darüber hinaus als politisch relevante Gemeinschaft imaginiert. Diesen Nexus aus Serienzirkulation, Einwanderungsliteratur und Populärkultur versteht das Projekt als Ausdruck einer transatlantischen Modernität, die Mitte des 19. Jahrhunderts entsteht und zu deren Entwicklung die Geheimnisromane einen bislang unterschätzen Beitrag leisten.

Serielle Politisierung: Zur kulturellen Arbeit amerikanischer City Mysteries, 1844-1860
(DFG-Teilprojekt Forschungsgruppe "Populäre Serialität – Ästhetik und Praxis", PI, 2013-2017)

Im Gefolge europäischer Feuilletonromane (Eugène Sue, Les Mystères de Paris, 1842-43; George Reynolds, The Mysteries of London, 1844-46) entsteht in den USA zwischen 1844 und 1860 ein populäres Genre: die City Mysteries von Autoren wie George Lippard, Ned Buntline, George Thompson und Osgood Bradbury. Viele dieser seriellen Romane wollen soziale Reformen durchsetzen und politische Veränderungen herbeiführen. Sie appellieren mit sensationalistischen und melodramatischen Erzähltechniken an eine nationale Leserschaft und protestieren gegen die Versuchungen und Verbrechen der Großstadt, den Verrat republikanischer Ideale, politische Korruption und die Ausbeutung der Arbeiterschicht durch übermächtige Kapitalisten. Gleichzeitig befördern und bedienen sie mit immer neuen atemberaubenden Geschichten das Bedürfnis der wachsenden amerikanischen Bevölkerung an serieller Unterhaltung. Das Projekt versteht das Genre der City Mysteries als aktiven Teil eines dynamischen Netzwerks serieller kultureller Praktiken mit besonderen Auswirkungen auf die amerikanische Politik in der Antebellum Era. Es untersucht zwei grundlegende Hypothesen: (1) Die City Mysteries leisten kulturelle Arbeit, denn als populäres Genre etablieren sie serielle Erzählformen und -verfahren, die zur Ausdifferenzierung amerikanischer Populärkultur beitragen. (2) Die City Mysteries machen dadurch Politik, denn als seriell produzierte, publizierte und rezipierte populärkulturelle Akteure thematisieren sie die Konflikte ihrer Zeit nicht nur; sie strukturieren das Feld politischer Handlungsmöglichkeiten mit und nehmen an der Gestaltung amerikanischer Politik in den Dekaden vor dem Bürgerkrieg teil. Das Projekt erforscht somit die politisierende Dynamik populärer Serialität – d.h. den Zusammenhang von serieller Gattungsgenese und politischer Agitation – anhand eines aussagekräftigen Beispiels der amerikanischen Literatur.

 

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