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8. Nachwuchsforum Bildungsforschung im Sommersemester 2019

Rückblick

Auch in dem Sommersemester 2019 wurde es insgesamt sechs siegener Nachwuchswissenschaftlerinnen-und Wissenschaftlern im Rahmen des 8. Nachwuchsforums Bildungsforschung ermöglicht, ihre Forschungsvorhaben vorzustellen und sich im Anschluss darüber auszutauschen.

Manuel Frotzheim, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät III, untersucht innerhalb seines Dissertationsvorhabens mit dem Titel „Fachdidaktische Anforderungen an ein elektronisches Schulbuch und Lösungsvorschläge der Informatik“ den Einsatz von Bildungsmedien innerhalb des Unterrichts. Präsentiert wurde beispielsweise ein digitales Schulbuch, welches einige Möglichkeiten und das Potenzial mobiler Endgeräte vorstellt. Im Rahmen des Vortrages wurden daraus resultierende fachdidaktische Möglichkeiten und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten diskutiert.

Svenja Flechtner, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät III untersucht in ihrer Forschungsarbeit mit dem Arbeitstitel „Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen durch die Studienfachwahl- Fields of study and the reproduction of gender inequalities“ die Auswahlmuster weiblicher und männlicher Studentinnen und Studenten bei der Studienfachwahl. Betrachtet wird eine breite Palette an Erklärungsfaktoren. Dazu gehören individuelle Fähigkeiten, Noten, erwartetes Einkommen, Vorlieben, Geschlecht, unterschiedliche Haushaltsmerkmale und mehrere Verhaltensvariablen. Im Gegensatz zum überwiegenden Teil der Literatur werden nicht nur Geschlechterunterschiede, sondern auch Interaktionen mit anderen Hintergrundfaktoren berücksichtigt.

Hasan Abi Rasheed, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Fakultät IV stellt mit dem Arbeitstitel „Intelligent Update of Dynamically Changing Learning Materials through Multidimensional Lecture Text Mining and Knowledge Graphs“ ein digitales Wissensnetzwerk vor, welches eine dynamische Form von miteinander verknüpftem Lernmaterial bieten soll. Die Verknüpfungen werden durch Mining des Inhalts der aktuellen Materialien wie Vorlesungsfolien oder Kursbücher unter Verwendung mehrdimensionaler Text Mining-Techniken erstellt. Durch das Mining des Inhalts kann das System ein Wissensdiagramm erstellen, das die verschiedenen verknüpften Themen innerhalb des großen Netzwerks von Themen darstellt. Auf dieses Netzwerk haben Lehrende wie Lernende Zugriff und können sich einen Überblick über den Lernstoff verschaffen.

Frederik Dilling, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fakultät IV präsentierte in seinem Vortrag mit dem Titel „Der Einsatz gegenständlicher Modelle im Mathematikunterricht der Sekundarstufe II“ wie sich mit der Hilfe der 3D-Druck-Technologie eine Vielzahl gegenständlicher Modelle von mathematischen Zusammenhängen für enaktive Arbeitsphasen entwickeln lassen. Dabei sollen Begriffserklärungsprozesse der Schülerinnen und Schüler auf qualitative Weise angeregt werden. Hierzu wurden aktuelle empirische Forschungsergebnisse vorgestellt.

Das Dissertationsprojekt von Manuela Köninger, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fakultät II mit dem Titel „"Die sitzen auch meistens etwas weiter hinten" - Zum Erleben inklusiver Settings in der Sekundarstufe I aus SchülerInnensicht“ erfasst das Erleben schulischer inklusiver Settings aus der Perspektive von RegelschülerInnen an rheinland-pfälzischen Schwerpunktschulen der Sekundarstufe I. Die Ergebnisse des Projekts können Rückschlüsse darauf zulassen, inwieweit das Prinzip Inklusion in der Umsetzung begriffen, bereits umgesetzt, verstanden und akzeptiert wird, welche (erhofften) Erfolge erreicht werden und/oder wo es in der Umsetzung zu Problemen, Ambivalenzen, Enttäuschungen oder Nichtbestätigung der der schulischen Inklusion zugrundeliegenden Hypothesen kommt.

Abschließend stellte Regine Lehberger, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fakultät II, ihre Untersuchungen im Rahmen des Forschungsprojektes mit dem Titel „Einstellungen von Lehramtsstudierenden zur Digitalisierung der Schule“ vor. Im Rahmen des Forschungsprojektes wurde dargestellt, welche Einstellungen und Haltungen Lehramtsstudierende der Universität Siegen zum Thema Digitalisierung haben und ob sich diese durch Lehrveranstaltungen mit dem Schwerpunkt "Digitale Medien in Schule und Unterricht" beeinflussen lassen.

Auch im 8. Nachwuchsforum Bildungsforschung erlebte das Publikum spannende Vorträge und rege Diskussionen, die durch den interdisziplinären Austausch der Teilnehmer vorangetrieben wurde.

Impressionen