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Gemeinsamer Forschungsschwerpunkt „Religion und Reflexivität“

Weder eine religiöse noch eine nichtreligiöse Grundhaltung kann heute unhinterfragt vertreten werden. Angesichts des Pluralismus der Perspektiven versteht sich keine Weltdeutung von selbst. In dieser komplexen Lage scheinen sich zwei einfache Auswege zu bieten: Man kann in fundamentalistischer Manier die Berechtigung aller anderen Weltdeutungen von vornherein ausschließen. Oder man kann Religion zur Geschmackssache erklären und sich damit jeder Pflicht zur Begründung der eigenen Position entziehen. Beide Auswege sind aus Sicht wissenschaftlicher christlicher Theologie nicht vertretbar.

Das Siegener Seminar für katholische Theologie sieht sich deshalb einer dritten Reaktion verpflichtet: Die Reflexion auf die eigene Glaubensperspektive wird weder fundamentalistisch stillgestellt noch subjektivistisch für irrelevant erklärt. Statt nur einer punktuellen Reflexion auf einen grundsätzlich unhinterfragten Glauben wird Reflexivität vielmehr zu einer Grundhaltung. Die theologische Arbeit entfaltet sich im Bewusstsein, dass die eigene Perspektive begrenzt und keineswegs selbstverständlich ist. Zudem führt dieses Bewusstsein zur Haltung einer authentischen Religiosität, die um die eigene Perspektivität weiß und damit argumentativ wie existenziell umgehen kann.

Das Seminar hat sich zum Ziel gesetzt, diese Reflexivität von Religion zu seiner Grundperspektive in Forschung und Lehre zu machen. Denn die Notwendigkeit einer reflexiven Haltung trifft in besonderem Maße auf Theologie als bekenntnisgebundene wissenschaftliche Disziplin an Universitäten zu. Ihrer bedürfen aber auch Lehrerinnen und Lehrer eines konfessionellen Religionsunterrichts in einem religiös neutralen Staat und in einer pluralen Gesellschaft.