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 Pestalozzi Förderschule Siegen

 

Schwerpunktthema:Heterogenität im Mathematikunterricht mit digitalen Medien begleiten

Unterrichtsassistentinnen: Reuter, Sebastian & Zeppenfeld, Lena

Berichte der Unterrichtsassistentinnen

Bericht 2 - Zweites Quartal des zweiten Schulhalbjahres 2021/22

Nach den Osterferien integrierten wir in das alltägliche Unterrichtsgeschehen der Klasse „Rot“ IPads. Dazu absolvierten die Lernenden zunächst den sogenannten Tablettführerschein, um erste grundlegende Funktionen der Geräte kennenzulernen und den Umgang einzuüben. Anschließend durften die Schüler*innen weitere Funktionen der IPads sowie erste Apps selbstständig erkunden.
m Mathematikunterricht setzten wir dann gemeinsam mit der Lehrkraft die Apps Osmo Number eins. Die App Osmo besteht aus einem Ständer für Tablets und Spielsteinen, die von der Kamera erkannt werden. So können die Lernenden Rechenaufgaben zu den vier Grundrechenarten, die auf dem Display erscheinen mit den Spielsteinen lösen.
ür die anschließende Unterrichtsreihe zu geometrischen Körpern und ihren Eigenschaften erstellten wir Unterrichtsassistenten digitale Arbeitsblätter mit dem Worksheet Crafter – eine Arbeitsblattgenerator-Software, mit der sowohl analoge also digitale und interaktive Arbeitsblätter erstellt werden können. Unsere Arbeitsblätter erforderten den Umgang mit haptisch wahrnehmbaren Körpermodellen. Die Schüler*innen lernten so die Eigenschaften geometrischer Körper (wie Ecken, Kanten, Flächen) kennen, sodass sie nun auf den Umgang mit der App Tinkercad (www.tinkercad.com) vorbereitet waren. Tinkercad ist eine CAD-Software, die sich insbesondere für den Bildungsbereich eignet, da Körpermodelle per Drag-and-Drop auf eine Arbeitsebene gezogen werden können und dann direkt durch ein Ziehen an den Ecken verändert werden können.
um Einstieg sollten die Lernenden die geometrischen Körper, welche sie bereits kannten, in verschiedenen Größen erstellen. Als weitere Aufgaben sollten zusammengesetzte Körper entwickelt werden, welche anschließend mit dem 3D-Drucker gedruckt wurden. In der folgenden Unterrichtsstunde stellten die Schüler*innen  ihre eigens entwickelten Körper-Modelle vor und erklärten ihren Mitschüler*innen, welche geometrischen Körper sie zur Konstruktion der Modelle verwendet haben. Dabei sprachen sie auch die Eigenschaften der jeweiligen Körper. So vertieften die Schüler*innen ihre Kompetenzen im Bereich Kommunizieren sowie Raum und Form.

Bericht 1 - Erstes Quartal des zweiten Schulhalbjahres 2021/22

Zu Beginn des neuen Projektjahres führten wir die dynamische Geometriesoftware GeoGebra in einer siebten Klasse der Pestalozzischule zur Konstruktion von Dreiecken ein. Im Anschluss an die Arbeitsphase mit der App präsentierten die Schüler*innen ihre Ergebnisse durch den Einsatz eines Beamers, über welchen die Bildschirme der Ipads gespiegelt wurden. Hierbei konnten die Schüler*innen über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede ihrer Konstruktionen sprechen.

In der siebten Klasse von Frau Meyer-Böhl nutzen wir die App BookCreator bei der Bearbeitung des Themas Division. Die Schüler*innen gestalteten ein Buch zu Divisionsaufgaben, dabei konnten sie Bilder, Texte, Animationen sowie Sprachaufnahmen verwenden. Im Sinne der prozessbezogenen Kompetenz Kommunizieren und Darstellen wurden die Schüler*innen aufgefordert, unterschiedliche Darstellungsebenen in ihrem Buch zu nutzen und miteinander zu verknüpfen. Damit die Lehrkraft einen Einblick in die Bücher der Schüler*innen hat, verwendeten wir die Browserversion der App. Die Lehrkraft konnte so anhand der Schülerdokumente feststellen, welche Vorstellungen ihre Schüler*innen zur Operation Divison bereits aufgebaut haben.

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Ein weiteres Highlight zum Projektstart war die Teilnahme einiger Schüler*innen aus der Unterstufe (Klasse 1,2) an der First Lego League. Wir stellten gemeinsam mit Frau Rückes den Schüler*innen die LegoEducation Spike Essential Sets (bestehend aus einem Hub, zwei Motoren, einem Farbsensor, einer Lichtmatrix und vielen weiteren Bausteinen) vor. Mit einer zugehörigen App kann der sogenannte Hub mithilfe der Blockprogrammiersprache programmiert werden, sodass der zusammengebaute Roboter z.B. eine bestimmte Strecke abfährt. Im Rahmen des Wettbewerbs sollten die Schüler*innen einen Transportweg von Paketen nachbauen. Dafür überlegten wir mit den Lernenden zunächst, welche Stationen ein Paket auf dem Weg vom Empfänger durchläuft und wie es transportiert wird. Eine ehemalige Mitschülerin war auf die Insel Föhr gezogen, sodass die Idee aufkam, dass ein Paket von Siegen nach Föhr transportiert werden soll (siehe Bild 1). Anhand dieser Idee bauten die Schüler*innen drei LKW, ein Flugzeug, einen Zug, eine Fähre und ein Auto aus dem Lego-Set. Außerdem entwickelten und programmierten sie eine Paketsortiermaschine, welche die hineingeworfenen Pakete (hier Legosteine) mithilfe des Farbsensors nach Farben sortierte. In einem zeitlichen Rahmen von vier Sitzungen entwickelte das Schüler*innenteam mit dem Namen Legolozzi die Landschaft der Transportwege eines Paketes (siehe Bild 2). Die Mathematikhaltigkeit dieser Tätigkeit zeigt sich einerseits darin, dass die Schüler*innen ihr Zahlverständnis vertieften, da sie beispielsweise eine in der Anleitung geforderte Anzahl an bestimmten Legosteinen auswählen mussten. Andererseits trainierten sie beim Zusammenbauen der Lego-Landschaft ihr räumliches Vorstellungsvermögen. Außerdem wurden sie aufgefordert, die Transportwege mündlich zu beschreiben, was ebenfalls wichtige Komponente des räumlichen Vorstellungsvermögens, wie der Raumorientierung, anspricht. Die Lehrkraft Antje Rückes sagte zu dem Projekt: „Die Lego League war für die Schüler*innen eine große Motivation. Sie hatten sehr viel Spaß an den Vorbereitungen. Die Erfahrung gemeinsam etwas „herzustellen“, dieses anderen zeigen zu können und dafür geehrt zu werden, ist eine Erfahrung, die Kinder nicht oft haben und ihnen sehr viel Selbstvertrauen gibt.“

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