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Vortragsreihe „Kulturtheorie und Literaturgeschichte“


09. Mai 2018

Eva Blome (Universität Greifswald)

Bildung und literarisches Genre um 1800: Das Drama des Hauslehrers

Bildung als bis heute gleichermaßen wirkmächtiges wie diffuses Konzept wurde nicht zuletzt in der Literatur des ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhunderts moduliert. Ist diese Annahme zweifellos richtig, so verbindet sich mit ihr zugleich oft ein verengter Fokus, der sich lediglich auf den Bildungsroman richtet. Welches Bild ergibt sich aber, wenn Bildungsnarrative auch in anderen literarischen Genres aufgesucht werden? Und welche Rolle spielt die Gattung hinsichtlich einer differenzierteren Perspektivierung von Bildung? Ausgehend von J.M.R. Lenz’ Tragikomödie Der Hofmeister und anhand der Figur des Hauslehrers als einer Reflexions- und Transgressionsfigur, die eine literarische Auseinandersetzung mit Bildungs- und Sozialverhältnissen um 1800 leistet, zeigt der Vortrag auf, welche sozialen Ausschlussmechanismen mit dem bürgerlichen Projekt der Bildung einhergehen. Sichtbar werden dadurch zuletzt ‚andere‘ Modelle der Bildung, die diesem Projekt entgegenstehen: die Verweigerung der Bildung und die Aufwertung von Nicht-Bildung.

 


16 Uhr c.t. in AR-HB 0204

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