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Die Crash-Tests können beginnen

In der Halle in Siegen-Weidenau hat der Lehrstuhl für Fahrzeugleichtbau der Universität Siegen neue Prüfstände und damit neue Möglichkeiten für Forschung und Entwicklung.

Der Lehrstuhl für Fahrzeugleichtbau der Universität Siegen hat ein neues Zuhause. In die Halle an der Breite Straße in Siegen-Weidenau sind neue Prüfstände eingezogen, mit vielen eigenen Ideen, eigenen Entwicklungen und eigenen Bauten. „Wir haben hier etwas Einmaliges aufgebaut, um neue Dinge zu entwickeln und zu erforschen“, sagte Prof. Dr.-Ing. Xiangfan Fang, der Leiter des Lehrstuhls an der Fakultät IV im Department Maschinenbau der Uni Siegen. Prof. Fang und sein Team haben nun die Möglichkeit, Forschungsprojekte vor Ort zu verwirklichen.

Im Zentrum der wissenschaftlichen Arbeit steht die Zusammenarbeit der Gebiete Konstruktion, Werkstoffe und Fertigungstechnik. Unsere Autos sollen durch Leichtbau Ressourcen und Gewicht einsparen, gleichzeitig aber den besten Schutz für Menschen bieten. Um das zu leisten, verfügt der Lehrstuhl für Fahrzeugleichtbau (FLB) über einen Fallturm, einen Hydropulsprüfstand und über eine Crash-Anlage. Auch High-Speed-Zugversuche sind möglich. „Wir können Forschungsergebnisse nun in realen Versuchen überprüfen. Dinge, die wir am Computer entwickelt haben, sind in der Realität umsetzbar“, erklärt Prof. Fang. Neue Werkstoffe können so getestet, Entwicklungsarbeit geleistet werden.

Am Lehrstuhl wird parallel an mehreren Forschungsprojekten gearbeitet, von denen sich Prof. Fang auch internationale Bedeutung verspricht. „Es geht um bahnbrechende Dinge, die die Welt noch nicht gesehen hat“, sagt Prof. Fang. Eines davon ist die Verbindung von Stahl und Aluminium. Die Verbindung beider Materialien war bisher auf Grund der unterschiedlichen Schmelzpunkte nicht möglich. Dank einer neuen Idee soll dies nun gelingen – und das, ohne dass für Autobauer neue Anlagen angeschafft werden müssten.

Eine besondere Anlage in Siegen-Weidenau ist die Crash-Anlage. Bis zu zwei Tonnen können hier auf den Schlitten mit vier Rädern aufgeladen werden, bis zu 70 km/h sind drin. Der Schlitten trifft auf eine 5 x 20 Meter große Stahlwand, hinter der ein Körper aus 140 Tonnen Beton gegossen wurde. Auf der Crash-Anlage können Bauteile für aktuelle Fahrzeuge getestet werden, um deren Verhalten im Falle eines Unfalles zu testen. So sind Tests von Airbag-Systemen genauso möglich wie Verfahren zu Versicherungseinstufungen. Einen ersten Test bei der Eröffnung des Lehrstuhls bestand die neue Crash-Anlage. „Ein Meilenstein für uns, auf dieser Anlage können wir sehr hohe Energien umsetzen“, war Dr. Stefan Kurtenbach, Akademischer Rat im Lehrstuhl-Team, zufrieden.

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