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Einzigartigkeit statt Imitation

Siegener Professorin Dr. Friederike Welter zeigte Wettbewerbs-Strategien für die Region Siegen-Wittgenstein auf.

Im November 2013 erschien ein eindeutiger Artikel im Handelsblatt. „Hier leben Herr und Frau Mustermann“, hieß es dort über die Region Siegen-Wittgenstein. Gemeint: Mittelmaß. Dabei sind die Unternehmen alles andere als Durchschnitt – sondern erfolgreich. Damit diese Unternehmen erfolgreich bleiben, hat das Forschungskolleg „Zukunft menschlich gestalten“ (FoKoS) der Universität Siegen zusammen mit der KM:SI (Kompetenzregion Mittelstand Siegen-Wittgenstein) die „Zukunftsinitiative Wirtschaft Siegen-Wittgenstein 2025“ gestartet.

Das Ziel ist ein Entwicklungskonzept für die Zukunft. Ein Konzept, das große Herausforderungen in Angriff nimmt: die Globalisierung, die Auswirkungen des demografischen Wandels. Wie das gehen kann, erläuterte Prof. Dr. Friederike Welter in ihrem Vortrag zum Thema „Regionen zwischen demografischem Wandel und Globalisierung – Was sichert die Wettbewerbsfähigkeit?“ vor Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Institutionen. Prof. Welter hat an der Universität Siegen den Lehrstuhl für BWL, insbesondere Management von kleinen und mittleren Unternehmen und Entrepreneurship, inne. Zugleich ist sie Präsidentin des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn.

Prof. Welter analysierte die Situation in Siegen-Wittgenstein in Bezug auf Orte, Personen und Prozesse. Ihre Empfehlung: „Die Region braucht Appetit auf Zukunft!“ Für Prof. Welter ist die Lage der Region „ideal“, um mit klugen Strategien auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Prof. Welter warnte jedoch: „Die Bevölkerungs-Entwicklung ist rückläufig, in Siegen stärker als in NRW. Das ist ein Alarmsignal. Es kommt darauf an, neue Potenziale zu erschließen.“

Prof. Welter erläuterte, wie regionale Entwicklungsmodelle aussehen können. Ihr Rat: „Wir müssen aufhören, zu imitieren. Wir müssen die Zukunft völlig anders denken: Was macht Siegen-Wittgenstein einzigartig – jetzt und in der Zukunft?“ Diese Strategie dient zudem dazu, die Stärken der Region nach innen und außen darzustellen. Weiterhin stellte Prof. Welter das Konzept der „Glocalisation“ vor, einer Mischung aus global und lokal. Heißt: In der Region verwurzelte Personen, Unternehmen und Organisationen arbeiten lokal zusammen, um in einer globalen Welt flexibel, kundenorientiert und damit erfolgreich zu sein.

Die Veranstaltungsreihe „Zukunftsinitiative Wirtschaft Siegen-Wittgenstein 2025“ zeichnet sich dadurch aus, dass im Anschluss an die Vorträge die vorgestellten Strategien und Modelle in Gruppen diskutiert werden. Die Ergebnisse werden verschriftlicht und fließen in das regionale Entwicklungskonzept ein.