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„Sirenenpop“ in Siegen

Lyriker Dirk von Petersdorff liest am Dienstag, 18. November, ab 18 Uhr im Siegener Museum für Gegenwartskunst. 

Sich einer Bewegung anzuvertrauen, mit dem Unbestimmten und Fließenden, mit einer Welt voller Verschiedenheiten Ernst zu machen und gleichzeitigt den Gefühls- und Formenreichtum der Vergangenheit spielerisch und gekonnt aufzugreifen, ohne dass irgendeine weltanschauliche Verbindlichkeit daraus abgeleitet wird – so könnte man die Welthaltung der Lyrik Dirk von Petersdorffs beschreiben.

Am 18. November 2014 ist der bekannte Lyriker, Essayist und Literaturwissenschaftler im Rahmen der Reihe „Poetry@Rubens“ in Siegen zu Gast. Ab 18 Uhr liest er im Vortragssaal des Museums für Gegenwartskunst am Unteren Schloss 1 aus seinem neuen Gedichtband „Sirenenpop“. In diesem neuen Band widmet sich Dirk von Petersdorff der Erfahrung des Verschwindens. Er schreibt „Lieder“, die zeigen, dass auch unsere nachromantische Welt diese Erfahrung besitzt. Er folgt in einer Art stoischem Programm den Jahreszeiten und Szenen aus dem Innenhof eines Hauses und zeigt „Paare“ – vom Kennenlernen über Emphase, Zweifel, Abstand bis zum Festhalten oder Loslassen. Eine Gruppe von Liebesgedichten beschließt den Band, die noch einmal die Formenvielfalt der Petersdorffschen Dichtkunst zeigen.

Dirk von Petersdorff kommt auf Einladung des Siegener Philosophieprofessors Dieter Schönecker zur Lesung ins Museum für Gegenwartskunst. Dirk von Petersdorff, Jahrgang 1966, ist Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. 1998 wurde er mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet, 2000 erhielt er den Preis der LiteraTour Nord. 2013 hatte er die Tübinger Poetikdozentur gemeinsam mit Hans Magnus Enzensberger inne und war Writer-in-Residence an der Washington University in St. Louis. Von Petersdorff studierte Germanistik und Geschichte an der Universität Kiel. 1991 legte er das erste Staatsexamen ab und promovierte in Literaturwissenschaft. 2003 habilitierte er sich an der Universität des Saarlandes.
 

Katja Knoche