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Das Deutschlandstipendium – ein mehrfacher Gewinn

Das Deutschlandstipendium lohnt sich nicht nur für die Stipendiaten. Auch Förderer, Hochschule und Region profitieren. Interview mit Ira Dexling, Geschäftsführerin des Studierendenförderfonds Siegen und Koordinatorin des Deutschlandstipendiums an der Uni Siegen.

Warum ist das Deutschlandstipendium nicht nur ein Gewinn für die Stipendiaten?

Ira Dexling: Das Deutschlandstipendium hat einen großen Mehrwert für Uni und Region, es fördert die Netzwerkbildung zwischen Unternehmen und privaten Förderern, der Universität und natürlich den Studierenden. Durch den persönlichen Kontakt lernen Stipendiaten die Arbeitgeber in der Region kennen. Für die Unternehmen erhält ihre Förderung damit nicht nur ein Gesicht, sie kommen in persönlichen Kontakt mit motivierten und begabten Absolventen unserer Universität. Durch dieses Netzwerk profitieren letztendlich die gesamte Region, Hochschule und Unternehmen.


Wie schwierig ist es, Förderer für das Deutschlandstipendium zu gewinnen?

Natürlich spürt man bei der Akquise auch wirtschaftliche Schwankungen. Aber die Bereitschaft zu fördern, ist im Siegerland sehr hoch. Den Förderern ist der persönliche Kontakt wichtig, sie wollen sehr gerne jemandem zurück- oder weitergeben, was sie selbst bekommen haben und freuen sich vor allem über den persönlichen Kontakt. Dieser ist auch uns als Uni Siegen sehr wichtig und zeichnet uns aus.

 

Wie viele Deutschlandstipendien kann die Uni Siegen jährlich vergeben?

Wir sind im Wintersemester 2009/10 mit 46 Stipendien gestartet und konnten bislang die Zahl der Stipendien jährlich erhöhen. Vergangenes Jahr haben wir 80 Stipendien vergeben bei 400 Bewerbungen. Die Chancen, ein Stipendium zu erhalten, stehen also sehr gut.

 

Wenn ich kein Platz beim Deutschlandstipendium bekomme, habe ich dann noch andere Chancen auf Förderung?

Wir haben neben dem Deutschlandstipendium noch weitere Stipendien- und Förderangebote an der Uni Siegen. Auf den Seiten des Studierendenförderfonds Siegen (www.sff.uni-siegen.de) sind alle Infos zu weiteren Stipendienprogrammen und natürlich auch Infos zu einem persönlichen Kontakt und zur Beratung.

 

Das Deutschlandstipendium

Das Deutschlandstipendium wurde 2010 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als sogenanntes Public-Private-Partnership-Modell eingeführt. Public-Private-Partnership heißt, dass das Stipendium gemeinschaftlich aus dem öffentlichen und dem privaten Sektor finanziert wird. Beim Deutschlandstipendium zahlt die Hälfte der monatlichen Fördersumme der Bund und die andere Hälfte ein privater Förderer. Die Förderzeit beläuft sich zunächst auf ein Jahr, kann aber durch erneute Bewerbung verlängert werden. Für die Akquise der privaten Fördermittel sind die Hochschulen verantwortlich. Im Gegenzug sichert der Bund jeder Hochschule ein jährliches Kontingent an Förderplätzen zu.
Weitere Informationen zum Deutschlandstipendium an der Uni Siegen auf www.sff.uni-siegen.de