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Begleitung auf dem Weg ins MINT-Studium

33 Schülerinnen und Schüler aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein sind im Jahr 2015 beim „MINToringSI“ dabei.

Von 2008 bis zum Sommer 2013 lief unter Federführung der Berliner Stiftung der Deutschen Wirtschaft das Projekt „MINToring“ an Gymnasien im Kreis Siegen-Wittgenstein. Grundgedanke war, Schülerinnen und Schüler der Oberstufen für die MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. Im vergangenen Jahr wurden Bezirksregierung, Verband der Siegerländer Metallindustriellen sowie die Universität Siegen selbst aktiv. Sie unterzeichneten einen Kooperationsvertrag für das Nachfolgeprojekt „MINToringSI“. Dreh- und Angelpunkt des Projektes ist die Betreuung von Schülerinnen und Schülern über den Zeitraum von drei Jahren, wobei das dritte Betreuungsjahr bereits die ersten beiden Semester als Studienanfänger an der Universität umfasst. Veranstaltungen, Workshops und Besuche in Unternehmen sollen dazu beitragen, jungen Menschen über die Oberstufenzeit und die ersten beiden Semester hinweg den Einstieg in ein MINT-Studium zu erleichtern. Zur Seite stehen dem MINT-Nachwuchs dabei Studierende der Universität Siegen, die für diese Aufgabe eigens geschult werden.

Auch 2015 läuft „MINToringSI“. 33 Schülerinnen und Schüler von insgesamt sieben Gymnasien und Gesamtschulen der Region haben nun in feierlichem Rahmen ihre Urkunden im Artur-Woll-Haus erhalten. Begrüßt wurden sie zuvorderst von Prof. Dr.-Ing. Karsten Kluth, Prodekan für Lehre der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät. Er unterstrich, dass der enge Kontakt zwischen Lehrenden und Studierenden an der Universität Siegen außergewöhnlich gut sei. Ziel von MINToringSI sei es, interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler in die Universität zu geleiten. Als weiteres Projekt in Kooperation mit Schulen stellte Kluth „Mint on Tour“ vor. Studierende und Lehrende besuchen drei Tage lang Schulen weit über die heimische Region hinaus, um jungen Menschen Naturwissenschaften und Technik näher zu bringen. Waren 2014 insgesamt 23 Schulen bis Limburg mit von der Partie, werden es 2015 bereits 30 Schulen sein.  Kluth: „Bei MINToringSI geht es aber nicht nur um eine Begleitung über drei Tage, sondern über eine Begleitung über drei Jahre hinweg.“ Und weiter in Richtung Schülerinnen und Schüler: „Wir freuen uns auf Sie. Wir werden Sie fördern, aber auch fordern.“

Grußworte sprachen des Weiteren Jörg Dienenthal als Vertreter des Verbands der Siegerländer Metallindustriellen und Reinhold Klüter von der Bezirksregierung Arnsberg. Dienenthal ließ die lange Geschichte des heutigen Kreises Siegen-Wittgenstein als Industrieregion Revue passieren.  Sein Verband vertrete rund 100 zumeist mittelständische Unternehmen mit gut 15.000 Arbeitsplätzen. Dienenthal: „Wir brauchen in unserer Region Fachkräfte, die überwiegend aus den MINT-Fächern kommen.“ Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projektes „ MINToringSI“ erhielten die Chance Fähigkeiten zu erwerben, „die weit über den eigentlichen Fachrahmen hinausgehen“.

Reinhold Klüter machte den jungen Gästen im Artur-Woll-Haus Mut, sich auf dem Weg zur Universität begleiten zu lassen: „Es geht auch darum, Studienorientierung zu bekommen.“ Die Schülerinnen und Schüler erhielten die Gelegenheit, weit über den Unterricht hinaus im MINT-Bereich zu lernen.

Spannend war der Festvortrag von Prof. Kluth über „Hochhausbrandbekämpfung – Nur eine Frage der Technik?“. Ein Projekt zu diesem Thema führten Arbeitswissenschaftler der Universität Siegen gemeinsam mit Wissenschaftlern anderer Hochschulen und Einrichtungen sowie mit Feuerwehrleuten durch. Im Mittelpunkt der Siegener Aufgabenstellung stand die Frage, wie viel Bar der Wasserdruck bei Löscharbeiten in Hochhäusern optimalerweise haben sollte. Gemessen wurden Muskelanspannung und das subjektive Belastungsempfinden an alten und neuen Armaturen sowie bei unterschiedlichem Wasserdruck. Ergebnis: „Acht Bar und mehr sind keine gute Lösung für Löschvorgänge in Hochhäusern. Wir empfehlen einen maximalen Wasserdruck von sechs Bar.“

mint_web

Text und Foto: Katja Knoche