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Mehr digitale Kompetenz für Verwaltungen

Universität Siegen arbeitet an einer Studie zur Vermittlung von E-Government-Kompetenzen in der öffentlichen Verwaltung.

Eine Steuererklärung elektronisch abgeben, ein Gewerbe online anmelden – das sind Möglichkeiten, die manche kommunale Verwaltungen ihren Bürgerinnen und Bürgern bieten. Wenn solche Prozesse durch neue digitale Technologien ablaufen werden, spricht man von „E-Government“. Was für den Bürger eine Vereinfachung und damit eine Verbesserung bedeutet, bedeutet für die öffentlichen Verwaltungen einen bedeutsamen Wandel – sowohl auf der Managementebene, auf der die Verwaltungsprozesse entworfen werden, als auch auf Ebene der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die operativ mit internetgestützten Diensten umgehen müssen. Folglich müssen auf beiden Ebenen entsprechende Kompetenzen vorhanden sein, um solche Dienste bürgerfreundlich und nutzenbringend gestalten und anbieten zu können.

Im Projekt „E-Government-Kompetenz“ arbeiten Forscherinnen und Forscher der Universität Siegen ab dem 1. September 2015 gemeinsam mit weiteren Partnern an einer Studie zum Thema „Vermittlung von E-Government-Kompetenzen in der öffentlichen Verwaltung“. Die Studie wird durch das Hessische Ministerium des Innern und für Sport gefördert und verfolgt das Ziel, benötigte E-Government-Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von öffentlichen Verwaltungen zu identifizieren sowie Lehrinhalte und -formate vorzuschlagen, um das Wissen in geeigneter Form zu vermitteln. Unter Leitung des European Research Center for Information Systems der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster forschen die Technische Universität München, das Nationale E-Government Kompetenzzentrum und der Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der Universität Siegen in den kommenden Monaten an dafür geeigneten Unterrichtsformen.

Drei inhaltliche Bereiche stehen in diesem neuen Forschungsprojekt im Mittelpunkt: In einem ersten Schritt werden die Rollen, die heute sowie in absehbarer Zukunft in der öffentlichen Verwaltung benötigt werden, identifiziert und beschrieben. In einem zweiten Schritt werden anhand der identifizierten Rollen die Kompetenzen abgeleitet, die derzeit sowie in Zukunft im Umgang mit IT benötigt werden. Für die Vermittlung der identifizierten Kompetenzen werden in einem dritten Schritt geeignete Unterrichtsformen entwickelt.

Für das Team um Professor Niehaves steht im Zentrum die Fragestellung, wie benötigte E-Government-Kompetenzen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der öffentlichen Verwaltung auf verbesserte Art und Weise vermittelt werden können. Zur Beantwortung der Frage werden die Perspektiven der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Experten aus dem Personal-Bereich und der Bildungsanbieter (z.B. Hochschulen) einbezogen. Gemeinsam soll die Eignung moderner didaktischer Methoden, z.B. aus dem Bereich des onlinebasierten Lernens (E-Learning), geprüft werden.