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Vielfalt der Fördermöglichkeiten entdecken

Das Referat Forschungsförderung der Universität Siegen berät Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und zeigt Fördermöglichkeiten auf.

Auf dem Weg zu einem Forschungsprojekt stellen sich viele Fragen. Welche Förderprogramme gibt es? Welche Anforderungen und Bedingungen gibt es? Und wer sind  die Ansprechpartner? Um Fragen wie diese zu beantworten, hat die Universität Siegen das Referat Forschungsförderung gegründet. Ziel ist, den Service und die Beratung im Bereich Forschungsförderung zu optimieren. Dazu hatte das neue Referat zur Informations-Veranstaltung „Vielfalt in der Forschungsförderung“ am 15. Oktober 2015 ins Artur-Woll-Haus eingeladen.

Dort begrüßte Prof. Dr. Peter Haring Bolívar, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, vier Referenten, die stellvertretend für die größten Förderinstitutionen ausgewählte Fördermöglichkeiten für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vorstellten. Den Anfang machte Dr. Anna Böhme (Deutsche Forschungsgemeinschaft, DFG), die in Ihrem Vortrag insbesondere  auf Chancen für den wissenschaftlichen Nachwuchs einging. Im Anschluss referierte Dr. Bernd Steingrobe (LeitmarktAgentur.NRW) über die Leitmarktwettbewerbe des Landes NRW im Bereich Forschung und Innovation.

Stellvertretend für die Fördermöglichkeiten des Bundes gab Dr. Christian Ried (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungseinrichtungen Otto von Guericke e.V., Projekt GmbH, Aif Projekt GmbH) einen Einblick in die Möglichkeiten von Kooperationsprojekten im zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM). Zum Abschluss ging Astrid Schwarzenberger (EU-Büro des BMBF) mit ihrem Vortrag auf die Fördermöglichkeiten innerhalb des europäischen Rahmenprogramms für Forschung und Innovation Horizon 2020 ein. Neben den Fachvorträgen boten thematische Messestände die Gelegenheit, sich über die zahlreichen Serviceeinrichtungen der Universität Siegen zu informieren. Neben dem Patentscout standen den Teilnehmern Vertreter von Connect.US, dem Gleichstellungsbüro und dem Referat Forschungsförderung für einen weiteren Austausch zur Verfügung. Ergänzende Informationen stellten im Zuge eigener Messestände darüber hinaus auch die DFG und die  Servicestelle für Elektronische Forschungsförder-informationen (ELFI) aus Bochum bereit.

alexanderkordesDie knapp 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nutzten die Chancen, viele Informationen mitzunehmen. So wie Alexander Kordes. Der Diplom-Informatiker forscht zu Mustererkennung in der Fahrzeugsicherheit. „Mein Ziel ist es, ein modellübergreifendes System zu entwickeln, mit dem Ereignisse aus den Fahrzeugdaten angelernt und erkannt werden können. So sollen z.B. der Ausfall von einzelnen Komponenten des Fahrzeugs frühzeitig erkannt, aber auch das Fahrerverhalten abgebildet werden“, sagt Kordes. Dazu forscht er aktuell im Projekt „MiSee“, das durch die regionale Forschungspartnerschaft mit der Invers GmbH zusammen durchgeführt wird. Kordes promoviert mit seinem Vorhaben derzeit am Lehrstuhl von Prof. Dr. Roland Wismüller. Für Kordes war die Info-Veranstaltung eine gute Gelegenheit, bereits jetzt seine weitere Karriere nach der Promotion zu planen. „Ich habe hier erfahren, dass ich bereits Förderanträge für Forschungsprojekte als Post-Doc stellen kann, sobald der Termin der Verteidigung meiner Doktorarbeit fest steht“, sagt der Doktorand. Nicht nur rechtliche Vorgaben und Fristen von Projektanträgen waren Gegenstand der Info-Veranstaltung, auch welche Budgets für ein Projekt realistisch sind, oder, ob zur Zielerreichung eher ein Projekt mit regionaler, nationaler oder internationaler Kooperation geeignet ist. Für Kordes sehr nützlich, da er für die Antragsstellung für ein Projekt, das vom BMBF gefördert wird, verantwortlich ist.

Das Referat Forschungsförderung ist der Ansprechpartner für Nationale Förderprogramme, ausgehend vom Bund (z.B. BMBF), dem Land (z.B. MIWF) oder der DFG und für Europäische Förderprogramme wie HORIZON 2020. „Zugeordnet ist das Referat dem Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, Prof. Dr. Haring Bolívar: „Wir möchten aufzeigen, was es für Möglichkeiten gibt und unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Chancen geben, Ansprechpartner zu treffen und sich auszutauschen. Besonders für den Nachwuchs ist das eine große Chance.“

donatusweberDr. Donatus Weber leitet bereits ein großes EU-weites Forschungsprojekt am Lehrstuhl Embedded Systems von Prof. Dr. Roman Obermaisser. Weber ist General Project Manager des FP7-ICT Projekts DREAMS (Distributed REal-Time Architecture for Mixed Criticality Systems), das von der Universität Siegen aus koordiniert wird. Bei DREAMS forscht die Universität Siegen zusammen mit 15 europäischen Partnern an einer Plattformarchitektur, die die Zuverlässigkeit und Sicherheit unterschiedlicher Systeme – ob in Flugzeugen, Windkrafträdern oder modernen E-Health Anwendungen – kontrolliert. Nicht nur ausgewählte Förderprogramme der EU, sondern auch des Bundes, des Landes NRW und der DFG wurden auf der Infoveranstaltung vorgestellt.. „Man erfährt viel über Fördermöglichkeiten für Projekte mit mittelständischen Firmen. Gerade im Bereich Embedded Systems bieten sich viele Anknüpfungspunkte für Kooperationsprojekte mit der Industrie für die wir am Lehrstuhl auch immer offen sind“, erklärt Weber.