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Zwischen Test und Sicherheit

Fachgruppe „Test und Zuverlässigkeit von Schaltungen“ diskutierte an der Universität Siegen aktuelle Themen.

Mikroelektronische Systeme sind längst fester Teil unseres Alltags, stecken doch Prozessoren in Smartphones, Computern oder Spielzeugen. Expertinnen und Experten aus Industrie und Hochschulen haben sich nun bei einem Workshop an der Universität Siegen über die aktuellen Informatik-Themen ausgetauscht. Dr. Michael Wahl (Uni Siegen) organisierte den Workshop der Fachgruppe „Test und Zuverlässigkeit von Schaltungen“.

Die Fachgruppe setzt sich aus der Informationstechnischen Gesellschaft im VDE (ITG), der Gesellschaft Mikroelektronik, Mikrosystem- und Feinwerktechnik (GMM) und der Gesellschaft für Informatik (GI) zusammen. Das Programm wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Ilia Polian (Universität Passau) aus zwölf begutachteten und zwei eingeladenen Beiträgen zusammengestellt. Die Beiträge deckten das Spektrum von innovativen Design-for-Test Methoden bis hin zu Zuverlässigkeitsuntersuchungen ab.

Zwei international renommierte Wissenschaftler bereicherten den Workshop als Redner. Prof. Dr. Krish Chakrabarty (Duke University, NC, USA) gab einen Einblick in den Stand der Forschung und bereits verfügbare Produkte aus dem Bereich 3D/2.5D Integration. Durch diese innovativen Verbindungstechnologien können für den Systemanwender mikroelektronische Bausteine aus verschiedenen Halbleitertechnologien miteinander kombiniert werden. Neben den damit verbundenen Flächenvorteilen im System lassen sich auch entscheidende Parameter, wie z.B. die Bandbreite zwischen Speicher und Prozessor sowie Leistungsaufnahmewerte verbessern.

Prof. Dr. Tim Güneysu (Universität Bremen), Experte für Sicherheit von elektronischen Komponenten, gab einen Einblick in das Spannungsfeld zwischen Test und Security von mikroelektronischen Systemen. Während der Test von integrierten Schaltungen einen Zugriff auf alle internen Funktionen erfordert, haben Security-Maßnahmen das Gegenteil zum Ziel, nämlich ein Verbergen von sicherheitsrelevanten Funktionen gegenüber unerlaubten Eingriffen.

Die Teilnehmer aus Industrie und Hochschulen nutzten die zweitägige Veranstaltung zum regen Austausch und zum Networking für künftige Aktivitäten. Neben dem regulären Programm hatte Michael Wahl als besonderes ‚Social Event‘ eine Besichtigung der Produktionsstätte von Bombardier Rail in Siegen organisiert. Die Teilnehmer erhielten hier interessante Eindrücke in die Fertigung von Drehgestellen für Eisenbahnwaggons und Triebfahrzeuge.

Das bewährte Konzept dieser Veranstaltung wird auch in 2017 eine Forstsetzung finden. Der nächste Workshop ist bereits vom 5. bis 7. März 2017 geplant. Hier werden sich die Mitglieder der Fachgruppe und Gäste in Lübeck treffen. Aktuelle Informationen hierzu finden Sie unter: www.tuz-workshop.de.