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Medien-Praxis in der Stadt

Nach der Sanierung des Campus Herrengarten in der Siegener Innenstadt ist auch das medienwissenschaftliche Seminar der Uni Siegen komplett eingezogen. Die neuen Schnitträume erfüllen hohe akustische Anforderungen.

Steht man in einem der neuen Schnitträume im dritten Stock des ehemaligen Verwaltungsgebäudes im Siegener Herrengarten, hört man nichts: keinen Straßenlärm, keine Gespräche aus Nachbarräumen, nicht einmal das Brummen der Klimaanlage. „Wir hatten extra einen Schallschutzingenieur vor Ort, der uns bei der Sanierung beraten hat“, erzählt Felix Fiedler aus dem Dezernat Gebäude- und Liegenschaftsmanagement der Universität Siegen. Mineralwolle und verschieden dicke Folien in den Wänden sowie Absorber-Flächen in den Räumen sorgen für Stille und gute Akustik, beides ist für die praxisorientierten Seminare der Medienwissenschaft sehr wichtig.

Insgesamt gibt es entlang des Flurs 14 einzelne Schnitträume, die mit Schallschutztüren verschließbar und zwischen zwölf und 18 Quadratmetern groß sind. „Das ist eine enorme Verbesserung“, erklärt Michael Zimmermann, Leiter des Labors Medienpraxis. „Vorher waren die Schnitträume nicht einmal halb so groß und man hatte Durchgangsverkehr.“ Da an den Schnittplätzen häufig in Gruppen gearbeitet wird, wurde es in den alten Räumen im K-Gebäude des Adolf-Reichwein-Campus schnell sehr warm. „Da konnte die Klimaanlage auch nicht mehr viel ausrichten“, so Zimmermann.

Klimaanlage_web

Die neue Klimaanlage ist nicht nur für jeden Raum einzeln steuerbar, sondern auch so geräuscharm wie möglich, dank verbauter Schallschutzdämpfer. Die Anlage, die für die richtige Temperatur und Lüftung sorgt, ist mit einem Kran durch das Dach angeliefert worden und nimmt große Teile des Dachbodens ein. „Hier mussten noch spezielle Konstruktionen aufgebaut werden, damit das Gewicht der Anlage auf den Mauern des Gebäudes liegt“, erklärt Felix Fiedler. Neben den Schnitträumen gibt es im dritten Obergeschoss auch einen Seminarraum, der zusätzlich als Filmstudio genutzt werden kann. Direkt angeschlossen ist eine Sprecherkabine, in der Studierende auch Dialoge aufzeichnen können.

Für die Studierenden verbessert sich die Situation aber nicht nur durch die neuen Räume, sondern auch durch die Lage des Campus Herrengarten, wie Michael Zimmermann betont: „Wir holen die Studierenden so mehr in die Stadt. Das hat auch Vorteile, wenn sie zum Beispiel Interviews führen möchten: In der Innenstadt treffen sie mehr Menschen und haben mehr Möglichkeiten.“ Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Universität ist im vergangenen Jahr umfassend saniert worden. Dort sind bereits die Didaktik der Mathematik sowie der Sonderforschungsbereich „Medien der Kooperation“ und das Graduiertenkolleg „Locating Media“ eingezogen. Auch die ersten medienwissenschaftlichen Seminare haben schon in den neuen Räumen stattgefunden.