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Uni Siegen mit starker Drittmittel-Bilanz

Die Universität Siegen hat es gleich in zwei Wissenschaftsbereichen unter die 40 drittmittelstärksten Hochschulen bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geschafft. Das geht aus dem DFG-Förderatlas 2018 hervor.

Alle drei Jahre gibt der Förderatlas der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) einen Überblick über den Drittmittelerfolg der Hochschulen in Deutschland. Die Universität Siegen schafft es im aktuellen „Förderatlas 2018“ gleich in mehreren Bereichen unter die Top 40: Bei den Geistes- und Sozialwissenschaften belegt sie auf der Rangliste der DFG-Bewilligungen Platz 34, bei den Ingenieurwissenschaften sogar Platz 26. Setzt man die Gelder ins Verhältnis zur Zahl der WissenschaftlerInnen, landet die Universität Siegen im Bereich der Ingenieurwissenschaften mit Platz 21 sogar noch weiter vorn. Insgesamt lag die Zahl der Hochschulen mit DFG-Bewilligungen im Untersuchungszeitraum bei 216.

„Das sind hervorragende Ergebnisse, über die ich mich sehr freue. Mit diesen sehr guten Platzierungen dokumentiert die Universität Siegen ihr Potenzial, sich als mittelgroße Spitzenuniversität zu etablieren“, sagte Prof. Dr. Peter Haring Bolívar, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs. „Im Namen des gesamten Rektorats bedanke ich mich bei allen MitarbeiterInnen und KollegInnen, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben.“ Die Universität Siegen hat in den vergangenen Jahren mit Blick auf den gesamtuniversitären Wettbewerb einen konsequenten Profilierungsprozess verfolgt, mit dem Ziel ihre inter- und transdisziplinären Forschungsaktivitäten auszubauen und zu schärfen.

Besonders sticht die persönliche Leistung der Siegener Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler heraus. Der DFG-Förderatlas zeigt auf, dass die Siegener Forscherinnen und Forscher in den Ingenieurwissenschaften pro Kopf 41.100 Euro an Bewilligungen erzielen konnten – Platz 21 in ganz Deutschland. Mit diesem erfreulichen Ergebnis ist die Universität Siegen beispielsweise vor der Universität Paderborn (36.000 Euro), der TU Braunschweig (27.900 Euro), der TU Berlin (27.400 Euro) oder der TU München (26.900 Euro) platziert und knapp hinter dem Karlsruher Institut für Technologie (42.700 Euro). „Das zeigt, wie effektiv unsere Kolleginnen und Kollegen forschen“, betont Prof. Haring Bolívar.

Der Förderatlas der Deutschen Forschungsgemeinschaft gilt als wichtiger Gradmesser für die Wettbewerbsstärke der deutschen Hochschulen. „Drittmittel werden dabei nie allein als finanzielle Kategorie und monetärer Gewinn für die einzelnen Hochschulen und Forschungseinrichtungen gesehen, sondern vielmehr und unabhängig von der Höhe der jeweiligen Projektkosten als Ausweis von Forschungsqualität und als wesentliches Element der Qualitätssicherung im Wissenschaftssystem“, sagte DFG-Präsident Prof. Dr. Peter Strohschneider bei der offiziellen Vorstellung des Förderatlas in Berlin. Drittmittel sind finanzielle Mittel, die Hochschulen außerhalb der Grundmittel von dritter Seite einwerben – beispielsweise durch geförderte Forschungsprojekte.

Insgesamt stellt der neue Förderatlas fest, dass sich die Drittmittelquote der Hochschulen – also das Verhältnis der Drittmittel zu den Grundmitteln – nach vielen Jahren des Anstiegs inzwischen stabilisiert. Im Jahr 2014 wuchsen die Grundmittel erstmals stärker als die Drittmittel. Einen besonderen Akzent setzt die DFG in dem neuen Förderatlas auf die Forschungsförderung in der EU. Dabei zeigt eine ganze Reihe von Auswertungen, dass vor allem zwei Länder den europäischen Forschungsraum prägen – Deutschland und Großbritannien. So hat im EU-Rahmenprogramm „Horizon 2020“ von 2014 bis 2016 Deutschland mit 3,9 Milliarden Euro die meisten Mittel eingeworben, gefolgt von Großbritannien mit 3,6 Milliarden Euro. Mit großem Abstand folgen Frankreich, Spanien und Italien.

Der DFG-Förderatlas:
Die aktuelle, insgesamt achte Ausgabe „Förderatlas 2018“ bezieht sich auf den Förderzeitraum 2014 bis 2016. Der Förderatlas bietet eine umfassende statistische Übersicht zur öffentlich finanzierten Forschung in Deutschland. Neben der Förderung der DFG nimmt der Förderatlas in Ergänzung auch die Bundes- und die EU-Förderung in den Blick, sowie Zahlen zur Förderung von GastwissenschaftlerInnen durch die Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) oder den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Den vollständigen Förderatlas 2018 und weitere Materialien finden Sie im Internet unter www.dfg.de/foerderatlas.