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Subjektive Theorien römisch-katholischer Priester zu seelsorglicher Identität und seelsorglichem Handeln in einer Zeit gesellschaftlicher und kirchlicher Umbrüche

Projektteam

Theologische Fakultät Paderborn: Christoph Jacobs

Universität Siegen: Ulrich Riegel & Lukas Schröder

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Problemkontext

In Zeiten gravierender Veränderungen in Gesellschaft und Kirche geraten nicht nur Seelsorgestrukturen in Bewegung, sondern auch die Identitätskonzepte der handelnden Personen. Dazu gehören nicht nur das Selbstverständnis und die Lebenspraxis der Gläubigen, sondern in besonderer Weise auch die Identitätskonzepte der Seelsorgenden. Die Frage lautet: Wie wird es den Seelsorgern und Seelsorgerinnen gelingen, diese Herausforderungen zu bewältigen? In den vergangenen knapp zwanzig Jahren wurden in den deutschsprachigen Diözesen aufgrund des gesellschaftlichen und pastoralen Wandels gravierende Strukturveränderungen auf den Weg gebracht. Im Laufe der Zeit ist die Einsicht gewachsen, dass der pastorale Wandel essentiell verbunden ist mit gravierenden Transformationsprozessen beim sogenannten „pastoralen Personal“. Der Strukturwandel hat weitreichende Auswirkungen auf die Arbeit in der Seelsorge und damit das Selbstverständnis der in der Seelsorge Tätigen. Strukturwandel bedeutet auch Wandel der Kulturen, Rollen, pastoralen Handlungsmodelle und Identitäten. Für die Seelsorgenden stellt sich gegenwärtig immer mehr die Frage nach der eigenen Identität als Priester oder als Laie in der Seelsorge. Für alle gemeinsam stellt sich die Frage nach einer Aktualisierung des eigenen Selbstverständnisses, des eigenen Christseins und der eigenen Sendung. Mit der sog. „Seelsorgestudie“ liegen bereits grundsätzliche Einblicke in die Lebens- und Gesundheitssituation der in der Pastoral Tätigen vor. Allerdings steht ein Blick auf das individuell prägende spirituelle und pastorale Selbstverständnis und die Rollenerwartungen, welche die in der Seelsorge Tätigen angesichts allseitiger Veränderungen für sich selbst entwickeln, noch aus. Bei diesem Forschungsdesiderat setzt das vorliegende Projekt an.

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Fragestellung

Das vorliegende Projekt fragt deshalb nach den subjektiven Theorien von Menschen in der kirchlichen Pastoral zu ihrer seelsorglichen Identität, welche im Wesentlichen unter dem Aspekt vorfindlicher spiritueller Quellen und Rollenerwartungen in der Seelsorge betrachtet wird. Aus forschungsökonomischen Gründen konzentriert sich das Projekt dabei in seinem ersten Schritt auf römisch-katholische Priester.

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Methode

Methodologisch folgt das Projekt dem empirisch-theologischen Zyklus, d.h. es entwirft seine zentralen Konzepte und Forschungsfragen aus einem theologischen Horizont heraus, beantwortet diese Fragen mit den Mitteln empirischer Sozialwissenschaften und diskutiert die Befunde wiederum in einem theologischen Horizont. Im Projekt werden somit ein theologisches Problembewusstsein und eine empirische Methodik miteinander verknüpft. Das methodische Design des Projekts ist qualitativ-empirisch. Konkret werden problemzentrierte Interviews mit römisch-katholischen Priestern geführt. Die Interviews werden mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Dies erlaubt den Schluss auf charakteristische spirituelle Quellen und Rollenbilder in der Pastoral, die heutige römisch-katholische Priester in Zeiten gesellschaftlicher und kirchlicher Umbrüche entdecken bzw. entwickeln.

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Ziel

Das Ziel des vorliegenden Projekts ist die Ausarbeitung erster charakteristischer Eckpunkte der individuellen priesterlichen Identitäten angesichts tiefgreifender Veränderungen in der Pastoral. Diese Kenntnis ist sowohl theoretisch als auch praktisch von Bedeutung. In theoretischer Hinsicht speist sie die vorfindlichen Identitätskonstruktionen handelnder Akteure in den bislang dominant theoretisch-normativen Diskurs über priesterliche Identität ein und trägt somit zu einer empirischen Fundierung dieses Diskurses bei. In praktischer Hinsicht helfen die erwarteten Befunde, die Ausbildung, die Persönlichkeits-, Rollen- und Personalentwicklung von Priestern im Angesicht vorfindlicher Strukturveränderungen der Kirche förderlich zu orientieren.

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Finanzierung

Das Projekt wird finanziell unterstützt von der Erzdiözese Paderborn. Dabei ist Lukas Schröder ins Paderborner Graduiertenkolleg „Kirche sein in Zeiten der Veränderung“ integriert.

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Publikationen

Werden laufend ergänzt.

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