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Sensorforschung wird ausgebaut

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt einen Antrag der Universität Siegen und ermöglicht die Erweiterung eines Forschungsschwerpunktes.

Die Entwicklung moderner Sensorsysteme an der Schnittstelle zwischen Elektrotechnik und Informatik zählt zu den Forschungsschwerpunkten der Universität Siegen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat jetzt einen Antrag der Uni Siegen auf Erweiterung des Graduiertenkollegs „Imaging New Modalities“ (übersetzt: „Bildgebung und -verarbeitung neuer Modalitäten“) bewilligt. Der Antrag ermöglicht den Ausbau des Graduiertenkollegs im Rahmen der Einbindung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an Fachhochschulen.

„Bildgebenden Sensorik ist eine der bedeutendsten Querschnittstechnologien für die deutsche Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Für die Universität Siegen ist es absolut positiv, dass unser Schwerpunkt weiter verstärkt und unser Profil als Forschungs-Universität damit geschärft wird“, sagt Prof. Dr. Peter Haring Bolívar, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Universität Siegen.

Bereits seit 2009 arbeiten Forscherinnen und Forscher im Graduiertenkolleg an Verfahren, die nicht nur in der Laborumgebung, sondern im Alltag der Zukunft funktionieren. Das zentrale Anwendungsgebiet der Forschung ist die zivile Sicherheit, das zentrale Forschungsfeld die Sensorik. Geforscht wird beispielsweise an Verfahren, die eine 3D-Rekonstruktion eines Gesichts auf Basis von 2D-Daten ermöglichen, Gefahrstoffe an Flughäfen erkennen oder im Rahmen eines intelligenten Zuhauses („Smart Home“) moderne Sicherheitstechnik bieten.

Durch den Zusatz-Antrag wird das Graduiertenkolleg erweitert. Zwei neue Teilprojekte unter Einbindung zweier Fachhochschulprofessoren der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (HBRS) werden integriert. Die Projekte erweitern die Forschung in den Bereichen „Bilddatenerfassung und Sensorentwicklung“ und „Multimodale Verfahren für die zivile Sicherheit“.

Das Ziel des neuen Teil-Projekts „Multimodale Raman-IR-Spektroskopie“ ist, durch ein neues Sensorsystem eine verbesserte Möglichkeit der Materialerkennung von Kontaminationen auf Oberflächen zu erforschen. Das Teil-Projekt „Registrierung und Auswertung multimodaler Datenströme“ beschäftigt sich mit einem Verfahren, das Aussagen über eine räumliche Verteilung von chemischen Substanzen ermöglicht. „Beide Projekte leisten eine thematische Erweiterung und ergänzen den zentralen Untersuchungsgegenstand im Bereich der zivilen Sicherheitsforschung und Materialerkennung auf ideale Weise“, sagt Prof. Dr. Andreas Kolb, Sprecher des Graduiertenkollegs.

Das Graduiertenkolleg „Imaging New Modalities“ ist im Department Elektrotechnik und Informatik sowie im NRW-Zentrum für Sensorsysteme (ZESS) angesiedelt und wird seit 2009 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Eine Million Euro stehen pro Jahr an Forschungsgeldern zur Verfügung. 2014 hat die DFG die Förderung um weitere viereinhalb Jahre verlängert. Das ist die maximale Förder-Laufzeit.

Mehr Informationen zum DFG-Graduiertenkolleg 1564 „Imaging New Modalities“