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Katalog der UB Siegen

65 Millionen Euro für Modernisierung der Uni Siegen

Umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Adolf-Reichwein-Straße schließen auch Bibliothek und Mensa des Studierendenwerkes Siegen ein.

Mit einem großen Sanierungspaket stellt sich die Universität Siegen für die Zukunft auf. Bis zum Jahr 2019 sollen auf dem Campus Adolf-Reichwein-Straße die Gebäudekomplexe K, H, Universitätsbibliothek und Mensa modernisiert werden. „Das Land stellt uns dafür aus dem Hochschulbaukonsolidierungsprogramm rund 65 Millionen Euro zur Verfügung, bisher hatten wir eine Zusage über 32,5 Millionen, womit aber lediglich eine Teilsanierung möglich gewesen wäre“, erklärte Kanzler Ulf Richter.

Die in den 1970er Jahren errichteten Gebäude weisen einen hohen Sanierungsbedarf auf und entsprechen trotz ständiger Instandhaltungsmaßnahmen in keiner Weise dem heutigen Standard. „Strategisch haben wir uns in den vergangenen fünf Jahren im Bereich Forschung und Lehre gut aufgestellt, das Ministerium honoriert mit dieser Entscheidung die positive Entwicklung der Universität Siegen, so dass wir auch die Infrastruktur den modernen Anforderungen anpassen können“, sagte Prof. Dr. Holger Burckhart. Wichtig ist dem Rektor zudem, im K-Gebäude ein freundliches und einladendes Ambiente zu schaffen, da es aufgrund seiner Architektur mit weit sichtbarem Turm und seiner Funktion als Eingangsbereich für die Mensa des Studierendenwerkes bedeutend ist. Auch die Arbeits-, Lehr- und Lernumgebungen sollen verbessert werden. Neue Zuschnitte der Räume sind denkbar.

17.000 Quadratmeter Hauptnutzfläche werden kernsaniert, alle Gebäude müssen für die Zeit der zweieinhalbjährigen Bauphase ab dem Jahr 2017 freigezogen werden. „Das ist natürlich insbesondere für Bibliothek und Mensa eine große Herausforderung, entsprechende Interimslösungen werden derzeit erarbeitet“, so Ulf Richter. Denkbar sei die Unterbringung der Bibliothek in den frei werdenden Gebäuden der Haardter Bergschule, die sich im Besitz der Stadt Siegen befindet. Die Mensa könnte in einem befristet errichteten Modulbau auf der angrenzenden Grünfläche ein Zuhause auf Zeit finden. Diese und andere Szenarien werden nun ausgearbeitet und auf ihre Umsetzung hin überprüft. Auch für die Büro-, Labor- und Besprechungsräume insbesondere der Philosophischen Fakultät in den Komplexen K und H gibt es bereits einen Lösungsvorschlag: Durch den Auszug der Wirtschaftswissenschaftler vom Campus Hölderlin zum Campus Unteres Schloss sowie den Umzug der Verwaltungsmitarbeiter insbesondere vom Campus Hölderlin in das im Herbst 2015 bezugsfertige Allgemeine Verfügungszentrum (AVZ) in der Adolf-Reichwein-Straße entsteht allein auf dem Campus Hölderlin Interimsplatz von 5000 Quadratmeter Nutzfläche.

Die langfristige Vision geht aber deutlich über diese Maßnahmen hinaus. Denn die gesamte Entwicklung des Haardter Berg-Standortes wird derzeit im Rahmen einer Planungswerkstatt in den Blick genommen. Folgende Aspekte sind dabei von zentraler Bedeutung:

  • Die Entwicklung eines städtebaulich prägnanten Bildes „Universität auf dem Berg“
  • Die Vernetzung und Anbindung der Standorte untereinander
  • Die Universität als Lebensraum, in dem man sich wohlfühlt und der auch eine gewisse Atmosphäre besitzt und ausstrahlt