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Studierende schlüpfen in Rolle von Delegierten

140 Studierende und SchülerInnen haben an der neunten Auflage der Simulation „SiegMUN“ teilgenommen und die Arbeit als Mitglied der Vereinten Nationen kennengelernt.

Diskriminierung, Kinder- und Zwangs-Ehen, Migration: Wichtige weltpolitische Themen, über die Studierende und Schülerinnen und Schüler jetzt im Rahmen der SiegMUN (Model United Nations) diskutiert und entschieden haben. Zum neunten Mal fand das Planspiel, bei dem die Arbeit verschiedener Gremien der Vereinten Nationen simuliert wird, in Siegen statt. Im Geisweider Rathaus kamen 140 Delegierte, 20 Mitglieder des Organisationsteams und 20 sogenannte „Chairs“ aus insgesamt 36 Nationen für drei Tage zusammen, um Weltpolitik zu üben.

Schirmherr der Veranstaltung ist traditionell Siegens Bürgermeister Steffen Mues. Vertreten wurde er in diesem Jahr bei der Eröffnung von seiner Stellvertreterin Verena Böcking, die 2010 selbst an der ersten SiegMUN teilgenommen hatte und sich deshalb ganz besonders darüber freute, den Startschuss zu geben. „Die Teilnahme war eine großartige Erfahrung für mich, und ich bin sicher, das wird es für Sie auch sein“, sagte Böcking. Es gehe um Themen, die die Welt bewegten und beträfen. Der gemeinsame Glaube an Werte verbinde. Verena Böcking sagte in Richtung der Delegierten, zu denen auch wieder Schülerinnen und Schüler des Litauischen Gymnasiums in Lampertheim-Hüttenfeld sowie der Deutschen Schule in Istanbul gehörten: „Wie ich haben auch Sie das MUN-Konzept ins Herz geschlossen. Sie sind nach Siegen gereist, um die Perspektive anderer Länder einzunehmen und über einige der wichtigsten Themen der Welt zu diskutieren. Diese Erfahrung wird ihr Verständnis darüber, wie globale Kooperationen in Politik, Ökonomie und nationalen Interessen funktionieren, sicherlich erweitern. Sie werden aber auch erfahren, wie schwierig es ist, gegenseitiges Verständnis zwischen Nationen herzustellen.“

MUN-Koordinator Gerrit Pursch überbrachte die Grüße des Rektorats der Universität Siegen sowie von Prof. Dr. Christoph Strünck, der die MUN wissenschaftlich begleitet. „Es ist unsere Welt“, so Pursch. Und es sei an den Delegierten, den Geist der Vereinten Nationen zu erleben. Themen im simulierten Menschenrechtsrat der UN waren Vorbeugung und Abschaffung von Kinder- und Zwangsehen und Schutz der Rechte von MigrantInnen und Geflüchteten gegen rassistische Diskriminierung. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen beschäftigte sich mit Themen wie der Förderung von Regeln für menschliche Entwicklung sowie Milderung und Auswirkungen des Klimawandels auf Entwicklungsländer. Ein deutschsprachiges Komitee setzte sich mit den Themen Terrorismusbekämpfung in Europa und Prüfung der Reformvorschläge zum gemeinsamen europäischen Asylsystem auseinander. Die Kommission für Ökonomie und Soziales für Asien und den Pazifik hatte Themen wie die Stärkung der wirtschaftlichen Beteiligung von Frauen im nachhaltigen Umfeld sowie die Bekämpfung extremer Armut in neuen städtischen Gebieten auf der Tagesordnung. Den Gastvortrag hielt Dr. Richard Byron-Cox als „Capacity building officer“ der UNCCD (Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Desertifikation). Byron-Cox machte deutlich, dass es nur eine Erde gibt und der Mensch dabei sei, sie zu zerstören.
 
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