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Wege ins Ausland – Studierende berichten

Von Long Beach bis nach Palästina: Studierende der Uni Siegen erzählen von ihren Auslandsaufenthalten im Rahmen ihres Studiums. Während des Semesters im Ausland sammelten sie Erfahrungen und Eindrücke, die sie für das spätere Leben prägten.

Jenny Kolloch, 25 Jahre, studiert Bildung und soziale Arbeit 

Wo war der Aufenthalt? 

In Palästina, mitten im Herzen der Stadt Ramallah. Ich war dort einen Monat lang mit dem Austauschprogramm "YALLAH! – You All Are Hackers" der Uni Siegen für Projekte im Bereich der Social Innovation unterwegs. Social Innovation sind digitale und technische Lösungswege für die Bewältigung von sozialen und gesellschaftlichen Problemen. 

Welche Ausflüge hast du gemacht?

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Wir waren in Hebron, einer Stadt, die von der israelischen Besetzung gekennzeichnet ist, besonders in der "Shuhada Street"(Märtyrer Straße). Seit einem Massaker in den 90ern gibt es in dieser Straße kaum noch Menschenleben, fast wie in einer Geisterstadt. In Betlehem und in der Altstadt von Jerusalem waren wir zu Besuch, wo man an unzähligen Jesus-Grabstätten vorbeikam. Außerdem war ich am Toten Meer und konnte mich auf der Wasseroberfläche treiben lassen. Einen Großteil der Zeit verbrachten wir aber im Flüchtlingslager Al-Amari. Dort halfen wir den Kindern und Jugendlichen, ihren Computerclub wieder aufzubauen und hatten verschiedene Workshops. Es war ein pures Kontrastprogramm. 

Wie ist die Lebensart der Menschen bzw. die Kultur?

Die Menschen sind unglaublich herzlich und hilfsbereit. Ihren Alltag gestalten sie traditionell und konservativ, wobei das Nachtleben in Ramallah dem unseren keineswegs nachsteht.

Gab es unvergessliche Momente oder Eindrücke?

Es gab viele positive sowie negative Momente die mir in Erinnerung bleiben. Schön war die palästinensische Gastfreundschaft, die man zu spüren bekam, wenn man zum Essen bei Freunden und deren Familien eingeladen wurde. Zu den negativen Momenten gehören leider alle Begegnungen mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt, der letztendlich allgegenwärtig ist.

Wie hast du den Aufenthalt finanziert?

Der Aufenthalt wurde vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert.

Antje Krämer, 19 Jahre, studiert Europäische Wirtschaftskommunikation 

Wo war der Aufenthalt?

In Orléans, südlich von Paris. Ich verbringe hier zurzeit mein Auslandsjahr, denn in meinem Studiengang ist dieses ein fester Bestandteil im dritten und vierten Semester.

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Welche Ausflüge hast du gemacht?

Schon vor Ort in Orléans gibt es Attraktionen, wie die Kathedrale oder den großen Fluss Loire. Da wir nur eine Stunde von Paris entfernt sind, haben wir zusammen schon ein paar Mal die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten besucht. Auch in anderen Städten, wie Lyon oder auch Nantes an der Atlantikküste waren wir schon.

Wie ist die Lebensart der Menschen bzw. die Kultur?

Es fällt auf, dass die Franzosen deutlich entspannter durchs Leben gehen und viel gelassener wirken, aber sie kommen mir auch ein Stück weit unorganisierter vor als wir in Deutschland.

Gab es unvergessliche Momente oder Eindrücke? 

Ja, auf jeden Fall. Abseits der Ausflüge zählen dazu auch die vielen tolle Abende mit meinen Freunden im Wohnheim, die das hier alles zu einer unvergesslichen Zeit gemacht haben.

Wie wurde der Aufenthalt finanziert?

Erasmus und ein Stipendium der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) machten mir den Aufenthalt möglich. Außerdem erhalte ich hier in Frankreich noch ein bisschen Wohngeld.

 

Bilge Otakli, (22), studiert Deutsch und Englisch auf Lehramt

Wo war der Aufenthalt?

In Long Beach, eine Küstenstadt in Kalifornien. 

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Welche Ausflüge hast du gemacht?

Wir haben Trips nach San Francisco, Las Vegas, zum Grand Canyon oder zum Yosemite Nationalpark unternommen. Am Semesterende haben wir einen Roadtrip von Los Angeles bis Miami gemacht und haben auf der Fahrt in Texas und New Mexico gehalten.

Wie ist die Lebensart der Menschen bzw. die Kultur?

Das ist echt ein Punkt den ich hier in Deutschland richtig vermisse. Die Menschen in den USA sind so gelassen und offen. Zum Beispiel ist Small-Talk mit jeglichen Leuten dort ganz üblich. 

Gab es unvergessliche Momente oder Eindrücke? 

Ein absolutes Highlight war für mich das Skydiving. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich sowas trauen würde. Natürlich werden mir auch die Ausflüge für immer schön in Erinnerung bleiben. Als wir einmal auf der Route 1 unterwegs waren, gab mir dieses Erlebnis auch ein atemberaubendes Gefühl.

Wie wurde der Aufenthalt finanziert?

Zum einen habe ich mir selbst einiges angespart. Zudem habe ich Auslands-BAföG beantragt, und meine Eltern haben mich auch unterstützt.

 

Peter Mons, 23, studiert Volkswirtschaftslehre

Wo war der Aufenthalt?

Ich war in Bratislava, der Hauptstadt der Slowakei an der Comenius Universität.

Welche Ausflüge hast du gemacht? 

Bratislava ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge. Andere große Städte waren unweit entfernt. So waren wir in vielen anderen Ländern und besuchten dort Städte wie Wien, Prag oder Budapest. Auch in der Slowakei gibt es tolle Möglichkeiten.

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Wie ist die Lebensart der Menschen bzw. die Kultur?

Mir fiel auf, dass die Menschen sehr stolz auf ihr Land sind. Große Unterschiede zu uns Deutschen habe ich allerdings nicht bemerkt. Auch wenn es auf unserem Kontinent viele Länder mit vielen Kulturen gibt, vergisst man glaube ich manchmal, dass man gar nicht so sehr unterschiedlich ist.

Gab es unvergessliche Momente oder Eindrücke? 

Da habe ich keinen konkreten Moment. Viel mehr das Gefühl, die ganze Zeit über frei und ungebunden zu sein. Das war einfach etwas ganz Besonderes.

Wie wurde der Aufenthalt finanziert?

In erster Linie hat mein Erasmus-Stipendium den Aufenthalt ermöglicht. Jeder der am Erasmus-Programm teilnimmt, erhält dieses Stipendium. Allerdings habe ich auch mein Erspartes gebraucht.

 

Wichtige Erfahrungen, Weiterbildung des Charakters und viele neue Freunde …

Alle Studierenden haben außerdem berichtet, dass sie durch ihre Auslandsaufenthalte neue Freunde kennengelernt haben und häufig auch noch in gutem Kontakt stehen. Sie lernten durch Programme wie "Erasmus" oder "YALLAH!" viele Studierende aus anderen Ländern kennen. Zudem gaben sie an, dass sie durch ihre Zeit im Ausland als Mensch gewachsen seien und sie sich selbst besser kennengelernt hätten. Die Studierenden haben durch ihre Erfahrungen und durch die Lebensart in einer anderen Kultur neue Eindrücke gewonnen, die sie für die Zukunft mitnehmen. So wurden sie meist selbstständiger und offener. Sie lernten neue Kulturen zu lieben, aber auch zu schätzen, wie wichtig es ist, in einem Europa mit offenen Grenzen und friedlichen Länderbeziehungen zu leben.

Informationen über die Möglichkeiten eines Auslandsstudiums gibt es hier