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Gemeinsam für eine moderne Gesundheitsversorgung

Der Verein Digital Health Germany und die Universität Siegen haben eine Kooperation vereinbart. Gemeinsam möchten sie die gesundheitliche Versorgung der Zukunft gestalten.

Dank Digitalisierung kann die medizinische Versorgung vor allem Zuhause und in ländlichen Regionen besser, zuverlässiger und patientenorientierter werden. Diesem Ziel haben sich der Verein Digital Health Germany und die Lebenswissenschaftliche Fakultät (LWF) der Universität Siegen verschrieben. Um ihre Kräfte zu bündeln, haben beide Seiten eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Die Partner wollen interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit in der Medizin fördern, den Transfer von der Wissenschaft in die Praxis unterstützen und mit neuen Formaten experimentieren.

So werden Lehrende und Studierende der LWF gemeinsam mit Digital Health Germany so genannte hackathons organisieren – also Veranstaltungen, bei denen gemeinsam nützliche und innovative Technologien und Softwareprodukte für den Bereich der Gesundheitsversorgung entwickelt werden. Darüber hinaus sind Online Think-Tanks zu Themen von eHealth geplant, bei denen es um die Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien in der Medizin geht. Start ups aus dem Umfeld der Universität kann Digital Health Germany zudem mit seinen Mitgliedern begleiten und beraten.

Die Geschäftsführerin von Digital Health Germany, Ines Manegold, ist eine erfahrene Klinik-Managerin. Sie kennt die Stärken und Schwächen des deutschen Gesundheitssystems genau: „Moderne Gesundheitsversorgung muss die Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt rücken. In unserem zersplitterten Versorgungs-System gelingt das nicht gut. Digitale Technologien könnten solche Schwächen überwinden helfen“, ist Ines Manegold überzeugt, die selbst Absolventin der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Siegen ist.

Für den Dekan der Lebenswissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Christoph Strünck, hat sich zwar in der Corona-Krise die leistungsfähige Akut-Versorgung in deutschen Krankenhäusern bewährt. Doch die eigentliche Herausforderung sieht er woanders: „Der Prüfstein für ein patientenzentriertes Gesundheitssystem sind Prävention und eine integrierte Langzeitversorgung, gerade in einer alternden Gesellschaft, gerade in ländlichen Regionen“. Hier müsse Deutschland auch mit Hilfe der Digitalisierung deutlich innovativer werden.

Die Lebenswissenschaftliche Fakultät ist maßgeblich am Modellprojekt „Medizin neu denken“ beteiligt, gemeinsam mit der Universitätsmedizin Bonn, dem Erasmus Medical Center Rotterdam, Kliniken und Praxen in Südwestfalen sowie weiteren Partnern. Lehre und Forschung in „Medizin neu denken“ fokussieren auf digital unterstützte Versorgungsketten, vor allem für ländliche Räume. Die Lebenswissenschaftliche Fakultät der Uni Siegen bietet dafür neue, medizinnahe Studiengänge an.

Im Verein Digital Health Germany haben sich Forschungseinrichtungen, Kliniken, Unternehmen und weitere Organisationen zusammengeschlossen, um ein digitales Ökosystem für das Gesundheitssystem zu schaffen. Es soll helfen, die typische Fragmentierung und Versäulung der Versorgung zu überwinden.

kooperation_lwf Ines Manegold und Prof. Dr. Christoph Strünck besiegelten die Kooperation.