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Die Uni-Bibliothek kehrt ins sanierte Zuhause zurück

Die Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten in der Hauptbibliothek der Universität Siegen auf dem Campus Adolf-Reichwein-Straße sind fast abgeschlossen. Der Umzug der Bücher hat bereits begonnen.

Wenn eine Bibliothek auf Reisen geht, dann ist das vor allem eine logistische und organisatorische Herausforderung. Vor rund drei Jahren machten etwa 600.000 Medien, zahlreiche MitarbeiterInnen und Mitarbeiter sowie Möbel Platz für die Sanierung der Hauptbibliothek der Universität Siegen. Seit Anfang Juli läuft nun der „Rückzug“ auf den Campus Adolf-Reichwein-Straße. Die aufwendige Modernisierung, bei der der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) als Bauherr fungierte, ist so gut wie abgeschlossen, die Bibliothek präsentiert sich in völlig neuem Glanz und ist kaum wiederzuerkennen: offener, heller, freundlicher. „Beim Blick in die Bibliothek empfinde ich große Freude, aber auch Erleichterung, dass es genauso geworden ist, wie wir es uns gewünscht haben“, sagt Dr. Jochen Johannsen, Leiter der Bibliothek.

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„Ziel der Modernisierung war es, die Bedingungen des Lernens und Arbeitens in der Bibliothek den heutigen Anforderungen und der heutigen modernen Zeit anzupassen und dabei vor allem auch mehr Raum für kommunikatives Zusammenlernen zu schaffen. Wir freuen uns, dass wir dieses Ziel gemeinsam mit allen Projektbeteiligten erreicht haben. Die neue Universitätsbibliothek spiegelt eine attraktive Lernwelt von heute wider“, sagt Isabelle Wortmann, Projektleiterin beim BLB NRW.

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Mehrmals täglich rollen nun die Lastwagen an, beladen mit Rollwagen, die wiederum gefüllt mit Büchern. Das macht bis zu 200 Kilogramm pro Rollwagen. Die ersten Zeitschriftenbände stehen bereits wieder in ihrem alten und neuen Zuhause. Allerdings ist die Aufgabe komplexer als beim Umzug in die Teilbibliothek Weidenauer Straße vor drei Jahren, denn es gibt ein neues Aufstellungskonzept. „Nicht jedes Buch wird wieder neben seinem früheren Nachbarn stehen“, erklärt Verena Schmidt von der Uni-Bibliothek. „Das erhöht den logistischen Aufwand, ermöglicht aber eine größere räumliche Flexibilität“. Innerhalb von insgesamt 65 Werktagen soll der komplette Umzug abgeschlossen sein. Alle Bücher können trotzdem weiterhin über den Bestellservice ausgeliehen werden. 

Während der Umzug auf Hochtouren läuft, wird noch die restliche Medientechnik installiert, so dass dann voraussichtlich zu Benn des Wintersemesters die Wiedereröffnung der UB-AR erfolgen kann. Zunächst wird die neue Rollregalanlage im Keller gefüllt. Dieses System und das geänderte Aufstellungskonzept schaffen mehr Platz für Arbeits- und Aufenthaltsbereiche in den Etagen darüber. „Der Bücherbestand spielt zwar immer noch eine prägnante Rolle, aber wir haben jetzt mehr als 800 Arbeitsplätze. Ich denke, wir haben eine sehr gelungene Mischung gefunden“, so Johannsen. Zum Vergleich: Zuvor waren es rund 600 Arbeitsplätze.

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Ob beim konzentrierten Lernen in abschließbaren Kabinen oder beim gemeinsamen Vorbereiten einer Präsentation in den mit Monitoren ausgestatteten offenen Gruppenarbeitsräumen: Die Bibliothek hat einen völlig neuen und freundlicheren Charakter. Das dunkle Ambiente der 1970er Jahre ist einer hellen und einladenden Atmosphäre gewichen. Dafür sorgt das durchgängige Lichtkonzept, das sich auch durch die Regalreihen zieht, ebenso wie Arbeits- und Aufenthaltsbereiche an den großen Fensterfronten. Beim Mobiliar trifft skandinavisches Design augenzwinkernd auf Siegerländer Idylle. Bequeme Sessel und Sitzsäcke ergänzen funktionale Bibliotheksmöbel und schaffen ein attraktives Angebot an verschiedenen Lernszenarien, bei dem für jeden etwas dabei sein dürfte.

Es sind nur einige von vielen Veränderungen: Aus dem ehemaligen Senatssaal ist ein moderner Schulungsraum geworden, es wird einen Ausstellungsraum für die vielen Veranstaltungen der Bibliothek geben, ein kleines Bibliothekscafé mit Getränke- und Snackautomaten, Schließfächer auf allen Ebenen und die Buchrückgabe wird über einen Automaten 24 Stunden am Tag möglich sein. Die Baustelle Bibliothek AR ist bald Geschichte, und auch beim Gebäude- und Liegenschaftsmanagement der Uni herrscht Zufriedenheit – nicht nur wegen des eingehaltenen Budgets. „Trotz der Verzögerung in den vergangenen Wochen haben wir mit Blick auf die gesamte Baustelle ein außerordentliches Tempo hingelegt“, sagt Felix Fiedler von Dezernat 5. Denn auch die Sanierung der Mensa und Cafeteria sowie der Gebäude -H und -K steht kurz vor dem Abschluss.