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Physik-Nobelpreis geht an Reinhard Genzel

Der Siegener Physik-Professor Dr. Thomas Mannel gratuliert dem Kollegen vom Max-Planck-Institut in München.

Der deutsche Astrophysiker Reinhard Genzel erhält gemeinsam mit der US-amerikanischen Astronomin Andrea Ghez und dem Briten Roger Penrose den diesjährigen Physik-Nobelpreis.  Der Direktor des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik in Garching bei München wird für den Nachweis des schwarzen Lochs im Zentrum der Galaxie ausgezeichnet.

Wie wahrscheinlich alle Kolleginnen und Kollegen seines Fachs hatte sich auch der Siegener Physiker Prof. Dr. Thomas Mannel im Vorfeld so seine Gedanken gemacht, wer in diesem Jahr den prestigeträchtigen Preis gewinnen könnte. „Es gab für mich keinen klaren Favoriten. Umso schöner, dass mit Reinhard Genzel ein Physiker, der seine Forschung auch in Deutschland betreibt, den Nobelpreis gewonnen hat“, freut sich der Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs an der Universität Siegen. Die Erforschung schwarzer Löcher sei seit langem ein vielbeachtetes Thema. „Einsteins Relativitätstheorie sagt diese Objekte voraus, aber der direkte experimentelle Nachweis ist erst viel später gelungen.“

Roger Penrose wurde für seine Beiträge zur allgemeinen Relativitätstheorie geehrt, die den theoretischen Rahmen für die schwarzen Löcher bildet, während Genzel und Ghez den experimentellen Nachweis erbracht haben, dass sich im Zentrum unserer Milchstraße ein riesiges schwarzes Loch befindet. Der Astrophysiker und die Astronomin haben das Zentrum der Milchstraße beobachtet und dabei ein extrem schweres Objekt entdeckt. „Entdeckt im Sinne der Auswirkungen, die das Objekt hat. Die Bewegungen der Sterne sind messbar. Und aus diesen Daten konnten sie darauf schließen, was das für eine Masse ist, die die Bewegungen auslöst. In diesem Fall ist es eine enorme Masse, ein supermassives schwarzes Loch.“

„Schwarze Löcher sind faszinierende Objekte“ so Mannel.   Sie sind selbstverständlich auch  Thema für die Studierenden in den Physik-Vorlesungen zur Allgemeinen Relativitätstheorie und Kosmologie. „Aber durch einen Nobelpreis rückt so ein Thema auch wieder einmal in den Mittelpunkt des allgemeinen Interesses.“ Und das freut den Physiker natürlich.