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Jung sein in schweren Zeiten

Jugendliche können an der Studie „You changed?!“ der Universität Siegen teilnehmen. Die Fragen beziehen sich auf prägende Ereignisse und das Leben im Lockdown.

Leben ist, was passiert, während man ganz andere Pläne hat. Pläne gibt es viele, wenn man jung ist, und das Hier und Jetzt stellt sie regelmäßig auf den Kopf. Eine versiebte Klassenarbeit, eine tolle Party, Streit mit Freunden, ein schöner Film, ein Umzug, der Schulabschluss, eine Reise, Krankheit, Liebe, Liebes-Aus. Und was ist mit der Pandemie? Wie wirbelt der Zu-Hause-Alltag das Leben von Jugendlichen durcheinander? Was prägt die 15-, 16, - 17- und 18-Jährigen derzeit? Das möchte die Studie „You changed?! – Lebensereignisse und Persönlichkeits­entwicklung im Jugendalter“ der Universität Siegen herausfinden.

Es handelt sich um ein Forschungsprojekt des Lehrstuhls für Entwicklungspsychologie und Klinische Psychologie der Lebensspanne unter der Leitung von Dr. Ina Faßbender. In dem Projekt entstehen auch mehrere Bachelor- und Masterarbeiten. „In dieser Studie untersuchen wir, wie Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren verschiedene große und kleine Ereignisse in ihrem Leben beschreiben und ob diese Ereignisse oder ihre Beschreibung mit Persönlichkeit zusammenhängen“, erklärt Jessica Arns, studentische Hilfskraft in diesem Projekt. Befragt werden die Jugendlichen innerhalb eines halben Jahres insgesamt fünfmal. Jede Befragung dauert etwa 15 Minuten, als Dankeschön werden Gutscheine verlost; je regelmäßiger die Teilnahme, desto höher die Gewinnchancen.

Die Fragen betreffen den Lebensalltag und die Stimmung der Jugendlichen. Dabei geht es um kleine und große Dinge, die sowohl positiv als auch negativ sein können. Ein Fokus liegt auch auf der derzeitigen Situation. Was macht zum Beispiel das Homeschooling mit den 15- bis 18-Jährigen? Wo finden sie Unterstützung? Welche sozialen Kontakte können weiter gepflegt werden und in welcher Form?

Die Jugendlichen werden für die Studie zunächst nach einer eigenen Einschätzung eines selbstgewählten, für sie wichtigen Lebensereignisses gefragt. Danach hören die ForscherInnen dreimal im Abstand von acht Wochen nach, wie es den Jugendlichen geht. „Alle Angaben der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind natürlich freiwillig, einzelne Fragen können auch übersprungen werden und man kann den Fragebogen jederzeit und ohne Angabe von Gründen abbrechen“, betont Jessica Arns. Wichtig ist den Forschenden auch klarzustellen, dass die Studie keinerlei Diagnostik durchführt. „Wir wollen von den Jugendlichen erfahren, welche Ereignisse sie in ihrem Leben für wichtig halten. Nur so können wir verstehen oder nachvollziehen, warum Veränderungen passieren.“ sagt Dr. Ina Faßbender.

Wer Interesse hat, an der Studie teilzunehmen, findet noch einmal alle Infos und die Registrierungsmöglichkeit auf der Website: https://www.you-changed.de

Minderjährige benötigen das Einverständnis der Eltern, das über E-Mail und dann per Mausklick online gegeben werden kann.