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„Extrazeit zum Lernen“

Die Universität Siegen startet außerschulische Bildungs- und Betreuungsangebote, um SchülerInnen in Coronazeiten zu fördern.

Feriencamps, abwechslungsreiche Förderangebote oder eine „Werkstatt für Kinder“ – die Universität Siegen bietet ab sofort in Kooperation mit Projektpartnern außerschulische Bildungs- und Betreuungsangebote an. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche in Coronazeiten zu fördern, um Auswirkungen – verursacht durch den Shutdown von Bildungseinrichtungen – zu kompensieren und abzuwenden. Das Projekt „Extrazeit zum Lernen“ wurde heute (6. Mai) bewilligt. Es soll insbesondere durch Armut gefährdete Kinder und Jugendliche sowie SchülerInnen mit sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf erreichen.

Die Uni Siegen kooperiert mit der Universitätsstadt Siegen und mit insgesamt zehn Institutionen aus der Region, darunter Schulen sowie Kinder- und Jugendeinrichtungen der Stadt Siegen. Einige hundert SchülerInnen sollen in kleinen Gruppen bis Ende des Jahres von dem Angebot profitieren. Die Projekte werden durch die teilnehmenden Einrichtungen beworben. Kinder können sich selbst anmelden oder durch ihre Eltern angemeldet werden. Studierende des Lehramts und der Sozialen Arbeit arbeiten mit Beschäftigten der verschiedenen Einrichtungen vor Ort zusammen. Sie bieten gemeinsam zum Beispiel wöchentliche Förderangebote nachmittags oder an Wochenenden an. In Ferienprogrammen können pandemiebedingte Lerndefizite aufgeholt werden. Auch Angebote zum sozialen, motorischen und sprachlichen Lernen sollen stattfinden. Möglich sind außerdem berufsvorbereitende Maßnahmen und Zusatzangeboten im Bereich Werken und Technik für SchülerInnen mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf. Die Kinder- und Jugendtreffs ergänzen als außerschulische Bildungsorte die Schulstandorte und setzen in ihren Förderangeboten auf informelle Bildungsprozesse. „Wir wollen das nachholen, was im vergangenen Jahr oft zu kurz gekommen ist“, sagt Carolin Quenzer-Alfred, die zum Organisationsteam gehört. 

Die Angebote sollen, wann immer möglich, in Präsenz stattfinden. „Wir wollen genau die SchülerInnen erreichen, die wir mit Online-Angeboten nur schwer oder gar nicht erreichen können“, sagt Quenzer-Alfred. André Schmidt, Dezernent für Kinder, Jugend und Familie, Bildung, Soziales und Wohnen der Stadt Siegen, bestätigt: „Wir sind froh, dass wir nach den langen Monaten der Pandemie mit Distanzlernen und reduzierten, meist digitalen Angeboten Kinder und Jugendliche nun wieder intensiver unterstützen und fördern können. Die Angebote in Kooperation mit der Universität stärken und ergänzen unser reguläres Angebot sinnvoll und gezielt.“

Geleitet wird das Projekt von der Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Förderpädagogik der Uni Siegen (“Emotionale und soziale Entwicklung”, Prof. Daniel Mays). Das Teilprojekt „Werkstatt für Kinder“ findet unter der wissenschaftlichen Leitung der OASE L ernwerkstatt der Uni Siegen (Dr. Barbara Müller-Naendrup) statt. Gefördert wird das Projekt im Rahmen der Förderrichtlinie „Außerschulische Bildungs- und Betreuungsangebote in Coronazeiten zur Reduzierung pandemiebedingter Benachteiligungen“ vom Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen mit 64.000 Euro.

Kontakt
Carolin Quenzer-Alfred
E-Mail:  carolin.quenzer@uni-siegen.de 


Projektpartner
- Geisweider Grundschule 
- Hammerhütter-Schule
- Glückaufschule Siegen/OASE Lernwerkstatt Uni Siegen
- Hauptschule Achenbach
- Gymnasium Netphen
- Bertha- von-Suttner-Gesamtschule
- Städtischer Kinder- und Jugendtreff Fischbacherberg
- Städtischer Kinder- und Jugendtreff Westhang
- Stadtteilcafé Fischbacherberg
- Städischer Kinder- und Jugendtreff Geisweid (Haus der Interkulturellen Bildung)