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FabLabs starten internationale Zusammenarbeit

FabLabs, Makerspaces und Design Factories aus fünf Ländern beginnen, koordiniert durch die Uni Siegen, eine europäische Kooperation. Ziel ist es, dass die Kreativ-Werkstätten künftig über die Grenzen hinaus allen Interessierten offenstehen.

Aus Siegen einen 3D-Drucker in Frankreich bedienen; mit portugiesischen ForscherInnen gemeinsam einen Prototyp entwickeln – das soll künftig noch einfacher möglich sein. Innerhalb der ATHENA-Hochschulallianz kooperieren ab sofort fünf FabLabs, Makerspaces und Design Factories miteinander. Dies sind Kreativ- und High-Tech-Werkstätten, die allen interessierten Laien sowie ExpertInnen offenstehen. Dort kann man mit Hilfe modernster Technik Prototypen herstellen sowie Fertigungsverfahren ausprobieren und anwenden, zum Beispiel 3D-Drucker, Laser-Cutter oder CNC-Fräsen. Das Ziel der internationalen Kooperation der FabLabs ist es, gemeinsame Lehrangebote zu entwickeln, sowohl für Studierende als auch für BürgerInnen und Unternehmen. Außerdem sollen die Kontakte zur Industrie der jeweiligen Regionen für alle teilnehmenden Hochschulen zugänglich gemacht werden. Unter dem Namen „Co-Creation Hub“ soll künftig eine Schnittstelle zwischen den Universitäten, den jeweiligen Städten oder geographischen Räumen und den umliegenden Industrien entstehen. Bisher sind Hochschulen und Regionen in Deutschland, Frankreich, Litauen, Österreich und Portugal dabei. Künftig sollen weitere ähnliche Einrichtungen an den ATHENA-Partnerstandorten in Slowenien und Spanien dem Netzwerk hinzugefügt werden. Außerdem sollen neue Kreativ-Werkstätten mit der Hilfe des Co-Creation Hubs vorbereitet und ab September 2023 eingerichtet werden.

fablab2_webDie Räumlichkeiten, Lerninhalte und Ausrüstungen der FabLabs, Makerspaces und Design Factories sollen künftig gemeinsam genutzt werden, beispielsweise für angewandte Forschung in gemeinsamen Projekten. ForscherInnen könnten zum Beispiel Prototypen an bestimmten Universitäten erstellen, die wiederum von ForscherInnen der anderen Hochschulen genutzt werden könnten. Teilweise sind jetzt schon Prozesse aus der Ferne steuerbar. „Wissenschaft wird durch die mögliche ferngesteuerte Erstellung von Produkten im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar, und das über die Grenzen hinaus“, erklärt Ruger Winnegge, Koordinator an der Uni Siegen für die ATHENA-Hochschulallianz.

Auch weitere Uni-Beschäftigte, BürgerInnen und Studierende hätten künftig die Gelegenheit, alle kooperierenden FabLabs zu nutzen. Speziell für Studierende soll es gemeinsam gestaltete Lernfelder für projektbasiertes Lernen geben. Mit einbezogen werden die Mobilitätsangebote von Erasmus+, um Reisen zu den Partnerinstituten zu ermöglichen und den kulturellen Austausch in Europa zu fördern. Für Sommer 2023 wird ein Wettbewerb von „Maker Teams“ aus den Partner-FabLabs angedacht. Die „Maker Teams“ sind ein Auftakt für eine mögliche Reihe zu einem neuen Maker-Austauschprogramm. Darüber hinaus soll es einen Start-up Support aus den FabLabs heraus auf regionaler und internationaler Ebene geben.

Das FabLab der Uni Siegen gibt es bereits seit 2015, zu finden im Herzen Siegens in der Sandstraße 26. Es steht allen Personen – uni-intern wie -extern, mit und ohne Vorwissen – zur Verfügung. Die Nutzung ist kostenlos.

Die Kooperation der FabLabs entsteht innerhalb der ATHENA-Hochschulallianz. Sie ist ein transnationaler, europäischer Zusammenschluss, der europäische Werte und Identität hervorhebt und die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Hochschulbildung revolutioniert. Die Uni Siegen gehört seit 2020 zu den gründenden Mitgliedern.

Weitere Infos zum FabLab der Uni Siegen
Weitere Infos zur ATHENA-Hochschulallianz

 
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