Dr. Anna Rebecca Hoffmann
Germanistik - Deutsche Literatur und ihre Didaktik - Juniorprofessor*in
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Termine und Anmeldung über Online-Sprechstundenanmeldung
In der vorlesungsfreien Zeit biete ich wöchentlich Online-Sprechstunden an. Diese werden kurzfristig ca. eine Woche im Vorhinein zur Anmeldung freigegeben. In dringen Fällen kontaktieren Sie mich gerne per Mail.
Aktuelles
Am 15. und 16. Mai 2025 findet an der Universität Jena die Tagung „Deutschlehrkräftebildung in Zeiten des Lehrkräftemangels“ statt. Hier stelle ich gemeinsam mit Studierenden Ergebnisse des im Rahmen eines fachdidaktischen Forschungsseminars durchgeführten Forschungsprojekts „Erfahrungen BA- und MA-Studierender als Aushilfslehrkräfte im Fach Deutsch. Fachspezifische Herausforderungen und Potenziale“ vor. Erhoben wurden diese mittels narrativ-problemzentrierter Interviews, die mit der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet wurden. Das Projekt gibt Einblicke in die (fach)spezifischen Erfahrungen der Studierenden und stellt damit einen Ausgangspunkt für die Entwicklung von Ansätzen dar, studentische Aushilfslehrkräfte bei dieser herausfordernden, aber aufgrund des akuten Lehrkräftemangels notwendigen Aufgabe zu unterstützen.
Gemeinsam mit Prof. Dr. Alexander Wohnig (Sozialwissenschaften) forsche ich im Rahmen des Projekts „Das Populäre in der Schule“ seit Januar 2025 zu Transformationsprozessen im Bereich digitaler Medien in der Schule und entwickle im Rahmen des Teilprojekts zur Öffentlichkeitsarbeit in Kooperation mit Siegener Studierenden und Schüler*innen die virtuelle Ausstellung „Living Archive: Your Most Popular“.
Team der Literaturdidaktik im Semester-Endspurt
Das Team der Literaturdidaktik hat für die Universität Siegen am Firmenlauf 2025 teilgenommen. Ein gelungener Abschluss mit körperlicher Betätigung, bevor wir uns nun in die lesereichen Semesterferien begeben…
Fachverbundstreffen Deutsch am 06. Februar 2025
Am 06. Februar 2025 findet unser Fachverbundstreffen statt, auf dem Vertreter*innen aus Schule, Universität, ZLB sowie ZfsL zusammenkommen und gemeinsam aktuelle Frage- und Problemstellungen diskutieren und an der Verbesserung der theoretischen wie praktischen Ausbildung von Deutschlehrkräften arbeiten. Interessierte sind herzlich eingeladen. Um vorherige Anmeldung wird gebeten. Nähere Informationen zur Anmeldung sowie zu inhaltlichen Punkten finden Sie über folgendes pdf
Kooperationsaufbau mit der Deutschdidaktik an der Universität Klagenfurt in Österreich
Im November 2024 habe ich im Rahmen von Erasmus+ das Team der Deutschdidaktik in Klagenfurt besucht. Neben einem gemeinsamen Austausch über aktuelle Fragestellungen stand die Planung von künftigen Kooperationsformaten auf dem Programm. In Vorbereitung sind die Verbesserung der Möglichkeiten des Studierendenaustauschs, gemeinsame Seminare und Ringvorlesungen sowie Forschungs- und Kooperationsprojekte. Wir freuen uns auf einen regen internationalen Austausch!
Literaturdidaktik erkundet außerschulische Lernorte
Im Rahmen des Seminars „Außerschulische Lernorte für den Literaturunterricht“ wurden im WiSe 2024/25 mehrere Exkursionen durchgeführt. Nachdem im Oktober ein Besuch der Frankfurter Buchmesse auf dem Programm stand, in dessen Zuge wir uns einen Überblick über neu erschienene Literatur ebenso wie verlagsseitige Programme und Angebote (auch im didaktischen Bereich) verschafft haben, haben wir im Dezember die Phantastische Bibliothek sowie das Lottehaus in Wetzlar besichtigt und uns mit den dortigen Ausstellungen, Angeboten und Lerngelegenheiten vertraut gemacht. Im Januar steht nun noch die virtuelle Besichtigung des Anne-Frank-Hauses mittels VR-Brillen auf dem Programm (vielen Dank an das ZfsL und Herrn Aspelmeier, die das ermöglichen).
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15.09.-18.09.24: SDD an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz
Gemeinsam mit Jennifer Witte (Universität Osnabrück) leite ich die Sektion „Werte(n) und Wertevermittlung als Querschnittsaufgabe des Deutschunterrichts“. Das Programm sowie die Abstracts können hier abgerufen werden.“
Kurzbericht zu studentischer Tagung
Am 19. Januar 2024 fand in Kooperation mit der Universität Gießen die studentische Tagung zum Thema ‚Kindheit und Adoleszenz in Graphic Novels‘ statt. Nähere Informationen können dem Plakat entnommen werden.
- 11/2025 – heute: Leitung der SDD-AG „Literarisches Lernen“
- 05/2025 – heute: Praxissemesterbeauftragte für die Germanistik an der Universität Siegen
- 02/2024: Ruf auf die W2-Professur für Germanistische Literaturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Lese- und Literaturdidaktik am Fachbereich Neuere Philologien der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (abgelehnt)
- 04/2023 – heute: Juniorprofessorin für Deutsche Literatur und ihre Didaktik an der Universität Siegen (positiv zwischenevaluiert)
- 02/2022 – 03/2023: wiss. Mitarbeiterin in der Fachdidaktik Deutsch an der Universität Leipzig
- 08/2021 – 02/2022: Lehrkraft an der Humboldtschule (Gymnasium), Leipzig
- 03/2020 – 07/2021: Referendariat in den Fächern Deutsch und Geschichte an der Humboldtschule (Gymnasium), Leipzig (Note: 1,0, mit Auszeichnung)
- 10/2019 – 02/2020: Lehrkraft für besondere Aufgaben in der Fachdidaktik Deutsch an der Universität Leipzig
- 08/2014 – 04/2018: wiss. Mitarbeiterin im DFG-Projekt „Ko-Konstruktion von literarischen Bildungsvorstellungen im Verlauf der gymnasialen Oberstufe“ an der Universität Osnabrück
- 09/2010 – 07/2014: wiss. Mitarbeiterin in der germanistischen Literaturdidaktik an der Universität Osnabrück
- 04/2013: zweiwöchige Erasmus-Dozentur (LLP) an der Dicle Üniversitesi in Diyarbakir, Türkei
- 10/2010 – 07/2017: Promotion an der Justus-Liebig Universität Gießen; Mitglied am International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC);
Promotionsthema: „Zur Erinnerungsarbeit literarischer Museen und Gedenkstätten. Eine empirische Untersuchung” (Note: summa cum laude) - 09/2009 – 06/2010: Stipendium als Sprachassistentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes an der Universität Pécs, Ungarn
- 2004 – 2011: Studium der Fächer Deutsch, Geschichte, Sozialwissenschaften und des Zusatzstudiums ‚Sport und Bewegung‘ für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen an der Universität Siegen sowie der Université François Rabelais in Tours (Frankreich)
Lehre
Sommersemester 2025
- Forschendes und projektorientiertes Lernen mit Schüler*innen im Fachunterricht (zus. mit A. Wohnig)
Wintersemester 2024/25
- Außerschulische Lernorte für den Literaturunterricht
- Literaturunterricht und literarische Rezeption empirisch erforschen
Sommersemester 2024
- Grundfragen der Literaturdidaktik
- Begleitseminar
Wintersemester 2023/24
- Kindheit und Adoleszenz in Graphic Novels
- Vorbereitungsseminar zum Praxissemester
Sommersemester 2023
- Graphic Novels als Gegenstand des Deutschunterrichts
- Grundfragen der Literaturdidaktik
Forschungsprojekte und -schwerpunkte
In der Fachdidaktik besteht Einigkeit darüber, dass Wertungen den Rezeptionsprozess von Literatur nicht nur begleiten, sondern auch maßgeblich beeinflussen. Ihr Stellenwert für die Literaturvermittlung und literarische Verstehensprozesse ist somit als hoch einzuschätzen. Allerdings liegen bislang nur wenige Erkenntnisse dazu vor, wie Schüler*innen Literatur werten. Auch über damit im Unterrichtsgespräch einhergehende Aushandlungsprozesse existieren bislang nur in Ansätzen Forschungsresultate. Mein Habilitationsprojekt zu „Wertungshandlungen im Literaturunterricht“ kommt diesen Desideraten nach und stellt meinen derzeitigen Forschungsschwerpunkt dar: Es ist in der Unterrichtsforschung angesiedelt und vereint rekonstruktive Auswertungsmethoden mit inhaltsanalytischen. Im Zentrum stehen zwei zentrale Fragen, die allerdings miteinander verbunden sind und im Zuge der Auswertung methodisch triangulierend berücksichtigt werden: 1. Wie werten die am Unterricht beteiligten Personen literarische Ganzschriften und verändern sich ihre Wertungen im Verlauf der videographierten Unterrichtsreihen? 2. Wie verlaufen die Aushandlungsprozesse dieser Wertungshandlungen im Unterrichtsgespräch? Das Projekt leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Grundlagenforschung, indem es zum einen erstmalig unterrichtliche Wertungen zu literarischen Ganzschriften (Dramen, Erzählungen) untersucht und zum anderen unterrichtliche Aushandlungsprozesse und deren Muster rekonstruktiv erforscht.
In Kooperation mit Hanna Ovesiek (Universität Leipzig) untersuche ich mittels qualitativer, gemischt narrativ-problemzentrierter Interviews die Auswahl literarischer Gegenstände von Lehrkräften in Zusammenhang mit ihren literarischen Überzeugungen. Die Studie ist damit in der Professionsforschung angesiedelt und fragt neben den Auswahlentscheidungen selbst nach dem Zusammenhang von Lehrer*innenwissen (im Sinne von Überzeugungen) und Lehrer*innenhandeln (in Bezug auf Auswahlentscheidungen). Erhoben werden die Interviews mit Lehrkräften aller Schulformen (Grundschule, Oberschule, Förderschule, Gymnasium) in Sachsen. Zur Auswertung arbeiten wir mit der Dokumentarischen Methode in Verbindung mit der Qualitativen Inhaltsanalyse. Das Projekt läuft seit dem SoSe 2023.
(DFG-Projekt im Rahmen des SFB 1472 „Transformationen des Populären“, gemeinsam mit Prof. Dr. Alexander Wohnig, Laufzeit: 2025-2028)
Populär sind Gegenstände des Schulunterrichts in der Regel nicht. Schulen gelten als Institutionen, die sich der Vermittlung dessen widmen, das Beachtung finden soll. Sie betreiben Popularisierung erster Ordnung. Zugleich werden der Schulunterricht und seine fachdidaktische Reflexion mit Ansprüchen interner und externer Akteure konfrontiert, tagesaktuelle, oft problematische Gegenstände in den Unterricht zu inkludieren, deren Gemeinsamkeit in ihrer Popularität besteht: Sie finden bei vielen Beachtung. Das deutsch- und politikdidaktische Teilprojekt geht der Frage nach, in welchem Verhältnis kanonische und populäre Gegenstände zueinander stehen, inwiefern sie konkurrieren und auf welche Weise sie in den Unterricht gelangen oder herausgehalten werden. Das Teilprojekt fragt damit nach der Veränderung einer bewährten Institution im Kontext der Rechtfertigungsprobleme ‚hoher‘ Kultur und ihrer Akkommodation ans Populäre.
Ein erster Arbeitsfokus behandelt die Fragestellung, wie der didaktische Diskurs in den beiden Fächern, der die Orientierungen von Lehrkräften maßgeblich (mit)beeinflusst, zum Einbezug populärer Gegenstände in die Lehrpraxis zwischen 2000 bis 2025 verlaufen. Ebenso werden Lehrwerke und (schulinterne) Curricula ausgewertet. Ein zweiter Arbeitsfokus untersucht die Fragestellung, welche Gegenstände Lehrkräfte mit welchen Zielsetzungen für ihren Unterricht auswählen und wie die darin ausgedrückten Auswahlkriterien und Zielsetzungen es erlauben, populäre Gegenstände zu inkludieren.