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Die Weiterentwicklung des physikalischen Weltbildes

Forschende aus ganz Europa haben sich in einem interdisziplinären Netzwerk zusammengetan. Ziel ist nicht weniger als die fundamentale Weiterentwicklung des physikalischen Weltbildes. Prof. Dr. Markus Risse von der Universität Siegen gehört dem Managementkomitee an.

Die astronomischen Entdeckungen haben in den vergangenen Jahren eine neue Ebene erreicht. Mittlerweile werden Energien gemessen und Wechselwirkungen festgestellt, die so in keinem Teilchenbeschleuniger erzeugt werden können. Anhand von zum Beispiel kosmischer Strahlung oder Gravitationswellen lassen sich so die Grundlagen der theoretischen Physik testen. Das könnte dabei helfen, eine Theorie der Quantengravitation zu entwickeln, die Quantenmechanik und Gravitationstheorie vereinen soll. Das ist zumindest ein Ziel des von der EU geförderten COST-Netzwerks "Quantum Gravity Phenomenology in the Multimessenger Approach", dem auch der Lehrstuhl für Astroteilchenphysik der Universität Siegen angehört. COST steht für "Europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wissenschaft und Technik".

quantengravitation_risse

In dem Netzwerk kommen WissenschaftlerInnen aus 27 europäischen Ländern zusammen, von Island über Rumänien bis Malta. Im Mittelpunkt steht der Austausch über die nationalen Projekte und Ergebnisse. Dafür werden Workshops und Konferenzen organisiert, die eigentliche Forschung findet vor Ort bei den beteiligten Mitgliedern statt. Ziel ist es, das Universum und seine Gesetze noch besser zu verstehen. "Es geht um ein fachübergreifendes Zusammenspiel von Theorie und Experiment, um letztlich zu einer Kombination von Quantenmechanik und Gravitation zu kommen – und damit zu einer fundamentalen Weiterentwicklung des physikalischen Weltbildes", sagt Prof. Dr. Markus Risse. Der Siegener Forscher vertritt Deutschland im Management-Komitee des Netzwerks und ist mitverantwortlich für die Verteilung der Fördermittel in Höhe von rund 500.000 Euro. Er freut sich über das internationale Projekt. "Eine Zusammenarbeit mit Forschenden aus so vielen Ländern ist schon außergewöhnlich."