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Dr. Catharina Friedrich
Vorständin bei rhenag.


Dr. Catharina Friedrich (Update April 2021)

Catharina Friedrich stand zuletzt 2016 unserem Alumni-Büro für ein Alumni-Porträt zur Verfügung. Im Interview erzählte Sie uns damals von ihrer Tätigkeit als Leiterin des Regionalzentrums Sieg der Westnetz GmbH in Siegen und ihrem Weg dorthin. Inzwischen hat sich Dr. Catharina Friedrich jedoch beruflich verändert und ist seit dem 1. Januar 2020 erste Vorständin in der 147-jährigen Geschichte der rhenag.

Was ist beruflich seit dem letzten Interview mit dem Alumni-Büro passiert?

In 2016 hatte ich die Standortleitung für das Regionalzentrum der Innogy –der Westnetz GmbH in Siegen übernommen. Im Jahr 2019 kam dann die Anfrage, ob ich mir vorstellen könnte, mich beruflich zu verändern und Vorständin bei rhenag Rheinische Energie AG in Köln zu werden. Seit Beginn des Jahres 2020 bin ich nun rhenag-Vorständin und verantworte vor allem das operative Energiegeschäft vom Vertrieb über technische Themen bis zu den erneuerbaren Energien.

Der Weg in den Vorstand: Wie kam es zu dieser Chance? Haben Sie als Frau vielleicht auch einen Vorteil, weil es weniger Konkurrenz von anderen Frauen in dieser Position gibt?

Die Chance Vorständin zu werden, ergab sich durch eine Anfrage. Es kann tatsächlich sein, dass Frauen einen Vorteil haben, wenn die Unternehmen zwingend eine Position mit einer Frau besetzen wollen. Das heißt aber nicht, dass man sich nicht erstmal gegen viele geeignete Männer durchgesetzt hat und mit guter Leistung aufgefallen ist.

Was ist das Coolste an Ihrem Job im Vorstand?

Der Handlungsspielraum. Man hat einen größeren Handlungsspielraum als vorher.

Welche Bedeutung haben Netzwerke für Sie als Frau in Ihrer Karriere und Entwicklung? Benötigen Frauen eine andere Art von Netzwerk/Support als Männer (um z.B. Vorständin zu werden)?

Es gibt in jeder Firma immer formelle und informelle Netzwerke. Diese sind von ihrer Bedeutung nicht zu unterschätzen. Jedoch hat meine letzte Besetzung meines Erachtens nichts mit einem Netzwerk zu tun. Generell ist es in Unternehmen so, dass jeder einen gewissen Kollegenkreis hat, mit dem er sich mal mehr und mal weniger austauscht, wodurch über die Jahre Netzwerke entstehen. Bei Innogy gibt es sogar institutionalisierte Frauennetzwerke, wo ich auch immer gerne dran teilgenommen habe. Als ich jünger war, habe ich dort die sogenannten role-models getroffen, und später war ich dann selbst eins. Durch diese Frauennetzwerke können Frauen ermutigt werden sich z.B. für Führungspositionen zu bewerben.

Welche Rolle spielt die Mathematikerin heute noch in Ihrer Tätigkeit als Vorständin?

Eine große Rolle. Denn die Gesetze der Logik helfen einem immer noch. Die Entscheidungen, die zu treffen sind, haben zum Teil immer noch Elemente eines mathematischen Beweises. Man muss Annahmen und Entscheidungen unter einer gewissen Unsicherheit treffen, aber das kann man oft logisch herleiten und somit den Entscheidungsraum eingrenzen oder präzisieren. Außerdem sind Unternehmen sozio-ökonomische Systeme und hier hilft es dieses komplexe System mit einer mathematischen Strukturiertheit zu betrachten und sich zu vereinfachen. Das ist es, was mir Spaß macht.


Dieses Porträt basiert auf einem Interview mit Catharina Friedrich und wurde von Janice Gust verfasst.