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Bianca Hauda
Moderatorin bei ARTE.

Dr. Alexandra Geisler
Vertretungsprofessorin für Angewandte Sozialpädagogik an der Fachhochschule Dresden.

Heiko Elmshäuser
Director Corporate Communications & Marketing Services bei Canon.

Anne Beuttenmüller
Director Marketing bei Niantic, Google.

Tilman Welther
Leiter Sachwertinvestments bei FONDS professionell Multimedia GmbH.

Eva Brandt
Entwicklungshelferin bei der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit.

Thomas Pütz
Information Risk Manager bei Enabling Function IT, Bayer AG.

Markus Mörchen
stellv. Redaktionsleiter Tagesmagazine, ZDF.

Dr. Catharina Friedrich
Vorständin bei rhenag.


Bianca Hauda (Update April 2022)

Seit April 2020 moderiert Bianca Hauda auf ARTE die TV-Sendung TWIST, ein 30-minütiges Kulturmagazin, bei dem jede Woche ein Thema verknüpft mit einer europäischen Stadt gezeigt und mit Kunst- und Kulturschaffenden zu diesem Bereich besprochen wird. Im Interview erklärt sie wie es zum Wechsel von 1Live zu ARTE - vom Radio zum Fernsehen - kam.

Bianca, viele kennen dich als Moderatorin bei 1LIVE, aber heute können wir dich im Fernsehen sehen. Wie kam es zu dieser Veränderung?

Ja genau, zuletzt habe ich die Sendungen 1 Live-Talk und Plan B moderiert und wurde dann Ende Mai 2019 für die Moderation einer Pilotsendung von ARTE angefragt. Daraufhin musste ich mich entscheiden, ob ich nach 10 Jahren 1 Live, den neuen Weg wagen würde. Immerhin ist 1Live in der langen Zeit sozusagen zur Familie geworden und da den Absprung zu schaffen, ist schon schwierig. Ich habe mich dann aber dazu entschlossen, diese neue Herausforderung anzunehmen.

Wie wurde Arte auf dich aufmerksam?

In den 10 Jahren, wo ich beim WDR war, habe ich ja so ziemlich alles gemacht, was es im Bereich Musik- und Popkultur gab. Zudem ist der Kulturbereich immer noch ein Nischenbereich, man kennt ja die aktuellen Kulturmacher - so wie mich. Daher wurde ARTE auf mich aufmerksam und hat mich zu einem Casting, wo wir einen Piloten gedreht haben, eingeladen. Und aus diesem Casting wurde ich dann letztlich ausgesucht.

Welche Aufgaben sind mit deiner Funktion als Moderatorin verbunden?

Als Moderatorin stehe ich für die Sendung vor der Kamera. Jede Woche bin ich für unsere Aufzeichnungen in einer anderen Stadt unterwegs. Dazu habe ich immer 2 bis 3 große Interviews und drei Beiträge mit Moderationen dazwischen. Manchmal sind es aber auch weniger Beiträge oder so wie letztes Mal NUR Beiträge. Die Sendung variiert jedes Mal und wird wie ein Puzzle immer neu gedacht. 5 Sender der ARD drehen abwechselnd mit mir die Sendung. So bin ich jede Woche mit einem anderen Team unterwegs. Immer donnerstags gibt es eine Video-Konferenz mit den verschiedenen Redakteuren der Sender, wo die Themen besprochen werden. Eigentlich denkt sich das Oberthema immer der Sender aus, der für die jeweilige Woche dreht. Aber wenn mir noch etwas Interessantes dazu einfällt, kann ich dann auch meinen Senf dazugeben.

Was ist das Coolste an deinem Job? Was gefällt dir nicht so?

Also ich finde es total super im Journalismus, sich in die verschiedenen Themen einzugraben und Dinge zu verstehen, mit denen man sich vorher noch nicht so stark beschäftigt hat. Am liebsten mag ich auch so abstrakte Themen, wie zum Beispiel das Thema Licht oder das Thema Nacht oder das Thema Hochhäuser. Da kann man in alle möglichen Richtungen denken somit hat man die Freiheit alles Mögliche damit zu machen. Und ich finde es immer super, Leute zu treffen und mit denen zu reden. Mich nervt allerdings das Anreisen. Ich bin zwar total gerne unterwegs, aber ich hasse das Kofferpacken.

Welchen Projekten gehst du neben deiner Moderation bei ARTE noch nach?

Ich bin Sprecherin, für Hörspiele, Synchros und auch für Werbungen. Außerdem übernehme ich gelegentlich die Moderationen von Awards und Festivals zum Thema Kultur. Ich produziere meinen eigenen Podcast „Bestatten, Hauda“. Und dann machen mein Freund und ich französisch-englischen Indie-Pop in unserer Band namens Studïo bleu. Nicht um damit Geld zu verdienen, sondern weil es ein Herzens Projekt von uns ist. Ich mache alles, was so künstlerisch möglich ist.

Was begeistert dich an der Kulturarbeit?

Ich glaube durch den Musikjournalismus hat es mich schon immer begeistert, andere Menschen aus anderen Ländern mit anderen Ideen und Einflüssen kennenzulernen. Dieses Neu-Entdecken ist für mich total toll und auch wichtig. In der Kultur passieren auch unvorhergesehene Dinge, das finde ich auch ganz spannend.

Radio oder Fernsehen? Was magst du lieber?

Das ist super schwer zu beantworten, ich mag Fernsehen gern, aber ich glaube, da meine Wurzeln beim Lokalfunk sind, wird meine große Liebe weiterhin dem Radio gelten. Beim Radio kann ich als Moderator im Studio selbst die Technik bedienen und das mache ich halt sehr gerne. Ich mag es gerne, die Sendungen zu planen, die Knöpfe zu drücken, alles noch mal schnell innerhalb eines Titels umzuschreiben, mir noch einmal Gedanken machen, wenn irgendeine neue Info reinkommt und ich liebe halt Musik und mit Musik zu Arbeiten. Ich wollte nie zwangsweise ins Fernsehen um des Fernsehen willens.

Was wünschst du dir persönlich für die Zukunft?

Ich wünsche mir für uns alle ein bisschen mehr Leichtigkeit und Aufatmen nach allem, was gerade so in der Gesellschaft los ist. Ich habe das Gefühl alles ist so ein wenig Individualistisch und einzelgängerisch geworden und ich fände es toll, wenn es für alle wieder mehr positive Energien und Leidenschaft gibt.


Das Porträt basiert auf einem Interview mit Bianca Hauda.