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Über das Programm

Logo LehrkräftePLUS

Ziel des Programms „LehrkräftePLUS Siegen“ ist die Weiterqualifizierung von Geflüchteten, die bereits über einen Studienabschluss und erste Berufserfahrungen als Lehrer*in in ihrem Heimatland verfügen und in Deutschland weiter als Lehrer*in tätig sein möchten. Im Rahmen einer einjährigen Qualifizierung werden die vorhandenen sprachlichen, fachlichen und pädagogischen Kenntnisse und Fähigkeiten der Teilnehmer*innen aufgegriffen und mit Blick auf den Einsatz an Schulen in Deutschland erweitert.

Das Programm „LehrkräftePLUS Siegen“ wird zunächst zwei Qualifizierungsdurchläufe umfassen. Der erste Programmdurchgang beginnt Anfang Oktober 2020 und dauert bis September 2021. Im Oktober 2021 wird dann ein zweiter Durchgang starten, der wiederum ein Jahr dauert. Das Programm wird in Vollzeit an der Universität Siegen und an Schulen in der Region durchgeführt. Pro Durchgang können 25 Personen hieran teilnehmen.

Die Teilnahme am Programm ist kostenfrei. Alle Teilnehmenden werden für die Dauer der Weiterqualifizierung als Gasthörer*innen an der Universität eingeschrieben.

Flyer des Programms als PDF-Dokument öffnen

Programmelemente

Das Programm umfasst folgende Elemente: (Zum Öffnen der Übersicht als PDF-Dokument bitte auf die Grafik klicken)

Strukturplan Homepage

Deutsch-Kurse

  • Die Teilnehmer*innen werden in einem Deutschkurs im 1. Programmhalbjahr schrittweise auf das Niveau C1 geführt. Der Sprachkurs schließt mit der DSH-Prüfung (Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang) ab.
  • Im 2. Halbjahr wird die sprachliche Qualifizierung in einem berufs- und wissenschaftssprachlichen Sprachkurs fortgeführt. Die Inhalte beziehen sich insbesondere auf Kompetenzen und Routinen, um Deutsch als Unterrichtssprache einzusetzen.

Pädagogisch-didaktische Qualifizierung

Die Teilnehmer*innen erwerben pädagogische und didaktisch-methodische Kompetenzen für das Unterrichten, lernen das deutsche Bildungssystem kennen und beschäftigen sich mit Fragestellungen zu bspw. Unterrichtsplanung und -gestaltung, Classroom Management und Umgang mit Heterogenität.

Fachliche und fachdidaktische Vertiefung

  • Für jede*n Teilnehmer*in wird ein individuelles fachliches und fachdidaktisches Weiterbildungsangebot erstellt, das auf dem im Heimatland erworbenen Studienabschluss und den jeweiligen Vorkenntnissen aufbaut.
  • Die Weiterbildung im 2. Halbjahr erfolgt durch die Teilnahme an Lehrveranstaltungen und durch individuelle Coachings.
  • Das Angebot wird in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der lehramtsausbildenden Fächer der Universität Siegen geplant und durchgeführt.

Schulische Praxisphasen

Das Programm beinhaltet zwei Praxisphasen, die in Schulen der Region absolviert werden:

  • Ein zweiwöchiges Blockpraktikum am Ende des 1. Halbjahres vermittelt erste Einblicke in die Schulpraxis in Deutschland.
  • Im 2. Halbjahr wird ein begleitetes Praktikum durchgeführt, in dem die Teilnehmer*innen anfänglich im Unterricht hospitieren und später eigene Unterrichtsvorhaben planen und umsetzen. Jede*r Teilnehmer*in wird während des Praktikums von einem Mentor bzw. einer Mentorin in der jeweiligen Schule begleitet.
  • Die schulischen Mentor*innen werden im Rahmen eines Begleitprogramms auf ihre Tätigkeit vorbereitet.

Interkulturelle Bildung, Austausch und Vernetzung

  • Ein vielseitiges Begleitprogramm ermöglicht den Teilnehmer*innen, sich im Rahmen von Treffen und gemeinsamen Unternehmungen mit anderen Geflüchteten und Lehrer*innen mit Migrationshintergrund auszutauschen und zu vernetzen.
  • Die Teilnehmer*innen erwerben Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich der interkulturellen Bildung durch Teilnahme an Workshops und Vorträgen.

Studientandems

  • Den Teilnehmer*innen wird für die gesamte Dauer des Programms ein*e Lehramtsstudierende*r zur Seite gestellt. Regelmäßige Treffen der Tandem-Partner*innen sollen dem Austausch untereinander und der Klärung offener Fragen dienen.
  • Die Teilnehmer*innen können ebenso die Peer-to-Peer-Beratung der Lernwerkstatt Lehrer*innenbildung des ZLB in Anspruch nehmen.

Beratungsangebote

  • Während des gesamten Programmzeitraums werden die Teilnehmer*innen insbesondere mit Blick auf ihre beruflichen Anschlussperspektiven umfassend individuell beraten und begleitet.
  • Inhalte der Beratungsangebote können auch organisatorische und inhaltliche Fragen zum Programm sowie persönliche Anliegen der Teilnehmer*innen sein.

Optional: Individuelle Angebote zur Vertiefung

Nach dem Erwerb des Zertifikats können die Teilnehmer*innen zusätzliche Angebote wahrnehmen, um ihre beruflichen Kompetenzen weiterzuentwickeln und die Zeit bis zum Beginn des Anschlussprogramms „Integration von Lehrkräften mit Fluchthintergrund (ILF)“ der Bezirksregierung Arnsberg zu überbrücken. Die Angebote werden individuell auf die Teilnehmer*innen zugeschnitten.


Abschluss des Qualifizierungsprogramms

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Programms erhalten die Absolvent*innen ein Zertifikat. Um das Programm erfolgreich zu absolvieren, müssen die Teilnehmer*innen regelmäßig entsprechend den Regularien einer Lernvereinbarung, die mit jedem Teilnehmer bzw. jeder Teilnehmerin zu Beginn geschlossen wird, an allen Programmelementen von LehrkräftePLUS Siegen teilnehmen und die Prüfungsleistungen der einzelnen Elemente erfolgreich absolvieren.

Anschlussperspektiven

Bild LehrkräftePLUS

Bei LehrkräftePLUS Siegen handelt es sich um eine weiterqualifizierende Maßnahme, in der die Teilnehmer*innen für eine Tätigkeit als (Vertretungs-)Lehrer*in an einer weiterführenden Schule in Deutschland vorbereitet werden. Die Teilnahme am Programm bietet keine Garantie für eine direkte Tätigkeit oder eine unbefristete Anstellung als Lehrer*in. Während des gesamten Programmzeitraums werden die Teilnehmer*innen jedoch insbesondere mit Blick auf ihre beruflichen Perspektiven und Anschlussmöglichkeiten umfassend beraten und begleitet.

Ein erfolgreicher Programmabschluss eröffnet den Absolvent*innen die Möglichkeit, am anschließenden zweijährigen Qualifizierungsprogramm „Integration von Lehrkräften mit Fluchthintergrund (ILF)“ der Bezirksregierung Arnsberg teilzunehmen. Die Teilnehmer*innen von ILF werden für maximal zwei Jahre befristet und in Teilzeit an einer Schule als Lehrer*in angestellt und im Rahmen begleitender Fortbildungsmaßnahmen weiterqualifiziert. Mögliche Perspektiven nach einem erfolgreichen Programmabschluss sind eine Bewerbung auf eine Vertretungsstelle in einer Schule oder auf eine Stelle als Lehrer*in im Seiteneinstieg entsprechend der persönlichen und sprachlichen Voraussetzungen. Auch werden weitere Anschlussmöglichkeiten geprüft.