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M.A. Sozialwissenschaften in Europa

Das Studium

Das einjährige Masterstudium bietet Bachelorabsolvent*innen mit umfangreichen Vorkenntnissen im Bereich der sozialwissenschaftlich ausgerichteten Europastudien die Möglichkeit einer adäquaten Weiterqualifizierung in diesem Bereich.

Sozialwissenschaften in Europa vermittelt forschungsorientiertes, theoriegeleitetes und interdisziplinäres Wissen auf Basis des aktuellen internationalen Forschungsstandes in den Sozialwissenschaften. Im Mittelpunkt steht die Vermittlung von sachlichen und methodischen Grundlagen, um Forschung zu betreiben, Analysen kritisch zu beurteilen und verantwortungsvolle Lösungen zu erarbeiten. Der Fokus liegt dabei auf die Vielfalt der gesellschaftlichen und politischen Realitäten und die komplexen Transformations- und Transnationalisierungsprozessen der Gegenwart. Besonderes Augenmerk wird auf die enge Verbindung von Forschung und Lehre gelegt.

Die Masterarbeit im 1-Fachstudiengang Sozialwissenschaften in Europa soll im Themenfeld Europa, Transnationalisierung oder Globalisierung angesiedelt sein oder eine international vergleichende Perspektive einnehmen.

Zulassungsvoraussetzungen und Bewerbung

Für das Masterstudium Sozialwissenschaften in Europa werden in der Regel Absolvent*innen vierjähriger Bachelorstudiengänge mit integriertem Auslandsstudium im Umfang von 60 ECTS zugelassen, die mindestens eine Abschlussnote „gut“ (2,5) vorweisen können. Kenntnisse im Bereich der Europastudien, Globalisierung oder Transnationalisierung im Umfang von mindestens 36 LP müssen nachgewiesen werden.

Es gilt immer die aktuelle (Fach-)Prüfungsordnung.

Informationen zur Bewerbung und Einschreibung

Studienmodelle

Den Masterstudiengang Sozialwissenschaften in Europa können Sie ausschließlich als zweisemestrigen 1-Fach-Studiengang studieren.

Das Masterstudium ist ein Vollzeitstudium.

 

Module

Der Studiengang ist in Modulen organisiert. Nachstehend finden Sie eine Übersicht aller Module samt einer kurzen inhaltlichen Beschreibung. Beachten Sie: Welche Module in Ihrem Studium tatsächlich vorkommen werden, hängt vom gewählten Studienmodell ab und ob Sie den Studiengang als Kern- oder Ergänzungsfach studieren (s.o. unter Studienmodelle). Module können außerdem teils verpflichtend sein (Pflichtmodule) oder zur Auswahl stehen (Wahlpflichtmodule).

Modul 1 - Konzepte und Probleme der Sozialwissenschaften

Theorien, Ansätze und ausgewählte Probleme der Sozialwissenschaften; Wissenschaftstheorie

Modul 2 - Theorien der Sozialwissenschaften

Die Studierenden befassen sich anhand von Originaltexten und Sekundärliteratur mit ausgewählten soziologischen und politischen Theorien. Diese werden auch in ihrem ideengeschichtlichen Kontext diskutiert und kritisch eingeordnet. In Theorievergleichen werden u.a. begriffliche Konzeptionen, Grundannahmen und wissenschaftstheoretische Voraussetzungen, zentrale Hypothesen sowie Anknüpfungsmöglichkeiten empirischer Forschung behandelt.

Modul 3 - Statistik

  • Schließende Statistik: Grundlagen der Wahrscheinlichkeitstheorie; Zufallsvorgänge; diskrete und stetige Verteilungen von Zufallsvariablen; Punkt- und Intervallschätzung; Statistisches Testen; grundlegende Verfahren der inferenzstatistischen Prüfung von Zusammenhängen bzw. Unterschieden.
  • Multivariate Statistik: Faktorenanalyse; lineare und logistische Regression; gegebenenfalls weitere Regressionsmodelle.

Modul 4 - Methoden qualitativer Sozialforschung

Qualitative Methoden der Datenerhebung und Auswertung sowie ihre theoretischen Grundlagen, Archivierung und Aufbereitung qualitativer Daten, Umgang mit verbalen und visuellen Daten, Möglichkeiten der Methodenkombination, Forschungsstrategien und methodologische Grundlagen qualitativer Untersuchungen, besondere Anforderungen komparativer Untersuchungsanlagen, sozialwissenschaftliche Forschungsfragen und Theoriebildung mit Hilfe qualitativer Unter-suchungen, Präsentation und Diskussion qualitativer Forschungsergebnisse.

Modul 7 - Politische Akteure und Prozesse

Lobbyismus, politischer Protest, Parteien und Parteisysteme, politiktheoretische Perspektiven auf Macht und Herrschaft, Theorie und Empirie von Demokratie, Partizipation und Demokratisierung.

Modul 8 - Sozialstruktur

Bildung, Arbeit und Arbeitsmarkt, Migration und Integration, Familie und andere private Lebensformen, Sozialstrukturanalysen, soziale Ungleichheit

Modul 9 - Kommunikation, Identitäten und Kulturen

  • Forschungsgegenstände und Methoden der politischen Kulturforschung,
  • Analyse des Wandels politischer Kulturen in Deutschland
  • Analyse politischer Kulturen im internationalen Vergleich
  • Theorien der Entstehung kollektiver Identität
  • Medienwandel und Veränderungen politischer Kulturen
  • Medien und kollektive Identitäten
  • Ethnische Konflikte in modernen Gesellschaften
  • Theorien der (demokratischen) Öffentlichkeit

Modul 10 - Organisationen, Institutionen, Praktiken

Zum einen beschäftigt sich das Modul mit Differenzen zwischen Forschungsansätzen, die beanspruchen, Stabilisierung und Wandel sozialer Realität mit Rekurs auf Institutionen, Organisationen oder Praktiken zu erklären. Um Stärken, Schwächen und die Reichweite dieser konkurrierenden Erklärungsmuster herauszuarbeiten, werden Gegenstandsbereiche gewählt, die zum Schauplatz exemplarischer Auseinandersetzungen geworden sind (Wissenschaft und Technik, Bildung, Arbeit, Medien, Migration, Gesundheit, Verwaltung, Konflikt und Gewalt, Professionen u.a.).
Zum anderen werden die genannten Forschungsansätze vertiefend daraufhin befragt, inwiefern sie Aufschluss über Wechselwirkungen zwischen Institutionen (z.B. Differenzierung und strukturelle Kopplung), zwischen Organisationen (z.B. Organisationsfelder) oder zwischen heterogenen Praktiken (z.B. Kooperation über Grenzobjekte) geben. Hierbei gilt das Augenmerk auch Verknüpfungen zwischen den genannten Forschungsansätzen (z.B. intersystemische Organisationen; z.B. Praktiken der Rechtfertigung, Kritik und Bewertung).

Modul 12 - Masterkolloquium

Standards fortgeschrittenen sozialwissenschaftlichen Arbeitens; akademisches Schreiben, Vortragen und Diskutieren; methodische oder theoretische Vertiefung der mit der Masterarbeit zusammenhängenden Fragen.

Modul 14 - Masterprüfung

Ihr Masterstudium wird mit einer Masterarbeit und einer mündlichen Prüfung abgeschlossen.

 

Welche Module müssen belegt werden?

Sie belegen aus der o.g. Auswahl insgesamt 5 Module:

  • Sie müssen jeweils ein Modul aus folgenden Bereichen wählen: Modul 1-2, Modul 3-4, Modul 7-10.
  • Sie müssen außerdem verpflichtend Modul 12 und 14 belegen.
Detaillierte Informationen dazu finden Sie in den fachspezifischen Bestimmungen zur Prüfungsordnung und im Modulhandbuch.

Internationales

Im einjährigen Masterstudiengang Sozialwissenschaften in Europa sind keine Auslandsaufenthalte vorgesehen. Aber die Philosophische Fakultät verfügt über eine Vielzahl von internationalen Partnerschaften in Europa und Übersee. Die Mobilität von Studierenden wird innerhalb dieser Kooperationen im Rahmen des Erasmus+ Programms und Partnerschaftsverträgen ermöglicht und gefördert.

PHIL: International Affairs, das Büro für Internationales an der Philosophischen Fakultät, veranstaltet regelmäßig Informationsveranstaltungen zu Auslandsaufenthalten und zur Internationalisierung  für alle Studierenden der Fakultät, beispielsweise „Wege ins Ausland“ oder „International Career Day“ mit wechselnden thematischen Schwerpunkten. Weiterhin haben Sie an der Philosophische Fakultät die Möglichkeit, Ihre internationalen Kompetenzen bescheinigen zu lassen.

Weitere Informationen und Beratungszeiten finden Sie unter
www.uni-siegen.de/phil/internationales

Perspektiven

Der forschungsorientierte Studiengang vermittelt den Studierenden die notwendigen Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden, um in einem akademischen Tätigkeitsfeld verantwortungsbewusst zu arbeiten. Mögliche Arbeitgeber und Aufgabengebiete für Absolvent*innen sind beispielsweise international operierende Unternehmen, internationale Organisationen staatlicher und nichtstaatlicher Art (z.B. Institutionen der Europäischen Union), Agenturen und Medien internationaler und interkultureller Kommunikation, Beraterstäbe und Generalsekretariate von Stiftungen sowie anderen privatrechtlichen Organisationen, privatwirtschaftliche Forschungs- und Beratungsagenturen, Parteien, Verbände und nationale Nichtregierungsorganisationen, die öffentliche Verwaltung mit den besonderen Aufgaben der Analyse und Planung sozialer und kultureller Strukturen der Daseinsvorsorge und Bildung und Weiterbildung in Wissenschaft und Forschung.