Neue Publikation der DFG: Digitaler Wandel in den Wissenschaften
Darin ordnet sie zentrale Entwicklungen seit ihrem Impulspapier "Digitaler Wandel in den Wissenschaften" von 2020 ein und zeigt Perspektiven für Wissenschaft und Forschungsförderung auf. Neben weiteren Aspekten des digitalen Wandels von Wissenschaft wird auch der Bereich Forschungsdaten genannt, der aus Sicht der DFG weiter fortgeschritten ist als einige andere. Insgesamt liegt ein Fokus des Papiers auf Fördermittelgebern und wie sich deren Handeln zukünftig verändern wird. Die DFG sieht hierfür sechs zentrale Perspektiven und Aufgabenfelder:
- Förderung digitaler Grundlagen für die Forschung: Förderangebote und angepasste Förderverfahren (u. a. hinsichtlich Geschwindigkeit, Kürze, Risiko) zur Entwicklung und Konsolidierung digitaler Forschungsinfrastrukturen – etwa zu Forschungsdaten, Forschungssoftware, HPC oder KI-relevanten Datensätzen – werden für die Leistungsfähigkeit der Forschungslandschaft zunehmend essenziell.
- Weiterentwicklung wissenschaftsadäquater Bewertungskriterien: Neben Publikationen werden zunehmend auch Daten, Software, Modelle und digitale Workflows zu zentralen Outputs wissenschaftlicher Arbeit.
- Die DFG kann ihre Rolle als Brückenbauerin zwischen Disziplinen und Communitys stärken, indem sie Formate fördert, die den Austausch zwischen Digital Enablers und Anwendungsfächern sowie zwischen Infrastruktur und Forschung verbessert und interdisziplinäre Kooperationen erleichtert.
- Die DFG kann weiterhin eine gestaltende Rolle bei der Etablierung von Standards, Prinzipien und qualitätssichernden Mechanismen übernehmen – z.B. im Bereich FAIRer Forschungsdaten.
- Die DFG kann Impulse für nachhaltige Personal- und Karrierepfade setzen, die für den Betrieb, die Pflege und die Weiterentwicklung digitaler Ressourcen unverzichtbar sind, z.B. durch die Aufnahme und Nennung professionalisierter Rollen wie Data Stewards oder Research Software Engineers in Förderangeboten und Förderverfahren.
- Die DFG kann auf europäischer und internationaler Ebene dazu beitragen, deutsche Wissenschaftsinteressen im Kontext digitaler Souveränität, Datenzugang, Interoperabilitätsstandards und Infrastruktursicherheit zu vertreten.