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Jürgen Strothmann

Dr. Jürgen Strothmann

Geschichte - Alte Geschichte - Akademische*r Rat*Rätin

Büroadresse

AR-H 204
Ebene 2
Adolf-Reichwein-Straße 2
57076
Siegen

Sprechstunde

Nach Vereinbarung per Mail.

Kurzvita

1986 – 1992 Studium der Geschichte, Alten Geschichte und Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum

1992 Magister Artium

1992 - 1995 Wissenschaftliche Hilfskraft an der Ruhr-Universität Bochum (am Lehrstuhl für Spätmittelalterliche Geschichte) und an der Universität Dortmund (Soziologie)

27. Juni 1996 Promotion

1997 - 1999 Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Westfälischen Archivamt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe zur Edition einer Chronik zur westfälischen und europäischen Geschichte des 17. Jahrhunderts

2000 - 2002 angestellt im ThyssenKrupp Konzernarchiv in Duisburg

2003 - 2011 Lehrtätigkeit an der Universität Paderborn

2007 – 2009 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im interdisziplinären DFG-Projekt „Merowingische Monetarmünzen“ an der Universität Paderborn

Seit Mai 2011 Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Universität Siegen für Alte Geschichte und Mittelalterliche Geschichte

19. Juli 2013 Habilitation

Aktuelle Forschungsschwerpunkte

Allgemein:

  • Übergang von der Spätantike zum Frühen Mittelalter
  • Politische Antikenrezeption Politische Ideen in Antike und Mittelalter
  • Politische Ordnungen in der römischen Welt der Antike und des Mittelalters
  • Religions- und Theologiegeschichte

Konkret:

Karolingische Staatlichkeit

Die zentrale Frage richtet sich auf die Funktionsweise karolingischer politischer Ordnung, die als transpersonaler Verband von Familien und Kirchen untersucht wird.

Merowingische Monetarmünzen

Auf mehreren tausend kleinen Goldmünzen ist ein großer Bestand an Personen- und Ortsnamen des 7. Jahrhunderts überliefert, dessen Untersuchung Aufgabe eines DFG-Projektes unter Leitung von Prof. Dr. Jörg Jarnut in Paderborn war. Die Ergebnisse der Projektarbeit und einer Tagung zum Thema werden demnächst publiziert. Die Bedeutung der Münzen für das Verständnis des Epochenwandels in Gallien wird weitere Arbeiten notwendig machen.

Civitates in Gallien (1. Jh. v. Chr. – 8. Jh. n. Chr.)

Ausgehend von dem Projekt „Merowingische Monetarmünzen“ ist die Funktion der Civitates für die Kontinuität der politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und zivilisatorischen Bedingungen in Gallien nach dem Ende der römischen Herrschaft zu untersuchen.

Der Alpenraum zwischen Antike und Mittelalter

Der Alpenraum hat eine wesentliche Funktion für das Europa der Vormoderne. Die Frage ist, inwieweit dieser Raum bzw. seine verschiedenen Teilräume trennend oder verbindend wirken. Die Vermutung geht dahin, den Raum erst in karolingischer Zeit als politisch und kulturell erschlossen zu betrachten.

Publikationen

Kaiser und Senat. Der Herrschaftsanspruch der Stadt Rom zur Zeit der Staufer, Köln Wien 1998 (Beihefte zum Archiv für Kulturgeschichte 47)

Karolingische Staatlichkeit. Das karolingische Frankenreich als Verband der Verbände, Berlin Boston 2020 (Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 116)

Westfalen und Europa im 17. Jahrhundert. Die Chronik des Adolf Wilhelm Moerbecke zu Stevening, Münster 2000 (Westfälische Quellen und Archivpublikationen 22)

Die Merowingischen Monetarmünzen als Quelle zum Verständnis des 7. Jahrhunderts in Gallien, hg. zusammen mit Jörg Jarnut, Paderborn 2013 (MittelalterStudien 27)

Civitates, regna und Eliten. Die regna des Frühmittelalters als Teile eines ‚unsichtbaren Römischen Reiches‘, Berlin Boston 2021 (Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 124)

Das Konzil von Sens 1138 und die Folgeereignisse 1140. Datierung und Darstellung. Zur Verurteilung Abaelards, in: Theologie und Glaube 85 (1995), S. 238-254 und 396-410

Arnold von Brescia. Christentum als soziale Religion, in: Theologie und Glaube 87 (1997), S. 55-80

Der Löwe als Symbol für die Stadt Rom bis zu Ludwig dem Bayern, in: L’Aigle et le Lion dans le blason médiéval et moderne, Warszawa 1997, S. 69-84

Der Heilige als Haupt der Gesellschaft. Versuche der Stiftung kollektiver Identität in mittelalterlichen Gesellschaften, in: Fonctions sociales et politique du culte des saints dans les sociétés de rite grec et latin au Moyen Âge et à l’époche moderne. Approche comparative, hg. v. Marek Derwich und Michel Dmitriev, Wroclaw 1999, S. 21-42

Caesar und Augustus im Mittelalter. Zwei komplementäre Bilder des Herrschers in der staufischen Kaiser­idee, in: Tradita et Inventa. Beiträge zur Rezeption der Antike, hg. v. Manuel Baumbach, Heidelberg 2000, S. 59-72

Adventus und Triumphzug im nachantiken Europa. Zur Funktion mitgeführter Bilder, Fahnen und Wap­pen, in: „Heraldik - Bildende Kunst - Literatur“. Actes du XI. Colloque International d’Heraldique, hg. v. Georg Scheibelreiter und Michael Göbl, Wien 2002, S. 283-297

Overijssel en het westelijke Munsterland, de Niederlanden en het Stift Munster in de 17de eeuw, in de kroniek van Adolff Wilhelm Moerbecke zu Stevening, in: Overijsselse Historische Bijdragen 117 (2002), S. 87-102

Christus, Augustus und der mittelalterliche römische Kaiser in der staufischen Herrschaftstheologie. Von der Parallele Christus-Augustus bei Otto von Freising zu dem Kaiser als augustus und alter christus bei Petrus von Eboli, in: Archiv für Kulturgeschichte 84 (2002), S. 41-65

Luftschutzstollenbau der Gutehoffnungshütte Oberhausen AG in Oberhausen während des Zweiten Weltkriegs. Eine Mitteilung nach Akten aus dem Archiv der ThyssenKrupp AG (TKA), in: Ursprünge und Entwicklungen der Stadt Oberhausen. Quellen und Forschungen zu ihrer Geschichte 7 (2003), S. 193-200

Antike Herrscher, Herrschaftszeichen und -begriffe in der Rezeption des Mittelalters. Zum Aussagewert politischer Antikerezeption für die Untersuchung von Herrschaftsideen mittelal­terlicher Gesellschaften, in: Majestas 11 (2003), S. 3-30

Der „Schwarze Tod“ – Politische Folgen und die „Krise“ des Spätmittelalters, in: Pest. Die Geschichte eines Menschheitstraumas, hg. v. Mischa Meier, Stuttgart 2005, S. 179-198, z. T. abgedruckt in: Das Mittelalter. Materialien zur Geschichte und Geschichtskultur einer Epoche, hg. Martin Grohmann und Wolfgang Jäger (Kursheft Geschichte), Berlin 2007, S. 211f.

Der beherrschte Raum und seine Grenzen. Zur Qualität von Grenzen in der Zeit der Karolinger, in: Millennium 2 (2005), S. 255-269

Das Königtum Pippins als Königtum der Familie und die Bedeutung der Clausula de unctione Pippini, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Germanistische Abteilung 125 (2008), S. 411-429

Geschichtswissenschaft und soziales System. Zur Brauchbarkeit der Theorie selbstreferentieller sozialer Systeme, in: Im Angesicht der Barbaren. Für Jörg Jarnut, Aufsätze zusammengestellt von Guido M. Berndt, Manuel Koch und Jens Schneider, Paderborn 2008 (grau). S. 241ff.

Königsherrschaft oder nachantike Staatlichkeit? Merowingische Monetarmünzen als Quelle für die poli­tische Ordnung des Frankenreiches, in: Millennium 5 (2008), S. 353-381

Karl der Große, sein Gewissen und seine heilsgeschichtliche Rolle zwischen Fürstbistum und Luthertum. Der Streit zwischen Christian Nifanius und Nikolaus Schaten, 1670-1679. Eine Buchanzeige, in: Pader­borner Historische Mitteilungen 21 (2008), S. 37-40

Geschichte als Liturgie. Mittelalterliche Antikerezeption und die Rolle des benediktinischen Mönchtums, in: Macht des Wortes. Benediktinisches Mönchtum im Spiegel Europas, Ausstel­lungskatalog, 2 Bde., hg. v. Gerfried Sitar OSB und Martin Kroker, Regensburg 2009, Bd. 1: Essays, S. 219-225

Karolingische politische Ordnung als Funktion sozialer Kategorien, in: Der frühmittelalterliche Staat - europäische Perspektiven, hg. v. Walter Pohl und Veronica Wieser, Wien 2009 (Forschungen zur Geschichte des Mittelalters 16), S. 51-61

(Gemeinsam mit Nicole Eller und Sabine Hackl-Rössler) Personen- und Ortsnamen auf merowingischen Münzen des 7. Jahrhunderts. Das interdis­ziplinäre DFG-Projekt „Die merowingischen Monetarmünzen als interdisziplinär-mediävistische Herausforderung“ – eine Projektskizze. In: Namen des Frühmittelalters als sprachliche Zeugnisse und als Geschichtsquellen, hg. v. Albrecht Greule und Matthias Springer, Berlin New York 2009 (RGA Ergänzungsbände 66), S. 121-136

Das 7. Jahrhundert in neuem Licht. Merowingische Monetarmünzen als Quelle für eine nachantike Gesellschaftsordnung Galliens, in Nouvelle Revue d’Onomastique 54 (2012), S. 89-110

Einleitung – Münzen, Epochenwandel und Interdisziplinarität, in: Die Merowingischen Monetarmünzen als Quelle zum Verständnis des 7. Jahrhun­derts in Gallien, hg. v. Jörg Jarnut und Jürgen Strothmann, Paderborn 2013 (MittelalterStudien 27), S. 13-20

Civitas-Hauptorte und ihre Benennungen als Quelle für den Wandel der politischen Struktur Galliens bis zum 8. Jahrhundert, in: Die Merowingischen Monetarmünzen als Quelle zum Verständnis des 7. Jahrhun­derts in Gallien, hg. v. Jörg Jarnut und Jürgen Strothmann, Paderborn 2013 (MittelalterStudien 27), S. 613-628

Der Münzfund von Ilanz, die Funktion des Geldes und die Herrschaft Karls des Großen über Churrätien, in: Wandel und Konstanz zwischen Bodensee und Lombardei zur Zeit Karls des Großen. Kloster St. Johann in Müstair und Churrätien, hg. v. Hans-Rudolf Sennhauser, Zürich 2013 (Acta Müstair. Kloster St. Johann 3), S. 239-249

Susa und Aosta als merowingische Münzorte. Zu den Bedingungen der Kulturen im ‚Alpenraum‘ in Antike und frühem Mittelalter, in: Lingua e Cultura nelle Alpi. Studi in onore di Johannes Kramer, hg. v. Maria Giovanna Arcamone = Archivio per l’Alto Adige 106-107 (2012-2013), Firenze 2013, S. 693-713

Wer ist das Reich? Überlegungen zur Funktionsweise des karolingischen Ordnungsgefüges, in: ‚Nationes‘, ‚Gentes‘ und die Musik im Mittelalter, hg. v. Frank Hentschel und Marie Winkelmüller, Berlin Boston 2014, S. 73-88

Das Augustusnomen Karls des Großen und das karolingische Imperium, in: Namenkundliche Informationen 103/104 (2014), S. 267-287

Identität als Frage von Recht und Kultur. Das Römische Reich als „Vielvölkerstaat“, in: Diagonal 37 (2016), S. 15-29

Merowingischen Monetarmünzen und die Gallia im 7. Jahrhundert. Münzorte und Monetar­namen, in: Die merowingischen Monetarmünzen als interdisziplinär-mediaevistische Herausforderung. Historische, numismatische und philologische Untersuchungen auf Grundlage des Bestandes im Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, hg. v. Albrecht Greule, Jörg Jarnut, Bernd Kluge und Maria Selig unter Mitwirkung von Jürgen Strothmann, Paderborn 2017 (MittelalterStudien 30), S. 11-70

Kommentare zu einigen Hauptorten, in: Die merowingischen Monetarmünzen als interdisziplinär-mediae­vistische Herausforderung. Historische, numismatische und philologische Untersuchungen auf Grundlage des Bestandes im Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, hg. v. Albrecht Greule, Jörg Jarnut, Bernd Kluge und Maria Selig unter Mitwirkung von Jürgen Strothmann, Paderborn 2017 (MittelalterStudien 30), S. 403-446

Freiheit und Sicherheit in der europäischen Geschichte – Anmerkungen zur Komplementarität eines Gegensatzes, in: Diagonal 38 (2017), S. 25-37

Burgund und das « unsichtbare Römische Reich » im Spiegel der sogenannten merowingischen Monetarmünzen. Eine Anmerkung, in: Bulletin du centre d’études médiévales d’Auxerre (BUCEMA) [En ligne], 21.2 | 2017, mis en ligne le 07 février 2018, consulté le 10 février 2018. URL : http://journals.openedition.org/cem/14848 ; DOI : 10.4000/cem.14848

Augustus and the Carolingians, in: Afterlives of Augustus, AD 14-2014, hg. v. Penelope J. Goodman, Cambridge 2018, S. 138-151

The Evidence of Numismatics: 'Merovingian' Coinage and the Place of Frankish Gaul and Its Cities in an 'Invisible' Roman Empire in: Oxford Handbook of the Merovingian World, hg. v. Bonnie Effros und Isabel Moreira, Oxford 2020, S. 797-818

Das ‚unsichtbare römische Reich‘. Zum Fortbestehen eines Raumes über seine Todesanzeige hinaus, in: „Rechtsräume“. Historische und archäologische Annäherungen, hg. v. Caspar Ehlers und Holger Grewe, Frankfurt am Main 2020 (Rechtsräume 4), S. 217-233

Civitates, regna und Eliten. Einführende Bemerkungen zum Konzept eines ‚unsichtbaren Römischen Reiches‘, in: Civitates, regna und Eliten. Die regna des Frühmittelalters als Teile eines ‚unsichtbaren Römischen Reiches‘, Berlin Boston 2021 (Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 124), S. 1-10

Das ‚unsichtbare Römische Reich‘ als Verbund der Kleinstaaten. Bedingungen von Kontinuität und Autonomie römischer Kolonien im Westen des Römischen Reiches am Beispiel von Urso in Spanien, in: Civitates, regna und Eliten. Die regna des Frühmittelalters als Teile eines ‚unsichtbaren Römischen Reiches‘, Berlin Boston 2021 (Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 124), S. 15-31

Münzen und Münzprägung als Quelle für politische Kommunikation im frühmittelalterlichen Gallien, in: Civitates, regna und Eliten. Die regna des Frühmittelalters als Teile eines ‚unsichtbaren Römischen Reiches‘, Berlin Boston 2021 (Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 124), S. 155-173

Römische Staatlichkeit und Kontingenz(bewältigung), in: Kontingenzerfahrungen und ihre Bewältigung zwischen imperium und regna. Beispiele aus Gallien und angrenzenden Gebieten vom 5. bis zum 8. Jahrhundert, hg. v. Matthias Becher und Hendrik Hess, Göttingen 2021, S. 51-73

Einige Rezensionen in verschiedenen Zeitschriften.

in „Der Neue Pauly. Realenzyklopädie der klassischen Altertumswissenschaften:

Kaiser, Bd. 6

im rezeptionsgeschichtlichen Teil:

Apotheose, Bd. 13, Sp. 159-161

Herrscher, Teile A (Formen antiker Herrschaft und ihre Bedeutung für die spätere Rezeption) und B (Ausgewählte antike Herrscher), Bd. 14 (2000), Sp. 362-413

Karolingische Renaissance, Bd. 14 (2000), Sp. 816-821

Staufische Renaissance, Bd. 15/3 (2003), Sp. 272-282

Alle Artikel in englischer Übersetzung in: Brills New Pauly