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Lehrerfortbildung / Tagung Geschichte 2020

 

Wohlstand, Glück, Fortschritt: Historische Dimensionen des guten Lebens


FORTBILDUNG/TAGUNG FÜR LEHRERINNEN UND LEHRER

 HISTORICA ET DIDACTICA 

am 20. und 21. Mai 2022

 

Ziel der Fortbildungsreihe HISTORICA ET DIDACTICA ist es, Unterrichtenden des Faches Geschichte aller Ausbildungsphasen und Qualifikationsstufen aktuelle Forschung und die Arbeit mit neuen Quellen zu ausgewählten Themen zunächst in Fachvorträgen vorzustellen. In anschließenden Workshops reflektieren die Referentinnen und Referenten zusammen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Umsetzungsmöglichkeiten im Unterricht.

Im Mittelpunkt der Fortbildung 2022 zu „Wohlstand, Glück, Fortschritt: Historische Dimensionen des guten Lebens“ steht die materiell-dingliche Seite des guten Lebens mit seinen sensorischen Qualitäten. Was macht das gute Leben aus, wie sollte es aussehen, sich anfühlen, schmecken oder riechen? Welche Vorstellungen des guten Lebens stehen hinter der Ausstattung mit Dingen des täglichen Bedarfs oder der Gestaltung von Umwelt? Diese Fragen haben durch alle Epochen hinweg eine hohe Relevanz für Alltag, Wirtschaft und Politik und wurden und werden häufig kontrovers diskutiert. Wir fragen zum einen nach individuellen und gesellschaftlichen Vorstellungen von gutem Leben in seiner konkreten Manifestation und zum anderen nach den Wegen, dieses gute Leben herzustellen bzw. zu erreichen.

Das Thema widmet sich damit einem Bereich der Kulturgeschichte, der eine Vielzahl neuer inhaltlicher und methodischer Perspektiven für den Geschichtsunterricht bietet. Inspiriert von der kulturwissenschaftlichen Kritik an der Text- und Sprachzentriertheit der Geschichtswissenschaft möchte die Tagung ein Bewusstsein darüber schaffen, dass die Konstruktion menschlicher Wirklichkeiten, als die wir Geschichte verstehen, nicht nur durch kognitive Vorgänge erfolgte. Materielle Umgebungen und Kulturen strukturieren menschliches Handeln und stellen auch über die klassischen sprachlichen Wissensmedien hinaus eine Vielzahl von historischen Überlieferungen zur Verfügung, die uns helfen, Vergangenheiten in ihrer Dynamik besser zu verstehen.

Materielle Zugänge zur Vergangenheit bieten facettenreiche und spannende Möglichkeiten und Perspektiven für die Vermittlung historischen Wissens in der Schule. Eine Beschäftigung mit nicht-textbasierten Formen der Kommunikation und Interaktion (z.B. Bilder, Objekte, Substanzen) macht Geschichte anders erfahrbar. Die bestehenden Inhalte der Lehrpläne können in neuer Weise erschlossen werden, sei es an außerschulischen Lernorten, über thematische Längsschnitte, fächerübergreifenden Unterricht oder Unterrichtsprojekte.