Hochschulaktionstag 2026 in Siegen: Wissen verschwindet
Die mangelnde Hochschulfinanzierung macht sich überall bemerkbar: In heruntergekommenen Gebäuden, schlechten Arbeits- und Studienbedingungen, Stellenkürzungen, hoher Fluktuation in der Lehre, mehr Befristungen - und nicht zuletzt im schlechteren Mensaessen.
Erst kürzlich hat das Land NRW den Hochschulen weitere 120 Mio. € an Grundfinanzierung gestrichen. Diese Kürzung führt ganz konkret dazu, dass Stellen nicht mehr besetzt und Verträge nicht verlängert werden - im wissenschaftlichen Mittelbau, in der Verwaltung und bei studentischen Hilfskräften. Doch genau diese Mittel werden dringend benötigt, um die Universität als Ort der Bildung und des Wissens aufrechtzuerhalten. Zudem fehlen Investitionen zur Ausstattung der Hochschulen. Ohne ausreichende Grundfinanzierung können Hochschulen ihrem Auftrag nicht gerecht werden, den auch die Universität Siegen immer groß bewirbt: Menschen durch Wissen verbinden.
Denn die Realität sieht anders aus: Es gibt unbezahlte Überstunden, weniger Seminare und Tutorien, Arbeit bleibt liegen. Wichtige Anschaffungen für Lehre und Forschung können nicht getätigt werden, die Infrastruktur verfällt und studentische Beschäftigte haben noch nicht einmal einen Tarifvertrag.
"Wissen verbindet" - aber um das sicherzustellen, braucht es gute Arbeitsbedingungen und Investitionen: Dazu zählt eine faire Behandlung und ein voll besetztes Kollegium, genauso wie die Investitionen in die Universitäten als Lern- und Arbeitsorte, um einen lebendigen Campus zu erhalten und ein angemessenes Arbeitsumfeld zu schaffen.
Denn die Folgen des Sparkurses spüren wir - Beschäftigte und Studierende - jeden Tag: Am Arbeitsplatz, im Seminarraum, in der Vorlesung und auf dem Campus. Und deshalb gehen wir gemeinsam am Hochschulaktionstag, dem 28.01., auf die Straße - du auch?