THz Bildgebung
Terahertz Bildgebung findet Anwendung in vielen Bereichen wie z.B. bei der zerstörungsfreien Materialprüfung zur Qualitätssicherung und Überwachung in einer laufenden Produktion oder mittels Stichproben in einer Laborumgebung, in der Sicherheitstechnik bei der Sicherheitsüberprüfung von Personen oder der Sicherheitskontrolle von Frachtgut, in der Medizin usw.
Am Lehrstuhl kommen für die Forschung aktive 3D Bildgebungssysteme zum Einsatz, die sowohl aus einem Sender und einem Detektor bestehen, die eine Probe rasternd in zwei Dimensionen abscannen und dabei an jeder Position ein Tiefenprofil aufnehmen, als auch Systeme mit mehreren Sendern und Detektoren zur parallelen Aufnahme. Der rasternde Scan erfordert lange Messzeiten. Sind kürzere Messzeiten erforderlich, beispielsweise zur in-line Qualitätssicherung während eines Produktionsprozesses, sind diese nur durch Systeme mit mehreren Sendern und Detektoren und einer damit einhergehenden Parallelisierung bei der Datenakquise und einer numerischen bzw. synthetischen Bildrekonstruktion realisierbar.
In der Gruppe sind umfangreiche Erfahrungen entlang der Konzeptionierung, der Entwicklung, dem Aufbau und der Demonstration dieser Bildgebungssysteme vorhanden.
Die Forschungsschwerpunkte liegen im Design der Bildgebungsgeometrie, wie z.B. dem Sparse Array MIMO Design, der parallelen simultanen Echtzeit-Signalakquisition und Signalverarbeitung von THz-Daten sowie der 3D-synthetischen Bildrekonstruktion und dessen Optimierung. Um Terahertz-Bildgebungssysteme zukünftig möglichst kostengünstig realisieren zu können, werden Alternativen zu den klassischen Terahertz-Quellen und Empfängern evaluiert. Dazu werden Technologien basierend auf SiGe- und III-V-Halbleitern untersucht.