Sinti* und Roma* in der bundesdeutschen Hochschullandschaft – Bestandsaufnahme über den Kampf gegen Antiziganismus an Hochschulen und Universitäten
Veranstaltung mit Radoslav Ganev (Romanity e.V.) im Rahmen der Reihe Antisemitismus, Antiziganismus & Politische Bildung, organisiert vom POLIS und Referat Chancengerechtigkeit der Universität Siegen.
Ergebnisse einer bundesweiten Studie
Sinti*zze und Rom*nja sind auch im tertiären Bildungsbereich strukturellen und alltäglichen Diskriminierungen ausgesetzt, die sich aus historischen und intergenerationellen Ausschlusserfahrungen, ungleichen Startbedingungen sowie mangelndem institutionellen Wissen zu Antiziganismus ergeben. Hochschulzugang und -integration sind für viele Erstakademiker*innen aus der Minderheit mit zusätzlichen Barrieren verbunden; die Offenlegung der Zugehörigkeit („Outing“) wird häufig vermieden. Diskriminierung zeigt sich sowohl im direkten Kontakt zu Lehrenden und Studierenden als auch in institutionellen Strukturen (z.B. BAföG-Verfahren, unkritische Literaturbestände). Antidiskriminierungsstellen existieren an vielen Hochschulen, sind jedoch oft wenig sichtbar, selten auf Antiziganismus spezialisiert und vielfach unterausgestattet.
Radoslav Ganev gibt Einblicke in eine von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes geförderte und in Kooperation mit dem Studierendenverband der Sinti und Roma in Deutschland (SVSRD) sowie RomAnity e.V. und der Universität Vechta erstellte Studie (2025) sowie darin beschriebenen Handlungsempfehlungen sowie Forschungsbedarf.
Alles auf einen Blick
Zugangsdaten zur Online Veranstaltung
Meeting-ID: 611 9582 1993
Kenncode: ai?UbN0D
Weiterführende Links
Zentrum für politische und soziologische Bildung POLIS
Fachbeitrag zu den Ergebnissen der Studie