Sprache verbindet: Kooperative kommunikative Praktiken in Mediengesellschaften
Im Fokus der Tagung stehen alle Arten von sprachlich-kommunikativen Medienpraktiken (im weitesten Sinne), mit denen (mehr oder weniger) situationsgerecht Handelnde auf eine Ermöglichung von Kooperation und/oder nachhaltige Beförderung von Zusammenhalt hinarbeiten oder der Produktion gesellschaftlicher Differenzkategorien entgegenwirken.
Über die Tagung
Auch eine Tagung stellt eine kooperative kommunikative Praktik sui generis dar. Dies wird besonders augenfällig, wenn es sich nicht nur um eine wissenschaftliche Fachtagung handelt.
Wir haben diese Tagung anlässlich des 60. Geburtstags von Stephan Habscheid organisiert und freuen uns sehr, mit den Referent*innen und allen Tagungsteilnehmer*innen in vertiefte Diskussionen zu spezifischen und u. E. je sehr passenden Aspekten rund um kooperative kommunikative Praktiken einsteigen zu können.
Leitfragen der Tagung:
- Welche interaktionalen, sprachlichen und kommunikativen (Medien-)Praktiken, die auf die Ermöglichung von Kooperation und die nachhaltige Stärkung von gesellschaftlichem Zusammenhalt zielen (oder als solche gewertet werden können), lassen sich in unterschiedlichen Anwendungsfeldern finden?
- Wie wird sprachlich der Produktion gesellschaftlicher Differenzkategorien entgegengewirkt bzw. wie werden diese diskursiv und/oder interaktional bearbeitet?
- Lassen sich in einer medial durchdrungenen Welt überhaupt noch medial vermittelte und nicht-vermittelte Interaktionen voneinander trennen? Welche sprachlichen Verfestigungen und Spezifika lassen sich identifizieren?
Alles auf einen Blick
Referent*innen und Vortragstitel
- Prof. Dr. Ruth Ayaß (Bielefeld): Wie ein Kalendereintrag entsteht
- Prof. Dr. Heike Baldauf-Quilliatre (Lyon): Zuschauen als soziale Praxis – außerhalb der Medienrezeption
- Prof. Dr. Monika Dannerer (Innsbruck): „Wir von ...“ Filme auf Unternehmenshomepages als Mittel zur Herstellung von Zusammenhalt
- Prof. Dr. Arnulf Deppermann (Mannheim): Kooperation im Straßenverkehr
- Prof. Dr. Maija Hirvonen (Tampere): Kooperation inter- und transdisziplinär: Wie ein gemeinsames Ziel Wissenschaft und Praxisfelder zusammenhalten kann
- Prof. Dr. Werner Holly (Chemnitz): Wissing bei Lanz: Wie man der Versuchung destruktiver Praktiken widersteht
- Prof. Dr. Niels Werber (Siegen): Aufmerksamkeit beim Sprecherwechsel. Systemtheoretische Überlegungen zu einem sprachwissenschaftlichen Problem