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Populäre Musik und Gender Studies

Wir setzen uns mit populärer Musik in ihren ästhetischen, sozialen, historischen und globalen Dimensionen auseinander. Damit tragen wir zur Untersuchung gesellschaftlicher Aushandlungen von Themen wie Migration, Nachhaltigkeit und sozialer Ungleichheit bei. Ein Schwerpunkt liegt in der Erforschung von Gender-Aspekten musikalischer Praktiken und Produkte. Unsere Lehre ist Teil der Musik-Lehrkräftebildung, der kulturellen Bildung (BA- und MA-Studiengänge) und des Gender-Studies-Zertifikats.

Abbildung Mikrofon

Unser Profil in Forschung und Lehre

Popular Music Studies beschäftigen sich mit verschiedenen Begriffen von populärer Musik, die nicht immer kongruent sind. Von Afrobeat(s) über Bossa Nova, Hardcore Punk, Hip Hop, Jazz, Pop bis Soul u. v. m. wird Musik, die weder der klassischen westlichen Kunstmusik noch sogenannter traditioneller Musik zugehört, in Fachdiskursen dem Meta-Genre ‚populäre Musik‘ zugeordnet. Zugleich kann all jene Musik als populär gelten, die von vielen beachtet wird. Weil wir von einem weiten Begriff des Populären ausgehen, setzen wir uns ebenso mit Mainstream-Pop auseinander wie mit Metal oder Schlager. Und weil wir populäre Musik in ihren globalen Dimensionen in den Blick nehmen, forschen wir u. a. zu westafrikanischem Highlife.

Populäre Musik ist in vielerlei Hinsicht gesellschaftlich relevant. Das hat mit der großen Aufmerksamkeit zu tun, die dem Populären zukommt, aber auch mit gesellschaftspolitischen Aspekten, die in und mit Musik ausgehandelt werden. Insbesondere populäre Musik fordert zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen über Themen wie Migration, Nachhaltigkeit und soziale Ungleichheit heraus. Unser Schwerpunkt im Bereich Gender Studies beinhaltet die Beschäftigung mit Diskursen über und performativen Darstellungen von Geschlechtsidentitäten im Zusammenhang mit Musik. Die Kategorie Gender betrachten wir in ihren intersektionalen Relationen zu anderen Differenzkategorien wie ‚class‘ oder ‚race‘ sowie hinsichtlich ihrer soziokulturellen Bedeutung in diversen Gesellschaften und in ihrer Geschichtlichkeit.

Ausgehend von einer Verortung in den Musikwissenschaften ist unsere Arbeit über die Popular Music Studies und Gender Studies sowie durch Verbundforschung am SFB 1472 „Transformationen des Populären“ interdisziplinär ausgerichtet. Unser weites methodisches Spektrum umfasst kulturhistorische und musikethnologische Ansätze, Diskursanalysen,Analysen von Medien, Intermedialität und Performances unter besonderer Berücksichtigung von Sound sowie Ansätze der Environmental Humanities und der qualitativen Sozialforschung. Forschung ist für uns ein kollaborativer Prozess, der von der Vernetzung mit anderen Disziplinen, Standorten und internationalen Partnerschaften profitiert, u. a. durch die Mitarbeit am Gestu_S und die Kooperation mit dem Music Department der University of Ghana.

In der Lehre bieten wir neben etablierten diskursiven Veranstaltungsformen diverse Werkstattformate an, in denen theoretisch-reflexive und künstlerisch-praktische Elemente kombiniert werden. Unser Lehrangebot richtet sich an alle Studiengänge der Musik-Lehrkräftebildung, an Studierende, die sich im BA Soziale Arbeit und im MA Erziehungswissenschaft mit kultureller Bildung beschäftigen, sowie an alle, die das Zertifikat „Gender Studies“ erwerben möchten. Im Forschungsforum Populäre Musik gestalten wir gemeinsam mit Lehrenden, Mitarbeitenden und Studierenden der Bergischen Universität Wuppertal und der Hochschule für Musik und Tanz Köln einen Raum zur Unterstützung von Qualifikationsarbeiten und zur akademischen Vernetzung.


 

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Heesch

Prof. Dr. Florian Heesch

Professor*in Populäre Musik und Gender Studies
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Dr. des Theresa Nink

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in
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Helene Heuser

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in
Yalda Yazdani

Yalda Yazdani

Gastwissenschaftler*in

Kontakt zur Arbeitsgruppe

Postadresse

Universität Siegen
Fakultät II Bildung, Architektur, Künste
Institut Musik
Adolf-Reichwein-Str. 2

57068 Siegen

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AR-B Ebene 2-3
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Weitere Informationen

Bitte wenden Sie sich an Katrin Daniel (Sekretariat).