Am Lehrstuhl für Tragkonstruktion der Universität Siegen wird gemeinsam mit dem Unternehmen Glaszentrum Weber + Wagener GmbH & Co. KG aus Freudenberg ein Mehrscheiben-Isolierglas mit biobasierten Dichtstoffen im Randverbund entwickelt, um die Umweltfreundlichkeit und damit die Nachhaltigkeit von wärmedämmenden Verglasungen deutlich zu erhöhen.
Die Funktion eines Mehrscheiben-Isolierglases als wärmedämmendes Element in der Gebäudehülle ist maßgeblich von der Dauerhaftigkeit des Randverbundes abhängig. Die momentan in der Produktion eingesetzten Dichtstoffe enthalten allerdings Gefahrenstoffe, wie beispielsweise Quecksilber, und gelten dadurch nicht als umweltfreundlich. Der Einsatz von nachhaltigen Dichtstoffen im Randverbund eines Mehrscheiben-Isolierglases nimmt dadurch an Bedeutung zu.
Nachhaltige Dichtstoffe sind biobasierte Materialien, die bei der Herstellung und der Anwendung keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt aufweisen. Im Vergleich zu herkömmlichen Dichtstoffen sind weniger schädliche Chemikalien und biologisch abbaubare Bestandteile enthalten. Mit einem biobasierten Dichtstoff im Randverbund eines Mehrscheiben-Isolierglases lassen sich umweltfreundliche Verglasungen realisieren.
Informationen
Projekttitel: Entwicklung von Mehrscheiben-Isoliergläsern mit biobasierten Dichtstoffen im Randverbund
Projektleitung: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Thorsten Weimar
Projektbearbeiter: M.Sc. Mika Mangelsen
Projektpartner: Glaszentrum Weber + Wagener GmbH & Co. KG, Freudenberg
Projektförderer: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), Berlin
Projektträger: AiF Projekt GmbH, Berlin
Projektform: ZIM-Kooperationsprojekt
Projektlaufzeit: 03/2026 bis 02/2028