In dem von der Universität Siegen geförderten Forschungsprojekt wird die technische Realisierbarkeit eines neuartigen Sandwichelements für den Einsatz in der Fassade untersucht. Das Konzept sieht einen dreischichtigen Aufbau mit Tragschale aus Stahlbeton oder Ultrahochleistungsbeton, Dämmstoffschicht und Vorsatzschale aus farbigen Glas vor, der den hohen Anforderungen an Ästhetik, Dauerhaftigkeit, Energieeffizienz und Witterungsschutz genügt.
Im Vergleich zur konventionellen Bauweise mit einer zusätzlichen Vorsatzschale aus Stahlbeton sind dadurch deutlich schlankere Aufbauten möglich. Auf mechanische Verbundmittel zur Herstellung des Kraftschlusses zwischen Vorsatzschale und Tragschale wird ebenso verzichtet wie auf eine zusätzliche Verklebung.
Die Übertragung der Zug- und Schubkräfte zwischen den einzelnen Schichten erfolgt ausschließlich durch Adhäsionsverbund, der durch Anschäumen des Dämmstoffs beziehungsweise Aufbringen des Frischbetons realisiert wird. Diese in der Großtafelbauweise neuartige Fügetechnik bietet zahlreiche konstruktive und wirtschaftliche Vorteile und eröffnet neue Möglichkeiten der Fassadengestaltung.
Informationen
Projekttitel: Verbund in Glas-Hartschaum-Beton-Sandwichelementen
Projektleitung: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Thorsten Weimar
Projektbearbeiter: M.Eng. Christian Hammer
Projektpartner: Lehrstuhl für Massivbau, Universität Siegen
Projektförderer: Universität Siegen
Projektträger: Universität Siegen
Projektlaufzeit: 11/2016 bis 01/2017