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LeiBat Konsortium

Um das Projekt LeiBat erfolgreich realisieren zu können, arbeitet der Lehrstuhl für Fahrzeugleichtbau mit vier Industriepartnern aus ganz Deutschland eng zusammen. 

Logo LeiBat Konsortium

Lage der Projektpartner in Deutschland

Standorte LeiBat

Projektpartner - LeiBat

Leibat FLB

Universität Siegen

Lehrstuhl für Fahrzeugleichtbau

AP1, AP2, AP3, AP4, AP8, AP9

Die Universität Siegen (USIEGEN) übernimmt als Projektkoordinator mehrere zentrale Rollen. Sämtliche Arbeiten werden durch den Lehrstuhl für Fahrzeugleichtbau (FLB) durchgeführt. Als eines der größten Institute im Fachbereich Maschinenbau leistet der FLB wesentliche Beiträge sowohl in der akademischen Forschung als auch in der industriellen Anwendungstechnik. So komplex wie ein modernes Fahrzeug ist, so interdisziplinär sind auch die Forschungsfelder des FLB.

Die experimentellen Kapazitäten reichen von der Materialcharakterisierung (Stahl, Aluminium, FVK) unter quasistatischen und dynamischen Crashlasten bis hin zu zahlreichen Komponentenprüfständen. Dazu gehören ein Crashschlitten (bis 50 km/h) für komplette Karosserien, Falltürme, Betriebsfestigkeitsprüfstände, Klima- und Korrosionsprüftechnik sowie eine Mittelfrequenz-Schweißmaschine.

Zudem ermöglichen moderne Anlagen zur Blechumformung mit verschiedenen Heizsystemen sowohl Kalt- als auch Warmumformung. Ein Ofen bis 1100 °C, ein Vakuumofen, Induktions-, Infrarot- und Plattenheizungen stehen für das Projekt bereit. Für die Werkzeugtemperierung ist ein Hochdrucksystem (10 bar, Heißwasser bis 180 °C) mit schnellem Temperaturwechsel zur Wasserkühlung vorhanden. Digitale Bauteilvermessung (KMG) ist ebenfalls verfügbar. Diese Expertise wird mit virtuellen Methoden wie CAD-und Finite-Elemente-Simulationen unter Verwendung fortschrittlicher Modelle und Materialkarten kombiniert.

In der Rolle als Koordinator ist der FLB für das Projektmanagement verantwortlich, einschließlich der Sitzungskoordination und der Sicherstellung eines reibungslosen Projektablaufs. Dank der Erfahrung mit nationalen und internationalen Forschungsprojekten verfügt der FLB über die notwendige Kompetenz für ein professionelles Projektmanagement.

Leibat Eckerle

Eckerle Formen- und Werkzeugbau

Werkzeugbauer

AP2, AP7

Als mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen steht ECKERLE für höchste Qualität und Präzision in den Kernbereichen Formenbau, Spritzguss sowie Industrielackierung und garantiert durch einen Stamm hochqualifizierter Mitarbeiter sowie die zentrale Lage in Herzen von Bayern eine exzellente Kundennähe. Das umfangreiche Leistungsportfolio umfasst die gesamte Prozesskette von der Teileentwicklung und Konstruktion über den hochspezialisierten Formen- und Werkzeugbau inklusive Prototyping bis hin zur Montage komplexer Baugruppen und der Veredelung von Oberflächen. Mit besonderer Expertise in den Bereichen PMMA, Struktur- sowie Chromoberflächen im Hochglanz, Folien-, Stoff- und Aluminiumhinterspritzung von die Fertigung von Spritzgusswerkzeugen bis 25.000kg im eigenen Haus und verschiedenste Spritzgussanwendungen wie z.B. 2-K-Spritzguss mit einer Schließkraft von bis zu 3.200 to ab Mitte 2026 sowie modernster Prüftechnik, wie rheologischen Untersuchungen und hauseigenen optischen 3D-Messtechnik sowie 3D-Koordinaten-Messmaschinen, sichert ECKERLE höchste Funktionsstandards für renommierte TIER1-Lieferanten und OEMs der Automobilindustrie. Am Standort Weißenburg wird dieses Spektrum durch hochwertige Industrielackierungen für Exterieur- und Interieur-Kunststoffteile in Hochglanz-, Dekor- oder Softlackoptik perfekt abgerundet, wodurch ECKERLE als ganzheitlicher Partner für innovative und oberflächenveredelte Bauteillösungen agiert.

Leibat Erwin Quarder

Erwin Quader

Temperaturmanagement

AP5, AP6

Fa. EQ ist OEM und 1st Tier Lieferant für u.a. Thermomanagementsysteme für Leistungselektronik und Batterien in BEVs. Sie verarbeitet sowohl Kunststoffe als auch Kunststoff-Metall-Hybride mit speziellen selbst entwickelten Technologien. Neben der Fertigung von Komponenten, werden auch komplexere Produkte zusammengebaut. Für Metall-Kunststoff-Verbund hat EQ eine neue MDPB®-Technologie entwickelt, welches es erlaubt, Kunststoff mit Metallen gasdicht und langzeitstabil zu verbinden. Die Festigkeiten übertreffen denen des Matrixmaterials des Kunststoffes. Mit dieser Technik werden die Nachteile der über verschiedenen Fügeverfahren (Rollnahtschweißen, Löten, Reibschweißen etc.) hergestellten zweischalige Al-Kühlplatten wie die ungleichmäßige Kühlung, Risiken von Leckagen durch elektrochemische Korrosion, etc. beseitigt. Diese Technik kommt in diesem beantragen Projekt zum Einsatz und wird für bisher unbekannten Einsatz weiterentwickelt. Darüber hinaus verfügt EQ über umfangreiche Software und Erfahrungen zur Durchführung von CFD- und FEM-Simulationen. Diese werden bei der Auslegung des gesamten Systems eingesetzt.  

Leibat Grunewald

Grunewald

Werkzeugbauer

AP2, AP7

Grunewald ist ein familiengeführtes, mittelständisches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Fertigung individueller sowie eigenbeheizter Werkzeuge aus verschiedenen metallischen Legierungen spezialisiert hat. Das Leistungsspektrum umfasst unter anderem großformatige Werkzeuge zur Herstellung von Kohlefaserbauteilen sowie Spritzgusswerkzeuge und Gießformen.

Im Bereich des Sondermaschinenbaus werden robotergestützte Fertigungszellen zur effizienten Herstellung von Produkten entwickelt. Durch den Einsatz von Ultraschallschweißtechnologie werden präzise Verbindungen von Kunststoffen ermöglicht.

Ergänzend verfügt Grunewald über umfassende Expertise im Niederdrucksandgussverfahren und fertigt dünnwandige Strukturgussteile mit abgestimmten mechanischen Eigenschaften. Durch eine hohe Fertigungstiefe werden das Engineering sowie die mechanische Bearbeitung und Qualifizierung von Bauteilen im eigenen Haus übernommen.

Durch innovative Lösungen und ein starkes Team erfüllt Grunewald die Anforderungen von Kunden und leistet gleichzeitig einen Beitrag zu einer nachhaltigen Industrie.

Leibat Weber Fibertech

Weber Fibertech

Materialspezialist

AP2, AP4, AP7, AP8

Die Weber Fibertech GmbH ist als ein KMU. Sie produziert, neben Bauteile durch Spritzgießen, sehr großflächige Bauteile wie Heckklappen für Smart und Trennwand für den VW ID-Buzz mithilfe der Fließpressentechnologie, teilweise mit der eigenen E-LFT Patent.  Das eigesetzte Fließpressverfahren zeichnet sich durch größtmögliche Flexibilität bei der Gestaltung der Bauteile, sehr großes Leichtbaupotential und hervorragende Wirtschaftlichkeit aus. 

WF beherrscht alle Prozessschritte angefangen mit der Herstellung des LFT-Materials aus Kunststoffgranulat und Glas- oder Kohlefaser, über die Integration von lokalen Verstärkungen aus Metall- oder Organoblech, Bauteilabpressen bis zu Zusammenbau/Montage einer Baugruppe für den Kunden. 

WF war und ist an mehreren geförderten Forschungsprojekte beteiligt. Für das beantragte Projekt LeiBat relevant sind beispielweise das vom BMBF geförderten Projekt „MultForm“ und deren Nachfolger „MultiPro“, in denen intrinsische Stahl-FVK-Verbund mittels eines neuen Verfahrens „Hybridpressen“ (s. Literaturliste [23,29]) mit Taktzeit von unter 60 S hergestellt werden kann. Diese mit FLB gemeinsam durchgeführte erfolgreichen Mischbauproduktionstechniken sind u.a. Basis für das neu Projekt. 

Aktuell strebt WF an, große Bauteile für das Batteriegehäuse zu entwickeln und zu produzieren. WF hat schon an mehreren Konzeptwettbewerb von verschiedenen OEMs teilgenommen. Das beantragte Projekt würde dieses Bestreben unterstützen und ist für WF sehr wertvoll.