40 Jahre Mittwochsakademie – das Programm ist so attraktiv wie eh
Das Wintersemester 2026/27 der Mittwochsakademie wird am 11. November feierlich in der Aula des Kulturhauses Lyz in Siegen eröffnet.
40 Jahre Mittwochsakademie – das Programm ist so attraktiv wie eh
Feierliche Eröffnung am 11. November rund ums Thema „Universität als Ort lebenslangen Lernens“
Die Mittwochsakademie in Siegen und Olpe wird 40 Jahre alt! Mit Blick auf ein Menschenleben sind das die sprichwörtlich „besten“ Jahre. Deshalb feiert die Mittwochsakademie diesen runden Geburtstag im Rahmen der Feierlichen Semestereröffnung am 11. November 2026, 10:00 Uhr, Aula des Kulturzentrums Lӱz in Siegen. Das Thema lautet „Universität als Ort lebenslangen Lernens“. Als Festrednerin wurde die Erziehungswissenschaftlerin Prof.in Dr.in Christiane Hof (Goethe-Universität Frankfurt) gewonnen. Perspektiven des lebenslangen Lernens werden anschließend auf dem Podium diskutiert. Nach der Veranstaltung können Inhalte und Perspektiven im Rahmen eines Get togethers bei Imbiss und Getränken vertieft werden. Eine Anmeldung zum Get together ist online erforderlich: eveeno.com/362766356
Die Mittwochsakademie in Siegen und Olpe und die Hanseakademie in Attendorn starten eine Woche nach der offiziellen Eröffnungsfeier am 18. bzw.17. November ins Wintersemester. In Siegen stehen zwölf Seminare zur Auswahl, in Olpe sind es drei, in Attendorn zwei. Den Teilnehmerinnen stehen die Veranstaltungen an allen drei Standorten offen. Eine Gebührenentrichtung ist nur einmal vonnöten.
Die Veranstaltungen in Siegen und Olpe finden mittwochs statt, die in Attendorn dienstags. Eine Zugangsvoraussetzung gibt es nicht. Neugierde und Kommunikationsfreude sind eine gute Basis für die Teilnahme. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wissen den Wissenserwerb und Austausch in Gemeinschaft sehr zu schätzen, ebenso gemeinsame Besuche in der Mensa des Studierendenwerks gegenüber den Veranstaltungsräumen am Siegener Obergraben.
Die Themenpalette im Wintersemester ist gewohnt vielfältig. Der Soziologe Prof. Dr. Stefan Kutzner setzt in Siegen seine Seminarreihe zu neuen politischen Bewegungen mit dem Thema „Rechtspopulismus“ fort. Er schreibt dazu: „In der Veranstaltung im Wintersemester 2026-2027 befassen wir uns mit der AfD als rechtspopulistischer Partei. Im Zentrum stehen soziologische und politikwissenschaftliche Arbeiten, die das Phänomen des erstarkenden Rechtspopulismus zu erklären versuchen…“.
Der Historiker Prof. Dr. Rainer Elkar beschäftigt sich mit dem Thema „Handwerk: Eine europäische Kulturgeschichte“. Dabei geht es um „wissende Hände“: „Handarbeit ist eine entscheidende Grundfähigkeit des Menschen. Hand und Hirn perfektionieren sich wechselseitig, möglicherweise gingen die Fertigkeiten der Hand der Leistungsfähigkeit des Gehirns sogar voraus. Von frühesten Zeiten an ist die europäische Kultur in erheblichem Maße eine Leistung von wissenden Händen.“
Prof.in Theodora Hantos richtet den Blick auf „Indien und die Griechen“. Zum Inhalt: „Lange Zeit schien es, als ob der abenteuerliche Feldzug Alexanders des Großen keine bleibenden Spuren in Indien hinterlassen hätte. Inschriften, numismatische, archäologische und auch literarische Zeugnisse, die wir gemeinsam interpretieren werden, beweisen das Gegenteil: Griechische Siedler und Händler gründeten das graeko-baktrische und das indo-griechische Reich.“
Auch die Physik ist mit Prof. Dr. Alexander Lenz wieder dabei. Das Thema lautet: „Theoretical Minimum: Spezielle Relativitätstheorie und klassische Feldtheorie“.
Ganz besonders ist ein Kombiseminar Philosophie und Informatik mit Prof. Dr. Michael Bongardt und Dr. Christian Weber zur Themenstellung: „Die künstliche Intelligenz: Zwischen Technik und Philosophie“.
In Olpe gibt es mit Prof. Bongardt ein Seminarangebot aus der Philosophie: „‚Die Sprache ist das Haus des Seins’ (Heidegger): Vom Wert des Sprechens für das Leben“. Das Thema des Musikwissenschaftlers Dr. Axel Diller lautet: „‚Singen ist die tatsächliche Muttersprache aller Menschen…’ – Gesang in der abendländischen Musik vom Mittelalter bis zur Gegenwart“. Der Literaturwissenschaftler Dr. Bernd Schulte lädt ein zu einem Seminar „Jenseits des eurozentrischen Blicks: neue postkoloniale Literatur Indiens, der Karibik und Afrikas“.
In der Hanseakademie warten in diesem Semester ein musikwissenschaftliches und ein geschichtswissenschaftliches Thema auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dr. Axel Diller stellt die Frage „…alles nur geklaut?“ – klassische Musik in der Pop-, Rock-, Jazz und Filmmusik. Prof. Dr. Rainer Elkar widmet sein Seminar dem Thema „Armut und Ungleichheit – Eine Kulturgeschichte von unten“.
Am 14. Januar 2027, 15.30 Uhr, führt die traditionelle Museumsführung der Mittwochsakademie ins Siegerlandmuseum auf den Siegener Schlossberg und zur Ausstellungsreihe Mensch ӏ Rubens. Anmeldung unter: mittwochsakademie@uni-siegen.de
Das kommentierte Vorlesungsverzeichnis mit allen Angeboten ist online zu finden unter: https://www.uni-siegen.de/files/default/media/documents/2026-09/kvv_wise26_27_online.pdf