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Aktueller Stand des Projekts „Siegen. Wissen verbindet“

Die Universität Siegen informiert über den aktuellen Stand des Projekts „Siegen. Wissen verbindet“ und die bauliche Entwicklung.

Die Universität Siegen verfolgt bereits langjährig eine Zwei-Standort-Strategie für ihre bauliche Entwicklung. Das bedeutet: Ein Campus auf dem Haardter Berg, ein Campus in der Innenstadt (Projekt „Siegen. Wissen verbindet“). Die weitere Umsetzung des Projekts „Siegen. Wissen verbindet“ folgt neuen Rahmenbedingungen, auf die sich die Universität eingestellt hat.

Grundlage für die bauliche Entwicklung aller Hochschulen in NRW ist seit 2024 die „Neue Masterplanung im Hochschulbau“ des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft. Einzelne Baumaßnahmen sind in diesem Modell nur noch im Rahmen einer mit dem MKW und dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) abgestimmten Gesamtstrategie für alle universitären Flächen möglich. Genau wie die Universität Siegen haben zahlreiche Hochschulen großes Interesse, in die „Neue Masterplanung Hochschulbau“ aufgenommen zu werden.

Die Universitäten sind zudem angehalten, Büroflächen zu reduzieren. Ab 2026 kommt für neue Bedarfs-Anmeldungen grundsätzlich ein neues Kennwerteverfahren zum Einsatz. Gleichzeitig ist der Flächenbedarf der Universität Siegen in der Folge rückläufiger Studierendenzahlen und der Digitalisierung von Lehre und Verwaltung gesunken, öffentliche Mittel sind knapp. Dies führt dazu, dass die weitere Entwicklung in der Innenstadt auf Grund der geänderten externen Rahmenbedingungen länger dauert und in einer anderen Dimension verfolgt werden muss, als vor Jahren ursprünglich geplant.

Die Universität Siegen passt das Projekt daher an die veränderten Rahmenbedingungen an. 

Anpassung der Planung

Da heute deutlich weniger Flächen benötigt werden, konzentriert sich die Universität auf die Optimierung, Verdichtung und Nutzung vorhandener Flächen. Im nördlichen Teil des Innenstadt-Campus muss die Universität daher auf die weitere Nutzung der Liegenschaft „Alte Textilfabrik“ in der Friedrichstraße verzichten und hat aus diesem Grund die Anmietung einvernehmlich beendet. 

In der ursprünglichen Planung war hier ein Fakultätsgebäude geplant. Dafür war seinerzeit vorgesehen, das Bestandsgebäude zu sanieren und mit einem Neubau zu erweitern. Derzeitiger Planungsstand ist nun eine verstärkte Bestandsnutzung von Liegenschaften im näheren Umfeld. Dazu zählen das Gebäude in der Sandstraße 26 (aktuell u.a. mit „Fab Lab“ und Entrepreneurship Center) oder das ehemalige Feinbier-Gebäude (Fusion Lab). Derzeit läuft die Planung für die Umgestaltung.

Auf dem Areal der „Alten Textilfabrik“ war seinerzeit außerdem vorgesehen, eine Treppe für einen leichteren Übergang von Unter- zu Oberstadt zu errichten. Die Universität möchte trotz der geänderten Rahmenbedingungen weiterhin zu einer besseren Verbindung beitragen, deshalb wird im Projekt „Hettlage“ geprüft, den vorgesehenen Fahrstuhl plus Treppenhaus für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, um so eine bessere Verbindung von der Friedrichstraße in die Oberstadt zu ermöglichen.

Nutzung des Bestands

Eine Anpassung des Projekts durch die neuen Rahmenbedingungen ist auch, dass Nachhaltigkeit stärker in den Fokus rückt und die Universität nun verstärkt auf die Umnutzung und Ertüchtigung vorhandener Gebäude setzen wird.

Die Universität entwickelt bereits seit längerem unter Beteiligung der universitären Gremien eine passgenaue Nutzungsstrategie für die Bestandsbauten. Daran ist auch die Task Force „Bau“ mit Mitgliedern des Senats, der Fakultäten, der Hochschulleitung, des Baudezernats und des Hochschulrats beteiligt. Eine Aufgabe der Task Force ist es, bei baulichen Planungen die Bedürfnisse der Studierenden zu berücksichtigen, um die Attraktivität des Studienstandortes zu steigern und das Pendeln zwischen Stadt und Haardter Berg möglichst aufwandsarm zu gestalten.

Im südlichen Teil des Innenstadt-Campus ist die Nutzung der Büro-Liegenschaften im Häutebachweg rund um die Mariengemeinde in Arbeit. Dazu werden mit Einheiten, die in das Gebäude ziehen können, Gespräche geführt. Außerdem werden bauliche Maßnahmen vorbereitet. Das Ziel ist, möglichst viel der bestehenden Substanz zu erhalten. In einem ersten Schritt wird es hier um eine optische Renovierung sowie das Einbringen der IT-Infrastruktur gehen. Ab 2027 ist die Nutzung durch die Universität vorgesehen.

Die „Neue Architekturschule Siegen“ bleibt als innovative Idee ein Leuchtturm-Projekt der Universität Siegen.

Auch ist vorgesehen, mit dem geplanten „Transfer-Schaufenster“ in der Sandstraße 26 einen Schwerpunkt zu setzen. Hier sind das Entrepreneurship Center, das „Fab Lab“ und das Haus der Innovation angesiedelt.

Nächster Schritt in der Innenstadt

Das nächste größere Projekt in der Innenstadt ist die neue Universitätsbibliothek im ehemaligen „Haus Hettlage“. Dieses Projekt ist eine Einzelmaßnahme außerhalb der „Neuen Masterplanung Hochschulbau“ und entwickelt sich entlang der vorgegebenen Planungsschritte. 2026 hat die Universität den Bauantrag bei der Stadt Siegen eingereicht. 

Die Universität in der Stadt

Die Universität hat in der Innenstadt zahlreiche Maßnahmen erfolgreich umgesetzt: Der Campus am Unteren Schloss mit dem ehemaligen Kreisklinikum und dem Gesundheitsamt (2016), das Hörsaalzentrum auf dem Dach des Karstadt-Gebäudes und die Innenstadt-Mensa (2020), das neue Studienservice Center (2024). 

Mit dem Seminarzentrum im Johann-Moritz-Quartier ist ein weiteres Projektziel der Entwicklung der Universität in der Stadt erfolgreich umgesetzt worden, durch das auch das Quartier aufgewertet und die Verbindung zum langjährigen Uni-Standort am Herrengarten hergestellt wird. Auch hat sich die Psychologische Hochschulambulanz der Universität Siegen in unmittelbarerer Nähe im Wilhelm-Jung-Haus angesiedelt. Die Psychologie in der Villa Sauer sowie das angrenzende Gebäude (Seminarzentrum) tragen ebenfalls zur Präsenz der Universität in der Innenstadt bei. 

Der partnerschaftliche Dialog zwischen allen Beteiligten wird kontinuierlich und konstruktiv fortgesetzt.

Der Campus Unteres Schloss
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Studierende in der Stadt