Alumni-Portrait: Thomas Schmölz
Ein Leben für die Musik: Innovative Klänge und filmische Zeitreisen
Schon ein Leben lang begleitet die Musik Thomas Schmölz. Wo andere Menschen vornehmlich die Welt mit ihren Augen erkunden, betont Schmölz, dass er sich schon immer als Ohrenmensch bezeichnet hat: „Es fühlte sich für mich immer so an, als ginge die Welterschließung bei mir eher über das Ohr als über das Auge.“
Mit einem über die Jahre gewachsenen Team aus freischaffenden Komponisten, Kopisten, Sounddesignern, Tonmeister, Film- und Musikwissenschaftler und der Unterstützung von Filmredakteuren und über Europa verteilten Filmarchiven realisiert Schmölz Stummfilmmuikproduktionen in unterschiedlichen Besetzungsgrößen – von kleinen Ensembleformationen bis hin zu großen Orchesterbesetzungen. Erst dieses Frühjahr konnte er nach zweijähriger Arbeit mit einem 8-köpfigen Team die Notenherstellung für das international beachtete und in Federführung der La Cinemathèque Française durchgeführte Restaurierungsvorhaben des knapp siebeneinhalbstündigen Mammutfilmwerks „Napoleon – vue par Abel Gance“ zum Abschluss bringen. Die Welturaufführung mit dem neuen Score von Simon Cloquet Lafollye mit über 250 Mitwirkenden in Orchester und Chor findet am 4. und 5. Juli in der La Seine Musicale in der Nähe von Paris statt.