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Forschung für gleichberechtigte Teilhabe sichtbar gemacht

Zum 4. Kongress der Teilhabeforschung sind rund 230 Wissenschaftler*innen und weitere Akteur*innen an die Universität Siegen gekommen. Gemeinsam diskutierten sie über die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf lokaler Ebene.

Der 4. Kongress der Teilhabeforschung an der Universität Siegen

Rund 230 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Deutschland kamen zum 4. Kongress der Teilhabeforschung an den Campus Unteres Schloss.

Wie kann gleichberechtigte Teilhabe für Menschen mit Behinderungen konkret verwirklicht werden – insbesondere dort, wo Menschen leben, arbeiten und ihren Alltag gestalten? Mit dieser Frage beschäftigte sich der 4. Kongress der Teilhabeforschung, der jetzt an der Universität Siegen stattfand. Rund 230 Wissenschaftler*innen und Beteiligte an Forschungsprojekten kamen auf dem Campus Unteres Schloss zusammen, um aktuelle Forschungsansätze zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und Perspektiven für die Weiterentwicklung inklusiver Strukturen zu entwickeln. Dass auch Wissenschaftler*innen aus Simbabwe und Tschechien anreisten, verdeutlichte die internationale Bedeutung der Teilhabeforschung.

„Der Kongress hat gezeigt, wie vielfältig und interdisziplinär die Teilhabeforschung inzwischen aufgestellt ist. Zugleich wurde deutlich, dass die Umsetzung des Rechts auf gleichberechtigte Teilhabe vor Ort, in den Kommunen entschieden wird. Die Siegener Perspektive auf Teilhabe in Kommunen und sozialen Diensten ist dabei auf großes Interesse gestoßen. Gerade angesichts aktueller politischer Entwicklungen bleibt es eine zentrale Aufgabe der Forschung, die Bedeutung der in der UN-Behindertenrechtskonvention verankerten Rechte sichtbar zu machen und gemeinsam mit Menschen mit Behinderungen an ihrer Verwirklichung zu arbeiten“, sagt Prof. Dr. Albrecht Rohrmann vom Siegener Organisationsteam.

Ausgerichtet wurde der Kongress von der Universität Siegen in Kooperation mit dem Aktionsbündnis Teilhabeforschung. Im Mittelpunkt stand das 20-jährige Bestehen der UN-Behindertenrechtskonvention und deren Umsetzung auf lokaler und internationaler Ebene. Die Teilnehmer*innen kamen von Hochschulen und Forschungsinstituten aus ganz Deutschland – unter ihnen Teilhabeforscher*innen mit und ohne Behinderungen sowie Menschen mit Behinderungen, die als Co-Forschende ihre Erfahrungen und ihre Expertise in die Forschung einbringen. Auch Projektpartner aus Kommunen, Organisationen und Unterstützungsdiensten sowie Vertreter*innen des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen waren dabei.

In zahlreichen Themenforen und Forschungswerkstätten wurde die große thematische und methodische Breite der Teilhabeforschung deutlich. Diskutiert wurden unter anderem Fragen kommunaler Aktionsplanung sowie von Arbeit und Beschäftigung, Wohnen mit Unterstützung, Digitalisierung, Gesundheit und Rehabilitation und politische, kulturelle und soziale Teilhabe. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten partizipative Forschungsansätze und die Frage, wie Menschen mit Behinderungen als Co-Forschende an der Wissensproduktion beteiligt werden können.

Der Kongress hat zugleich Ergebnisse für die weitere wissenschaftliche Arbeit angestoßen: Eine Ausgabe der Fachzeitschrift „Teilhabe“ ist für 2027 als Kongress-Ausgabe vorgesehen. Darüber hinaus wird ein Kongressband vorbereitet, der im Laufe des Jahres 2027 erscheinen soll.

Weiterführende Links

ZPE

4. Kongress der Teilhabeforschung

 

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