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Lehrforschungsprojekt: Akzeptanz digital gestützter Primärversorgung

Wie wird digital gestützte Primärversorgung von Patient*innen akzeptiert? Studierende des Bachelorstudiengangs Digital Public Health forschen im Rahmen eines Lehrpraxisprojekts am Digitalen Facharzt- und Gesundheitszentrum in Olpe.

Gruppenfoto der Studierenden, Lehrenden und Verantwortlichen im DFGZ

Studierende des Bachelorstudiengangs Digital Public Health forschen im Rahmen eines Lehrpraxisprojekts am Digitalen Facharzt- und Gesundheitszentrum in Olpe

Wird eine digital gestützte Primärversorgung von Bürger:innen akzeptiert und unter welchen Bedingungen?

Im Rahmen eines Lehrforschungsprojekts im Bachelorstudium Digital Public Health besuchten Studierende am 25. April 2025 das Digitale Facharzt- und Gesundheitszentrum (DFGZ) in Olpe, um sich auf das Lehrforschungsprojekt zur Akzeptanzanalyse digital gestützter Primärversorgung vorzubereiten.


Immer weniger Mediziner:innen sind bereit sich in ländlichen Raum niederzulassen. Vor allem Ärzt:innen im hausärztlichen Bereich haben Schwierigkeiten, eine Nachfolge zu finden. Die Gründe hierfür sind zahlreich: Budgetierung, zunehmende Bürokratisierung und eine schwache Infrastruktur auf dem Land gehören dazu. Telemedizin soll dabei unterstützen, Versorgungslücken zu schließen und Patient*innen eine wohnortnahe Versorgung, z. B. durch den Einsatz audiovisueller Kommunikationstechnologien zu ermöglichen.

In Olpe wurde aus diesen Gründen das DFGZ aufgebaut. Das DFGZ bringt bundesweite fachärztliche Kompetenz mit Hilfe von Telemedizin und digital gestützter Diagnostik in ländliche Gebiete, um lange Wege und Wartezeiten auf einen Termin zu reduzieren.

Wie diese neuartigen Versorgungsmöglichkeiten durch die Bürger:innen wahrgenommen werden und unter welchen Bedingungen und Voraussetzungen sie niedrigschwellig zugänglich sind, ist Thema eines Lehrforschungsprojektes im Bachelorstudiengangschwerpunktes Digital Public Health im Sommersemester 2025. Die Studierenden gewinnen unter der Leitung von Dr. Joanna Albrecht und Pinar Tokgöz im Seminar "Gesundheitsversorgung und Pflege" relevante Erkenntnisse für die Gestaltung telemedizinischer Angebote im ländlichen Raum und diskutieren ihre Ergebnisse mit Expert*innen, damit sich die Angebotsstrukturen zukünftig stärker an den Bedarfen- und Bedürfnissen der Bürger*innen orientieren können und damit die Zugänglichkeit verbessert werden kann.

Praxisnah erforschten die Studierenden qualitativ und quantitativ die Akzeptanz von Bürger:innen zur digital gestützten Primärversorgung. Ein besonderer Fokus lag auf der Einstellungsakzeptanz sowie der Identifikation von förderlichen und hinderlichen Faktoren in der Inanspruchnahme. Die Studierenden diskutierten ihre Ergebnisse mit relevanten Versorgungsakteur:innen, damit sich die Angebotsstrukturen zukünftig stärker an den Bedarfen- und Bedürfnissen der Bürger:innen orientieren können und damit die Zugänglichkeit verbessert werden kann.

Das Projekt verknüpft praxisnahe Forschung mit akademischer Lehre und fördert den Austausch mit regionalen Akteuren im Gesundheitswesen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Stefan Spieren für die wertvollen und spannenden Einblicke in die Versorgungsabläufe im DFGZ sowie die Begleitung des Lehrforschungsprojekts aus Perspektive der Versorgungspraxis.

Ansprechpartnerinnen

Profilfoto von Mitarbeiterin Joanna Albrecht

Dr. Joanna Albrecht

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in
Profilbild

Pinar Tokgöz

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in