Matthias Kirchbach: Migration nach 1945 in der regionalen Erinnerungskultur im Siegerland (2026, Diss.)
Migration ist eine historische Konstante und hat auch das Siegerland nachhaltig geprägt. Im kollektiven Gedächtnis der Region haben vor allem „Flucht und Vertreibung“ aus den Gebieten östlich von Oder und Neiße, die Migration ausländischer Arbeitskräfte, zeitgenössisch als „Gastarbeiter“ bezeichnet, und die Einwanderung von (Spät-)Aussiedlern Spuren hinterlassen.
Die Studie nimmt die öffentliche Erinnerung an die Migration im Siegerland seit 1945 in diachroner und vergleichender Perspektive in den Blick und fragt nach den Medien und Praktiken sowie ihrem Stellenwert für die regionale Erinnerungskultur. Besonderes Augenmerk liegt auf den Sichtweisen und Deutungen, welche die Migrant*innen einbrachten und ihrer Rolle in der Landschaft der Akteur*innen und Institutionen.
Matthias Kirchbach
Migration nach 1945 in der regionalen Erinnerungskultur im Siegerland (Diss.)
Siegen: universi 2026, 519 S. (kart.)
ISBN 978-3-96182-236-2
Preis: 27,00 Euro